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SVO-Stürmer wollte seiner Karriere schon beenden

Langner erzielt einen Viererpack: „Der Fallrückzieher war nicht das schönste Tor“

Avancierte mit seinem Viererpack zum Mann des Tages: Stefan Langner vom SV Oberbergkirchen.
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Avancierte mit seinem Viererpack zum Mann des Tages: Stefan Langner vom SV Oberbergkirchen.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Beim 12:0-Kantersieg gegen die SG Tüßling-Teising II erzielte SV Oberbergkirchens Stefan Langner einen Viererpack. Dabei wollte der Stürmer seine Karriere bereits beenden. beinschuss.de sprach mit dem 31-Jährigen über dieses besondere Spiel, seinen Treffer per Fallrückzieher und mit welchem Erfolg er seine Laufbahn gerne beenden würde.

Oberbergkirchen - Ein wahres Offensivfeuerwerk brannte der SV Oberbergkirchen am vergangenen Sonntag ab. Im Heimspiel gewann der SVO am Ende deutlich mit 12:0 und behauptete damit nach dem Abstieg aus der Kreisklasse in der vergangenen Saison die Tabellenführung in der A-Klasse 4.

Langner erzielte drei Tore in neun Minuten

Dabei gingen die Hausherren bereits in der ersten Minute durch Stefan Langner mit 1:0 in Führung und es sollte nicht der letzte Treffer des Stürmers sein. Nachdem Johannes Schweiger auf 2:0 stellte, traf Langner innerhalb von neun Minuten dreimal und machte somit seinen Viererpack perfekt. Besonders dabei: das 5:0 erzielte der 31-Jährigen per Fallrückzieher.

Beim Stand von 5:0 zur Pause wurde Langner, der eigentlich für das Spiel gar nicht vorgesehen war, schließlich ausgewechselt. In der zweiten Halbzeit erzielte Oberbergkirchen weitere sieben Treffer und machte so den 12:0-Kantersieg perfekt.

Langner: „Ich wollte eigentlich bereits meine Karriere beenden“

beinschuss.de sprach mit dem Mann des Tages über diesen besonderen Tag, warum er überhaupt plötzlich in der Startelf stand und über seine vier Tore. Zudem spricht Langner über das kommende Top-Spiel gegen TV Kraiburg und wie er am liebsten seine Fußballerkarriere beenden würde.

Hallo Stefan, Glückwunsch zum Heimsieg und deinen vier Toren. Wie geht es dir einige Tage nach diesem Spiel?

Stefan Langner: Ich habe in meiner Karriere schon einige Tore geschossen, doch so einen Tag habe ich noch nie erlebt. Ein Viererpack hat mir bislang noch gefehlt (lacht).

Du bist in dieser Saison bislang eher als Joker eingesetzt worden. Wieso eigentlich?

Langner: Ich wollte eigentlich bereits nach dem Ende der vergangenen Saison meine Karriere beenden. Ich baue gerade ein Haus und die Familie erwartet Zuwachs. Aber mit dem Abstieg aus der Kreisklasse wollte ich mich nicht verabschieden. Zudem macht es unter dem neuen Trainer Jezildjic Slobodan unfassbar viel Spaß. Das Training und die Spiele sind außerdem eine tolle Abwechslung und sehr erfüllend für mich. Deshalb hat sich auch herauskristallisiert, dass ich als Joker zum Einsatz komme.

Langner: „Am Ende lief es bei allen an diesem Tag perfekt“

Du warst eigentlich für das Spiel gegen die SG Tüßling-Teising gar nicht vorgesehen. Wie kam es dann trotzdem dazu, dass du in der Startelf standest?

Langner: Am Ende war es gar nicht so überraschend, aber es kamen sehr viele Zufälle dazu (lacht). Im Spiel eine Woche zuvor gegen die SG Zangberg/Ampfing haben sich zwei Spieler verletzt und es war klar, dass sie gegen Tüßling-Teising nicht dabei sein können. Deshalb habe ich auch die Geburtstagsfeier meines Sohnes um einen Tag vorverlegt, damit ich dabei sein konnte. Am Abend vor dem Spiel habe ich noch einen Hustenanfall bekommen und habe deshalb auf der Couch geschlafen. Meine Frau fand es Wahnsinn, dass ich trotzdem spielen wollte (lacht). Am Ende war es aber genau die richtige Entscheidung!

Blicken wir auf das Spiel. Am Ende habt ihr deutlich mit 12:0 gewonnen, dabei hast du vier Tore in einer Halbzeit erzielt. Wie war die Partie aus deiner Sicht?

Langner: Wir sind bereits optimal in das Spiel gestartet! Bereits nach einer Minute habe ich uns mit unserer ersten Torchancen in Führung gebracht. Wir hatten den Gegner über das gesamte Spiel über im Griff und haben kaum eine Chance zugelassen. Wir hätten zudem zur Halbzeit bereits höher als 5:0 führen können. Am Ende lief es bei allen an diesem Tag perfekt und wir haben eine starke geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt.

Oberbergkirchens Langner: „Es war einfach ein perfekter Tag“

Du hast vor der Pause innerhalb von acht Minuten drei weitere Tore erzielt. Wie war das für dich?

Langner: Das war einfach der Wahnsinn! Ich kam irgendwann aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Das war schon ein einzigartiges Gefühl und an diesem Tag war gefühlt jeder Ball im Tor. Zudem war es richtig cool, wenn die eigenen Fans deinen Namen singen.

Das 4:0 hast du sogar per Fallrückzieher erzielt. War das der Treffer des Tages für dich?

Langner: Ich muss zugeben, dass ich nach dem Fallrückzieher echt sprachlos war und beim Torjubel danach hatte ich eher einen fragenden Blick aufgesetzt (lacht). Irgendwie tat es mir aber auch für den Gegner leid, weil einfach alles geklappt hat. Aber das schönste Tor war das 3:0, weil ich den Ball nach einer Ecke aus einem unmöglichen Winkel irgendwie mit meinem Knie über die Linie bugsiert habe. Am Ende war es einfach ein perfekter Tag!

Langner vor Top-Spiel gegen Kraiburg: „Der Gegner ist für uns schwer einzuschätzen“

Du hast bereits erwähnt, dass du deine Karriere bereits beenden wolltest. Wie lange willst du noch spielen und wie willst du dich am besten verabschieden?

Langner: Ich weiß nicht genau, wie lange ich noch spielen werde. Entweder ist bereits zur Winterpause Schluss oder nach der Saison. Wichtig ist für mich, dass ich mit einem guten Gefühl meine Karriere beenden kann, es wird mir sowieso sehr schwerfallen. Auch wenn der Verein das Ziel ausgegeben hat, oben mitzuspielen, würde ich mich gerne entweder mit der Herbstmeisterschaft im Winter oder mit dem Aufstieg verabschieden. Und natürlich mit dem ein oder anderen Tor noch (lacht).

Am Samstag geht es im Top-Spiel gegen den Tabellenzweiten TV Kraiburg, der bei zwei Spielen weniger zwei Punkte hinter euch liegt. Was erwartest du für ein Spiel?

Langner: Das wird mit Sicherheit eine ganz andere Partie als gegen Tüßling-Teising. Der Gegner ist für uns schwer einzuschätzen, aber ich gehe davon aus, dass es ein schweres Spiel für uns wird. Wir werden aber den Kampf annehmen und alles versuchen, wieder drei Punkte einzufahren.

Stefan Langner, vielen Dank für das Interview.

ma

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