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Nach der 2:4-Niederlage gegen Söllhuben

Großholzhausens Coach Riepertinger im Interview: “Die Saison wird langsam zur Farce”

ASV-Trainer Franz Riepertinger sehnt die Winterpause herbei.
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ASV-Trainer Franz Riepertinger sehnt die Winterpause herbei.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Der ASV Großholzhausen musste am Samstag beim SV Söllhuben eine 2:4-Niederlage hinnehmen. beinschuss.de hat im Anschluss mit ASV-Coach Franz Riepertinger über das Spiel und über die kräftezehrende Saison gesprochen. Der Trainer verrät, warum Corona in der Mannschaft aktuell ein großes Thema ist und dass er über die bevorstehende Winterpause mehr als froh ist.

Riedering - Der Tabellenzweiten SV Söllhuben empfing am Samstag den Tabellenvierten ASV Großholzhausen zum Spitzenspiel in der Kreisliga 1. Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die in der 14. Spielminute durch Martin Vodermaier mit 1:0 in Führung gingen.

Söllhuben trifft zum Ende der ersten Halbzeit doppelt

Doch der ASV zeigte die richtige Reaktion und glich nur sieben Minuten später aus. Nach einer Freistoßflanke kam Lukas Steidl frei im Strafraum zum Kopfball und versenkte die Kugel im langen Eck. Doch zum Ende der ersten Halbzeit wurde der SVS wieder besser und ging erneut in Führung. Nach einem Foul an Stefa Pitscheneder zeigte Schiedsrichter Christian Böckl auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Dominik Spanovic.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte Simon Hilger auf 3:1, was gleichzeitig der Halbzeitstand war. Zu Beginn des zweiten Durchgangs kamen die Gäste besser aus der Kabine, ließen aber gute Möglichkeiten liegen. Schließlich sorgte erneut Hilger mit seinem Doppelpack in der 72. Minute für die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt markierte in der 90. Spielminute Marinus Bauer, der für den 4:2-Endstand sorgte.

 Die Jungs machen sich da ihre Gedanken.

ASV-Coach Riepertinger über die aktuelle Corona-Lage.

beinschuss.de hat nach dem Spiel mit Großholzhausens Trainer Franz Riepertinger über die Niederlage, die bisherige Saison und das weitere Saisonziel gesprochen. Zudem verrät der Coach, warum er froh über die baldiger Winterpause ist.

Hallo Franz, heute hat es gegen Söllhuben nicht für etwas Zählbares gereicht. Wie lautet dein Fazit zum Spiel?

Franz Riepertinger: Uns war von Anfang an klar, dass es ein kraftraubendes Spiel wird und wir über den Kampf kommen müssen. Leider haben wir das heute nicht geschafft. Uns haben aber auch mit Fabian Riepertinger, Ludwig Hingerl, Stammtorwart Georg Moller, Philipp Fuihl und Maxi Schober fünf wichtige Stammspieler gefehlt, die man nicht ersetzen kann. Zwar sind die jungen Spieler, von den die meisten gestern erst 90. Minuten bei der 2, Mannschaft gespielt haben, sehr willig, aber gegen einen so körperlich starken Gegner  nicht stabil genug.

SV Söllhuben gegen den ASV Großholzhausen

Bilder vom Spiel des SV Söllhuben gegen den ASV Großholzhausen.
Bilder vom Spiel des SV Söllhuben gegen den ASV Großholzhausen.
Bilder vom Spiel des SV Söllhuben gegen den ASV Großholzhausen.
Bilder vom Spiel des SV Söllhuben gegen den ASV Großholzhausen.
SV Söllhuben gegen den ASV Großholzhausen

In dieser Woche kamen bei euch zwei Corona-Fälle auf, trotzdem musstest ihr heute spielen. Wie geht ihr als Team damit um?

Riepertinger: Die Unsicherheit ist natürlich groß und wir reden als Verein sehr intensiv darüber. Die Jungs machen sich da ihre Gedanken, sie wollen das Virus nicht an die Familie weitergeben. Deshalb ist es für mich nicht vereinbar, dass wir unsere Spiele austragen müssen, weil wir genügend Spieler stellen können und auf andere Seite die bayerische Landesregierung zur Vorsicht mahnt. Für mich ist das von Seiten des Bayerischen Fußball-Verbandes zu kurzsichtig gedacht, hauptsache wir bringen den Spielplan durch.

Wir sind absolut am Limit. 

Trainer Riepertinger über die kräftezehrende Hinrunde.

Ihr habt nach der Auftaktniederlage gegen Au eine Serie gestartet und sechs Spiele in Folge gewonnen. Was zeichnet dein Team aus?

Riepertinger: Ohne jetzt überheblich zu klingen, gibt es wenige Mannschaft in der Liga, die das spielerische Potential haben wie wir. Wenn alle mit an Bord sind, dann läuft das auch. Einziges Manko ist, dass wir keinen Stürmer haben wie der ASV Au mit Franz-Xaver-Pelz (lacht).

Nach dieser Siegesserie habt ihr aus den vergangenen sieben Spielen vier verloren. Geht euch zum Ende des Jahres die Luft aus?

Riepertinger: Wir sind absolut am Limit. Es geht aber vielen Vereinen so, dass die Spieler sowohl physisch als auch psychisch fertig sind. Es ist einfach zu viel! Erst die lange Pause durch den Lockdown und dann sind in dem Spielplan immer wieder Lücken enthalten. Weil Partien wegen Corona-Fällen ausfallen oder weil man spielfrei hat. So wird die Saison langsam zu eine Farce.

Wir wollen selbstverständlich solange wie möglich da oben mitspielen.

Riepertinger über die Ziele für den weiteren Saisonverlauf.

Wie machen sich die äußeren Begebenheiten auf die Spieler bemerkbar?

Riepertinger: Man muss die Jungs immer mehr motivieren. Zudem sind neben Krankheiten auch immer mehr Verletzungen da. Ich trainiere das Team jetzt seit zwölf Jahren, da hatten wir zwar auch immer mal wieder mit Verletzten zu kämpfen. Aber jetzt kommen Zerrungen und ähnliche muskuläre Verletzungen auf. Das finde ich sehr auffällig und irritiert mich. Wir sind jetzt dann einfach froh, wenn Winterpause ist.

Ein Spiel steht aber noch an, am kommenden Wochenende gastiert ihr beim ASV Au. Wie geht ihr in das Spiel?

Riepertinger: Das wird eine schwere Partie gegen einen sehr guten Gegner. Natürlich wollen wir etwas zählbares mitnehmen, aber sind wie gesagt auch froh, wenn die lange Hinserie endlich vorbei ist.

Der Abstand auf einen Aufstiegsplatz beträgt aktuell sechs Punkte. Was sind eure Ziele für die Rückserie im nächsten Jahr?

Riepertinger: Wir wollen selbstverständlich solange wie möglich da oben mitspielen. Wir werden uns im Winter entsprechend vorbereiten, uns fit halten und dann starten wir wieder. Wir alle hoffen dann auf eine normaler Rückserie.

ma

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