Die Stadt Burghausen signalisiert Bereitschaft: Spielt Türkgücü in der Wacker-Arena?

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Jubeln auf der Burghauser Westtribüne künftig Türkgücü-Fans?
  • vonMichael Buchholz
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Seit dem Abstieg 2014 gibt es in der Wacker-Arena keinen Profi-Fußball mehr, aber das könnte sich im Herbst dieses Jahres ändern: Der designierte Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München könnte nämlich seine Heimspiele in Burghausen austragen.

Burghausen - Die Stadt Burghausen signalisiert als Stadion-Eigentümer Bereitschaft für Drittliga-Fußball in Burghausen.  Das käme dann zustande, wenn Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München seine Heimspiele in Burghausen austragen würde.

Absagen aus Ingolstadt, Augsburg und Unterhaching

„Wir stehen der Sache aufgeschlossen gegenüber “, sagt Werner Lechner, Geschäftsstellenleiter der Stadt Burghausen. Die Spielstätten-Problematik begleitet Türkgücü München schon seit Monaten, ist doch das Wunschstadion an der Grünwalder Straße schon mit den Drittligisten TSV 1860 München und FC Bayern München II belegt und stünde dem Regionalliga-Spitzenreiter nur sporadisch zur Verfügung.

Im Olympiastadions wurde  seit 15 Jahren nicht mehr Fußball gespielt

Spielt Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München nächste Saison in der Wacker-Arena in Burghausen?

Nach Absagen aus Ingolstadt, Augsburg und Unterhaching musste sich Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny also auf die Suche nach alternativen Spielstätten machen und so wurde nach Gesprächen mit der Stadt München eine Wiederbelebung des Olympiastadions ins Spiel gebracht, in dem seit 15 Jahren nicht mehr Fußball gespielt wird. Die Problematik dabei: Auch das Olympiastadion, in dem zu normalen Zeiten viele Konzert vor zigtausenden Fans stattfinden, steht nicht uneingeschränkt zur Verfügung. Und genau an diesem Punkt tritt nun Burghausen, aber auch angeblich Würzburg, auf den Plan.

Wacker-Arena stünde für Türkgücü uneingeschränkt zur Verfügung

Die Wacker-Arena, die sich im Besitz der Stadt Burghausen befindet, wäre für Türkgücü eine Spielstätte, die uneingeschränkt zur Verfügung steht, so wie es der DFB fordert. Eine Kollision mit den Heimspielen von Regionalligist Wacker Burghausen droht dabei nicht. Lechner: „Die Verbände haben bereits signalisiert, dass die Spielpläne so abgestimmt werden, dass Burghausen und Türkgücü nicht an einem Wochenende Heimspiele austragen, sondern versetzt.“

Entscheidung wohl nicht mehr in dieser Woche

Ob Burghausen nun den Zuschlag bekommt, wird wohl in dieser Woche nicht mehr entschieden. Unabhängig von aktuellen Genehmigungsvorbehalten und den schwer einschätzbaren Wunschvorstellungen von Türkgücü-Präsident Hasan Kivran böte die Wacker-Arena als ehemaliges Zweitligastadion auf jeden Fall die infrastrukturellen Voraussetzungen.

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