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Interview vor dem wichtigen Heimspiel gegen Dachau

Wasserburgs neuer Trainer Pongratz: „Man spürt die Verunsicherung in der Mannschaft“

Matthias Pongratz übernimmt die die Wasserburger Löwen als Trainer.
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Matthias Pongratz will gegen Dachau den ersten Sieg als Wasserburger Cheftrainer einfahren.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Wichtiges Heimspiel für die Wasserburger Löwen: am Freitagabend gastiert mit dem TSV Dachau ein direkter Konkurrenten in der Altstadt. Im Interview mit beinschuss.de verrät der neuen Löwen-Trainer Matthias Pongratz seinen ersten Eindruck der Mannschaft und wie er die Mission Klassenerhalt erreichen will.

Wasserburg am Inn - Der überraschende 3:2-Erfolg gegen das Top-Team SV Donaustauf gab den Wasserburger Löwen nicht den erhofften Rückenwind.

Pongratz war die Wunschlösung als Trainer der Wasserburger Löwen

Zwar gab es im darauffolgenden Spiel ein 1:1-Remis gegen Türkspor Augsburg, doch im Kellerduell beim Tabellenschlusslicht VfB Hallbergmoos setzte es vergangene Woche eine 0:1-Niederlage. Damit war das Debüt vom neuen Cheftrainer Matthias Pongratz, der das Team nach dem Rücktritt von Niki Wiedmann übernommen hatte, nicht geglückt.

Pongratz war die Wunschlösung der Wasserburger Verantwortlichen. Ihm soll nun die Mission Klassenerhalt, die Löwen belegen derzeit mit 18 Punkten einen Relegationsplatz, gelingen. Für den 50-Jährigen keine unbekannte Aufgabe, übernahm er bereits den TSV 1860 Rosenheim und den Sportbund Rosenheim in ähnlicher Situation. Bei den Sechzigern gelang es ihm die Klasse zu halten, beim SBR konnte er den Gang in die Landesliga nicht mehr verhindern.

Pongratz: „Es sind gute Charaktere und Typen in der Mannschaft“

beinschuss.de hat vor dem wichtigem Heimspiel am Freitagabend gegen den TSV Dachau, der knapp über dem Strich steht, mit Pongratz über seine neue Aufgabe, den ersten Eindruck von der Mannschaft und seine Ansätze für die Trendwende gesprochen.

Hallo Matthias, was waren für dich die Gründe das Traineramt bei den Wasserburger Löwen zu übernehmen?

Matthias Pongratz: Ich hatte sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen. Zudem gefällt mir die Philosophie des Vereins, der dazu noch ein sehr gutes Image hat. Die Bayernliga ist auch eine interessante Liga. Mir war aber von Beginn an natürlich bewusst, was auf mich zukommt und dass dies eine schwere Aufgabe wird.

Wie war der erste Eindruck von der Mannschaft?

Pongratz: Der war durchwegs positiv. Es sind gute Charaktere und Typen in der Mannschaft und die Stimmung ist sehr gut.

„Die Köpfe der Spieler sind nicht frei, sie denken zu viel nach

Pongratz über die Verunsicherung in der Mannschaft.

Dein Debüt war nicht von Erfolg gekrönt und ging mit 0:1 gegen Hallbergmoos verloren. Was waren für dich die Gründe für die Niederlage?

Pongratz: Wir standen in der Defensive gut, leider war die erste Chance des Gegners gleich ein Tor. Und vorne müssen wir noch an unserer Chancenverwertung arbeiten. Man spürt dabei die Verunsicherung in der Mannschaft, die sich allen voran im Spiel nach vorne bemerkbar macht. Die Köpfe der Spieler sind nicht frei, sie denken zu viel nach. Das ist aber in einer solchen Phase nichts ungewöhnliches. Es gingen wichtige Spieler vor der Saison und viele aus dem aktuellen Kader sind auch noch verletzt. Das macht es nicht einfacher.

Welche Ansätze hast du, um die Verunsicherung in der Mannschaft zu lösen?

Pongratz: Wir brauchen auf der einen Seite natürlich dringend ein Erfolgserlebnis. Dazu kommt ein gutes Training und viele Gespräche. Die Spieler haben aber die Situation angenommen und sind sich bewusst, dass es gegen den Abstieg geht. Ich sage es immer wieder: Das ist normal in solch einer Liga, dass es mal eine Saison gibt, in der um den Klassenerhalt geht.

Du hast die Verletztenmisere bereits angesprochen. Kommt da nun Licht ins Dunkle?

Pongratz: Nein, ganz im Gegenteil. Gegen Dachau am Freitag fehlen mir mit Matthias Heiß und Maxi Hain gleich zwei wichtige Innenverteidiger. Außerdem haben unter mir Bruno Ferreira Goncalves und Michael Neumaier noch nicht ein einziges Mal trainiert. Das wären zwei wichtige Spieler für die Offensive.

Wir müssen in der Defensive gut stehen und wenig Gegentore zulassen.

Pongratz über seine erste Ansätze als Trainer bei den Wasserburger Löwen.

Wie lautet die Zielsetzung bis zur Winterpause?

Pongratz: Eine genaue Punktevorgabe gibt es nicht, aber allen ist klar, dass wir dringend punkten müssen. Wir haben bis zum Jahresende nur noch wichtige Spiele vor uns. Mir geht es jetzt erst einmal darum, den Verein und die Spieler kennenzulernen. Auf wen kann ich mich verlassen, welcher Spieler ist wo am besten einzusetzen. Und dann herauszufinden, welches System am besten zu der Mannschaft passt.

Viel Zeit ist dafür aber nicht vorhanden.

Pongratz: Ja das stimmt. Natürlich hätte ich lieber sechs Wochen Vorbereitungszeit, aber die haben wir jetzt nicht. Es sind jetzt die Tugenden gefragt, die man im Abstiegskampf braucht. Zudem muss in einer solch hohen Liga immer ein Rädchen ins andere greifen, damit man Erfolg hat. Das ist oft ein schmaler Grad. Es geht jetzt darum, dass wir in der Defensive gut stehen und so wenig Gegentore wie möglich zulassen. Und dann muss das Spiel mit Ball in Zukunft stärken werden. 

Wie viele Punkte sind deiner Meinung nach nötig, um die Liga sicher zu halten?

Pongratz: Ich gehe davon aus, dass wir mindestens 40 Punkte benötigen.

Am kommenden Freitag steht das nächste wichtige Spiel auf dem Programm. Dann geht es im Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten TSV Dachau. Wie gehst du dieses Spiel?

Pongratz: Es wird keine großen Veränderungen am Spielsystem im Vergleich zu Hallbergmoos geben. Wir haben unter der Woche gut trainiert. Wenn wir unsere Qualität auf den Platz bringen, dann haben wir gute Chancen gegen Dachau einen oder auch drei Punkte zu holen.

Matthias Pongratz, vielen Dank für das Interview.

ma

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