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Nach schwerem Auffahrunfall auf A8: Neun Verletzte – davon einer schwer

Rückstau wohl noch bis in den Abend

Nach schwerem Auffahrunfall auf A8: Neun Verletzte – davon einer schwer

A8/Rosenheim – Am Sonntagvormittag (3. Juli) ist es auf der A8 München Richtung Salzburg zwischen …
Nach schwerem Auffahrunfall auf A8: Neun Verletzte – davon einer schwer
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Stimmen von den Vereinen aus der Region

Umfrage zur 2G-Plus-Regel für Zuschauer: „Der Aufwand ist extrem“

Die Regelungen für Zuschauer sorgen in den Vereinen in der Region für Ärger.
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Die Regelungen für Zuschauer sorgen in den Vereinen in der Region für Ärger.
  • VonThomas Bösl
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Für Besucher von Amateurfußballspielen in Bayern gilt derzeit auch im Freien die 2G-Plus-Regel. Dies sorgt innerhalb der Vereine für Verärgerung, vor allem weil sich die Überprüfung als schwierig erweist. beinschuss.de hat sich in einer Blitzumfrage bei einigen Vereinen aus der Region umgehört, wie sie zu den Beschlüssen stehen.

Rosenheim - Noch befinden sich die meisten Teams aus der Region in der Winterpause, einige haben bereits mit der Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen. Doch zum Rückrundenstart könnten die meisten Mannschaften vor sehr überschaulicher Kulisse spielen.

Die Meinungen von Vereinsvertretern in der Blitzumfrage

Den im Moment gilt für Sportveranstaltungen auch im Amateursport für Zuschauer weiter die 2G-Plus Reglung, der Zutritt zur Spielstätte ist also nur geimpften oder genesenen Personen erlaubt, die zusätzlich noch einen negativen Coronatest vorweisen können. Die geltenden Vorschriften sind bei den Klubs aus der Region jedoch stark umstritten. beinschuss.de hat in einer Blitzumfrage bei einigen Vereinsvertretern aus den unterschiedlichen Ligen nachgefragt, wie sie die geltenden Maßnahmen einschätzen und ob sie damit zufrieden sind.

Georg Hanslmaier (1. Abteilungsleiter TSV Buchbach):

„Unter gegeben Umständen ist ein Spiel vor Zuschauern für uns sehr schwierig durchführbar, weil wir nicht die Kapazitäten haben, die Leute zu kontrollieren. Wir hoffen, dass die Politik bis Mitte des Monats eine gute und umsetzbare Lösung für alle Parteien findet, sonst muss das Derby gegen Burghausen sehr wahrscheinlich ohne Zuschauer stattfinden. Das wäre für den Verein finanziell, aber auch vor allem stimmungsmäßig ein Desaster.“

Alexander Neiser (Abteilungsleiter Fußball Infrastruktur TSV 1860 Rosenheim)

„Ich glaube, diese Regel ist, so wie sie jetzt ist, nicht fair. 2G-Plus ist im Innenbereich völlig angemessen, aber für den Sport im freien ist es Schwachsinn. Dass es dann auch noch Ausnahmen für Geboosterte, obwohl ja jeder jeden anstecken kann, erschließt sich mir auch nicht. Wenn man die Zuschauerzahl verringert, damit man den nötigen Abstand auch gewährleisten kann, dann ist das meiner Meinung nach völlig ausreichend. Für mich ist eigentlich das Testen der entscheidende Faktor. Egal ob jemand geimpft ist oder nicht, wenn er einen negativen Test hat, sollte er ins Stadion dürfen. Auch finanziell kann das jetzt schnell ein Problem werden. Es kommen wegen Corona ja eh schon weniger Leute ins Stadion, jetzt werden es dann noch weniger. Aber wenn die Regeln so bleiben, werden wir uns daran halten müssen, umsetzen können wir es ohne Probleme.“

Kevin Klammer (1. Abteilungsleiter TSV 1880 Wasserburg):

„Grundsätzlich gehen wir mit dem Thema Corona sehr positiv um und lassen unsere Spieler vor jedem Spiel testen. Was ich jedoch nicht verstehe ist, dass vonseiten der Regierung ja schon mal gesagt wurde, dass bei Veranstaltungen an der frischen Luft die Ansteckungsgefahr nicht so groß ist, da leuchtet mir nicht ein, warum man da jetzt zurückrudert. Mir wäre jetzt kein Fall bekannt, bei dem sich jemand nach einem unserer Spiele infiziert hätte und wir hatten immer sehr viele Zuschauer im Stadion. Jetzt mit 2G-Plus werden wohl sehr viele Fans zu Hause bleiben, weil der Aufwand einfach sehr groß ist und das heißt für uns natürlich auch, dass zum einen die Einnahmen zurückgehen, zum anderen auch die Stimmung im Stadion nicht mehr so gut sein wird. Wir werden trotzdem bei Pflichtspielen nicht auf Zuschauer verzichten, die Umsetzung von Kontrollen ist zwar schwierig, aber machbar, da wir ja ein Testzentrum im Vereinsheim haben und zwei klare Eingänge an denen man kontrollieren kann.“

Max Zeiler (1. Abteilungsleiter TSV Haag):

„Also für uns ist es schon ein extremer Aufwand, vor allem personell, weil wir jetzt immer eine zusätzliche Person am Einlass brauchen, aber es ist machbar. Wir prüfen bei uns am Eingangsbereich und verteilen dann Bänder, wie sie auch bei Partys verwendet werden. Die Leute machen da ganz gut mit und bis jetzt sind auch die Zuschauerzahlen gleich geblieben, aber wenn sich die Regeln bis zum Rückrundenstart nicht ändern, müssen wir schauen, wie es sich entwickelt.“

Uli Habl (1. Abteilungsleiter SB Chiemgau Traunstein):

„Ich finde die Einschränkungen schon etwas konfus und auch nicht ganz nachvollziehbar, weil ja alles im freien stattfindet, wo die Ansteckungsgefahr nicht so groß ist. Aber ich möchte ehrlich gesagt auch nicht in der Haut der Entscheidungsträger stecken, sie müssen nun mal etwas machen, und das ist auf keinen Fall einfach. Wir fügen uns dem ganzen und haben auch keine Probleme bei der Umsetzung. Wir haben genug Personal, um alle Regeln einzuhalten und bisher hat alles sehr gut funktioniert. Die Zuschauer kommen trotzdem, auch zu den Testspielen, also machen wir das beste daraus.“   

Robert Madl (1. Abteilungsleiter SV Mehring): 

„Es ist meiner Meinung nach ein absoluter Wahnsinn, für Sport im Freien ist es wirklich nicht notwendig solche Regeln zu erlassen. Irgendwann muss man auch mal aufhören, es wird alles auf dem Rücken der Vereine ausgetragen. Wie sollen wir den so einen Aufwand stemmen, das können wir einfach nicht gewährleisten. Sonst kann man doch auch fast überall ohne einen Test hin, aber beim Fußball braucht man einen. Da kommen dann auch viele Zuschauer nicht mehr, weil sie keine Lust haben, sich vorher noch testen zu müssen, nur um sich gemütlich ein Spiel anschauen zu können. Das kann so auf die Dauer nicht weitergehen.“  

Markus Dinkler (1. Abteilungsleiter SV Saaldorf):

Ich finde, man könnte sich diese Regeln einfach sparen, wenn eh alle im Freien stehen. Die Leute verteilen sich ja von selbst auf der Anlage, niemand stellt sich dicht gedrängt hin. Ich bin aber natürlich kein Mediziner, das ist nur meine Einschätzung. Wenn die Vorschriften so bleiben, müssen wir damit klarkommen und es so durchführen. Unsere Kontrollen funktionieren, es wird mit 2G-Plus nur wahrscheinlich etwas länger dauern, wobei dann mit Sicherheit auch weniger Besucher kommen werden, weil der Aufwand vielen zu groß sein wird.“

Karl Haas (1. Abteilungsleiter SV Söllhuben):

„Für uns ist 2G-Plus eigentlich kaum umsetzbar. Wir haben ein offenes Sportgelände, wir versuchen mit Absperrungen zwar schon, dass die Zuschauer nur bei unserem Sportheim hereinkommen, aber das klappt auch nicht immer. Das funktioniert vielleicht in den höheren Ligen mit den abgeschlossenen Stadien, aber nicht bei uns. Was ich besonders komisch finde ist, dass bei uns im Biergarten des Sportheims die 2G-Regel gilt, wenn man dann aber auf dem Fußballplatz das Spiel anschauen will, gilt dann 2G Plus, das ist der absolute Wahnsinn. Wie soll man das den Leuten denn noch verständlich machen? Da werden dann einige auf das Spiel verzichten, was für uns wieder weniger Einnahmen und schlechtere Stimmung bedeutet. Auch was den Datenschutz angeht, finde ich es bedenklich, dass wir uns von den ganzen Leuten die Daten anschauen sollen.“

Andreas Niedermeier (1. Abteilungsleiter SV Ostermünchen)

„Corona ist grundsätzlich ein sehr heikles Thema. Wir werden uns immer an die aktuellen Vorgaben halten, jedoch ist die Kontrolle der Tests bei Zuschauern, vor allem bei kleineren Vereinen, allgemein schwierig und sehr aufwändig umzusetzen - sowohl bei 2G+, 2G oder 3G. Der Leidtragende wären wir, sollte uns jemand durch die Lappen gehen und kontrolliert werden. Im Sinne des Vereins möchten wir niemanden ausgrenzen. Daher empfinde ich eine 3G-Regelung unter Einhaltung der coronabedingten Vorschriften als angemessen in der aktuellen Situation. Da zudem die Spiele im Außenbereich stattfinden, besteht genügend Platz, um Mindestabstände einzuhalten. Dies wäre auch für den Verein logistisch besser zu kontrollieren und zu organisieren. Schlussendlich hoffe ich, dass sich bis zum Rückrundenstart die Situation entspannt und die Vorschriften sich gelockert haben.“

Thomas Leppert (1. Abteilungsleiter SB DJK Rosenheim)

„Wenn die Regeln so bleiben, wie sie jetzt sind, wird uns das hart treffen. Der Aufwand, der dann vor allem von den ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet werden muss, ist brutal. Auf unserem riesigen Gelände mit mehreren Sportarten wird es sehr schwer den Überblick zu behalten. Für uns werden es dann wahrscheinlich Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit, weil es den Leuten den Aufwand einfach nicht wert sein wird. Mir fehlt da einfach die Verhältnismäßigkeit. Die Jugendfußballer dürfen bei uns mit den Tests aus der Schule trainieren, aber die Landesligaspiele dürfen sie nicht anschauen. Die Eltern dürfen nicht beim Training oder bei den Spielen ihrer Kinder dabei sein, weil sie sich dann testen müssten. Zusätzlich dazu fallen uns auch noch die Zuschauereinnahmen, die wir durch die Tickets und die Verpflegung generiert hätten. Unsere Hoffnung wäre eine 2G-Regelung und dass die Schülerreglung auch für die Ligaspiele gilt, aber ob das erfüllt wird, müssen wir sehen.“ 

tb