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Der Stürmer kommt vom Kreisklassisten TSV Neumarkt-St. Veit

Wasserburgs Neuzugang Reiter im Interview: „Ich traue mir die Bayernliga zu“

Georg Reiter vom TSV Neumarkt-St. Veit
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Georg Reiter wechselte vom TSV Neumarkt-St. Veit in die Bayernliga zum TSV 1880 Wasserburg.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Am Dienstag wurde bekannt, dass die Wasserburger Löwen Stürmer Georg Reiter verpflichten, der in der Hinrunde 19 Saisontore für den Kreisklassisten TSV Neumarkt-St. Veit erzielte. beinschuss.de sprach mit dem 22-Jährigen über seine Zeit in Neumarkt, den Wechsel und seine Ziele in Wasserburg sowie die Umgewöhnung an die Bayernliga.

Neumarkt-St. Veit/Wasserburg am Inn - Der TSV Neumarkt-St. Veit verliert zur Winterpause seinen Top-Torjäger. Georg Reiter, der für den Kreisklassisten in dieser Saison bereits 19 Saisontore erzielte, verlässt den TSV und wechselt in die Bayernliga Süd zum TSV 1880 Wasserburg.

Georg Reiter spielte bereits beim FC Töging in der Landesliga

Bereits beim FC Töging sammelte der 22-jährige Angreifer erste Erfahrungen im höherklassigen Amateurfußball. In der Saison 2017/18 stürmte Reiter für den FC Töging und kam dort auf 21 Spiele in der 2. Mannschaft in der Kreisliga und auf vier Einsätze in der Landesliga Südost. “Dort hat es mir aber am Ende nicht gefallen, deshalb bin ich nach Neumarkt zurückgekehrt. Die Zeit in Töging bereue ich aber nicht, die war für meine Entwicklung enorm wichtig”, sagt Reiter im Gespräch mit beinschuss.de.

Nach knapp drei Jahren im Herrenbereich in Neumarkt versucht es der Angreifer also noch einmal höherklassig. Im Interview mit beinschuss.de verrät Reiter, wie es zu dem Wechsel kam und warum er sich für Wasserburg und nicht für einen anderen Verein entschieden hat. Zudem spricht er über seinen Abschied aus Neumarkt und seine Ziele bei den Löwen.

„Wasserburg hat sich einfach enorm um mich bemüht.“

Georg Reiter über die Gründe für den Wechsel zum Bayernligisten

Hallo Georg, du sitzt aktuell wegen einer Covid-Infektion in Quarantäne. Wie geht es dir?

Georg Reiter: Ich bin zum Glück mittlerweile ohne Symptome. Zu Anfang hatte ich mit Schüttelfrost und Fieber zu kämpfen, danach waren es aber nur noch Erkältungssymptome. Das war schon ordentlich, und das, obwohl ich doppelt geimpft bin.

Du hast durch zahlreiche Tore in Neumarkt auf dich aufmerksam gemacht. Jetzt wurde deine Wechsel zu den Wasserburger Löwen bekannt. Wie kam es zu dem Transfer?

Reiter: Anfang November des vergangenen Jahres hat mich Wasserburg bereits mehrfach beobachtet und dann hat sich Abteilungsleiter Kevin Klammer bei mir gemeldet und angefragt, ob ich mir einen Wechsel vorstellen könnte. Aufgrund der größeren Distanz habe ich ihm zunächst abgesagt. Er hat aber dennoch ein persönliches Treffen vorgeschlagen mitsamt dem Trainerteam. Die Gespräche waren dann richtig gut und ich wurde kurz vor Weihnachten noch zu einem Training mit einigen Spielern eingeladen. Das gab dann den Ausschlag, trotz andere Angebote aus Erlbach und Buchbach beispielsweise.

Welche Faktoren haben dich am Ende von Wasserburg überzeugt?

Reiter: Wasserburg hat sich einfach enorm um mich bemüht. Neben den guten Gesprächen war es einfach toll zu sehen, dass sich einige Spieler extra nur für mich kurz vor Weihnachten für das Training Zeit genommen haben. Ich habe dann schnell gemerkt, wie nett alle sind, wie groß die Kameradschaft und die Atmosphäre in diesem Verein ist. Dann war auch die Entfernung nebensächlich.

Wann hast du die Entscheidung pro Wasserburg getroffen?

Reiter: Die ist mir wirklich sehr schwergefallen, ich konnte einige Nächte nicht richtig schlafen. Ich habe mir Rat bei meinem Vater, Bruder und Cousin geholt und wir haben lange darüber geredet. Am Ende hat dann das Bauchgefühl den Ausschlag gegeben. Kurz vor Weihnachten habe ich dann den endgültigen Entschluss gefasst, nach Wasserburg zu gehen.

„Ex-Trainer Franz Berger hat mich enorm weiterentwickelt.“

Reiter über seine Zeit beim TSV Neumarkt-St. Veit.

Drei Jahre lang hast du beim TSV Neumarkt-St. Veit im Herrenbereich gespielt. Warum bist du jetzt im Winter diesen Schritt in einer neuen Liga gegangen?

Reiter: Dafür gibt es mehrere Faktoren. Unser Ziel war der Aufstieg, doch dieser scheint in dieser Saison nicht mehr möglich zu sein. Zudem war die Trainerposition in diesem Winter lange nicht geklärt. Deshalb habe ich für mich entschieden, auf mich zu schauen und den nächsten Schritt zu gehen. Natürlich tut es auch weh, denn ich kenne alle Jungs dort lange und habe mit guten Freunden zusammen gespielt.

Wie lautet deine Bilanz aus diesen drei Jahren?

Reiter: Mein Ziel mit dem Verein war es, in die Kreisliga aufzusteigen. Deshalb habe ich bereits im vergangenen Sommer einige Angebote ausgelassen. Leider ist uns das als Team letztlich nicht gelungen. Aber unter Ex-Trainer Franz Berger habe ich mich persönlich, aber auch das ganze Team enorm weiterentwickelt. Er hat uns alle vorangebracht. Leider hat er im Sommer nach drei Auftaktniederlagen seinen Rücktritt erklärt.

Auf dem Blatt Papier ist der Sprung aus der Kreisklasse in die Bayernliga groß. Wie siehst du das?

Reiter: Natürlich ist das ein risikoreicher Schritt, aber ich muss ihn gehen, sonst bereue ich es vielleicht irgendwann einmal oder es ist zu spät. Ich traue mir die Bayernliga auf jeden Fall zu, ansonsten wäre ich diesen Schritt nicht gegangen. Aber natürlich weiß ich auch, dass ich mich schnell an das neue Niveau gewöhnen muss!

„Komme nicht mit der Erwartung, hier sofort Stammspieler zu sein.“

Reiter will sich in Wasserburg erstmal an die Bayernliga gewöhnen.

In welchen Bereichen glaubst du, musst du dich in der Bayernliga umgewöhnen?

Reiter: Das Tempo und Qualität wird viel höher sein und es braucht eine gute Handlungsschnelligkeit. Dabei geht es auch um eine saubere Ballan- und mitnahme. Das Spiel wird auch lauf- und zweikampfintensiver sein. Zudem sind die Rahmenbedingungen jetzt ganz anders. Jetzt zählt es erstmal, topfit zu werden.

Mit Wasserburg geht es in der Rückserie um den Klassenerhalt. Aktuell steht ihr auf einem Abstiegs-Relegationsplatz. 

Reiter: Das stimmt. Es zählt jeder Punkt und wir dürfen uns nicht viele Niederlagen erlauben.

Mit Sicherheit sollst auch du mit deinen Toren helfen, oder?

Reiter: Ich mache mir keinen Druck und ich komme nicht nach Wasserburg mit der Erwartung, hier sofort Stammspieler zu werden. Auch die Verantwortlichen erwarten von mir jetzt nicht gleich drei Tore pro Spiel. Sie wollen mich aufbauen und eine Entwicklung sehen. Sollte mir aber der Sprung in die Startelf gelingen und ich der Mannschaft mit meinen Toren helfen wichtige Punkte zu holen, dann wäre ich wahnsinnig stolz darauf.

Am Freitag startet ihr in die Vorbereitung auf die Rückserie in der Bayernliga Süd. Wirst du beim Auftakt dabei sein und wie gehst du das Training nach der Corona-Erkrankung an?

Reiter: Das wird man sehen, aber ich werde es vorsichtig angehen. Ich möchte es nicht übertreiben, um dann eventuell zwei Wochen raus zu sein. Ich werde das die Tage mit dem Trainer besprechen und mich auch ein wenig selber herantasten. Klar ist aber auch, dass ich eine gute und hoffentlich verletzungsfreie Vorbereitung absolvieren möchte.

Das wünschen wir dir auch und einen guten Start bei den Wasserburger Löwen. Georg Reiter, vielen Dank für das Interview.

ma

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