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TSV-Trainer Pritzl: „Die Tabelle lügt nicht”

Bad Endorf steckt mitten im Abstiegskampf: Das sind die Gründe für die Talfahrt

Bilder vom Spiel zwischen dem TSV Bad Endorf und dem TSV Siegsdorf.
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„Wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln“, mahnt Bad Endorfs Trainer Franz Pritzl.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Der TSV Bad Endorf steckt in einer handfesten Ergebniskrise und befindet sich spätestens seit der 1:3-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den bis dato Tabellenletzten TSV Otterfing im Abstiegskampf in der Bezirksliga Ost. beinschuss.de hat mit Cheftrainer Franz Pritzl über die Gründe für die schwache Hinrunde gesprochen.

Bad Endorf - Der TSV Bad Endorf kassierte aus 14 Spielen bereits neun Niederlage und belegt mit 15 Punkten einen Abstiegs-Relegationsplatz in der Bezirksliga Ost. Besonders bitter: die vergangenen drei Spiele gingen allesamt gegen direkten Konkurrenten aus dem Tabellenkeller verloren. “Die Tabelle lügt nicht und für die aktuelle Lage gibt es keine Ausreden”, sagt Endorfs Trainer Pritzl im Gespräch mit beinschuss.de. “Wir müssen jetzt alle gemeinsam die Ärmel hochkrempeln und alles geben, um wieder Punkte einzufahren.”

Umbruch und viele Urlauber sorgten für einen schwierigen Saisonstart

Angesprochen auf die Gründe für die Talfahrt gibt Pritzl zu, dass er bereits im Sommer ahnte, dass es keine leichte Saison werden würde. “Als ich die Urlaubsplanung meiner Jungs für den August gesehen habe, war mir klar, dass es gegen Abstieg gehen wird”, so der Übungsleiter. “Da viele Spieler zu unterschiedlichen Zeiten nicht da waren, haben wir Zeit gebraucht, bis sich die Mannschaft findet.”

Dabei zeigt Pritzl auch Verständnis für seine Spieler: “Nach dem langen Corona-Lockdown kann man es keinem übeln nehmen, wenn er in den Urlaub fahren will.” Hinzu kam vor dem Saisonstart noch ein Umbruch im Team, mit Andreas Garhammer hörte ein erfahrener Spieler auf, geblieben ist eine junge Mannschaft.

Pritzl sieht in dem 7:1-Kantersieg gegen Westerndorf einen Knackpunkt

Doch trotz dieser Umstände starteten die Kurorttruppe mit zwei Siegen in die Spielzeit. “Die waren etwas glücklich”, gibt Pritzl zu. Im Laufe der Hinrunde konnte sich das Team nach der Urlaubszeit aber weiter nicht wirklich finden, denn es kamen immer wieder verletzte, die teilweise länger ausfallen, und kranke Spieler hinzu. “Wir mussten bereits einige Trainingseinheiten absagen, weil sich zu viele Spieler aus unterschiedlichen Gründen an diesen Tagen abgemeldet haben”, so der TSV-Trainer weiter. “Zudem mussten die Jungs nach einem Urlaub oder einer Verletzung schnell wieder einsteigen und waren direkt wieder gefordert, um das Fehlen einige Spieler aufzufangen.“

Für Pritzl gab es im Laufe der Hinrunde zwei Knackpunkte, einer davon war die 1:3-Niederlage gegen Saaldorf am 3. Spieltag. “Da haben wir etwas unglücklich verloren”, so der Cheftrainer. “Der Zweite war gegen Westerndorf, wo wir 7:1 gewinnen und trotz einiger fehlender Spieler sehr überlegen waren.” Dies schien nach Aussage des Coaches keine gute Wirkung auf das Team gehabt zu haben: “Da hat sich offenbar der ein oder andere gedacht, dass geht mit links und ist etwas abgehoben.”

Die Jungs scheinen es jetzt realisiert zu haben, dass wir gegen den Abstieg kämpfen.

Pritzl kann der Niederlage gegen Otterfing etwas positives abverlangen.

Nach dem Derby gegen den SVW gewann Bad Endorf zwar gegen die U23 des TSV Buchbach, verlor aber auch drei Spiele gegen direkte Konkurrenten aus dem unteren Tabellendrittel. Darunter auch eine deutliche 0:4-Niederlage gegen den SC Baldham-Vaterstetten. “Wir haben uns in diesen Spielen kaum Torchancen erarbeitet, waren nicht zweikampfstark genug und haben keine Gegenwehr geleistet”, ärgert sich Pritzl.

Zwar gab es am vergangenen Wochenende gegen den bis dahin Tabellenletzten TSV Otterfing eine Pleite, doch diese scheint Pritzl etwas Zuversicht gegeben zu haben. “Die Jungs scheinen es jetzt realisiert zu haben, dass wir gegen den Abstieg kämpfen. Sie haben eine Trotzreaktion gezeigt, denn da war Kampfgeist da und eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. Leider haben wir jede Menge hochkarätige Torchancen vergeben, da haben wir die Seuche am Fuß aktuell.”

“Wir sind voll dabei und auf Tuchfühlung“

Drei Spiele steht für das Team aus dem Kurort noch bis zur Winterpause auf dem Programm, dabei geht es gegen die SG Reichertsheim-Ramsau-Gars, gegen Langengeislingen (“Da stehen wir unter Druck”) und gegen den SV Saaldorf. Und das das rettende Ufer ist mit einem Punkt Abstand für Bad Endorf noch in Sicht. “Wir sind voll dabei und auf Tuchfühlung. Die Qualität im Kader ist zweifelsfrei da, wir müssen nur endlich anfangen wieder Punkte zu holen”, betont Pritzl und appelliert an den Zusammenhalt: “Wir schaffe das nur gemeinsam und dürfen nicht aufgeben!”

Mit 36 Punkte sei der Klassenerhalt möglich, meint der TSV-Coach. Damit fehlt den Kurorttruppe noch 21 Punkte. “Wenn wir keine Punkte holen, dann muss man sich wirklich Gedanken machen, ob die Zusammenarbeit noch Sinn macht. Denn auch als Trainer macht man sich seine Gedanken”, so Pritzl, der aber auch schon auf die Zeit nach dem Winter blickt. “Wir müssen ansonsten alle Kräfte bündeln und in der Rückserie noch einmal richtig angreifen.”

Noch sind aber drei Spiele für den TSV Bad Endorf zu spielen, um sich zum Ende des Jahres noch auf einen Nichtabstiegsplatz zu retten.

ma

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