Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Joker schlägt in der Nachspielzeit zu

Michael Barthuber trifft in der 94. Minute: Wasserburg holt gegen Dachau einen Punkt

Der 2:2-Ausgleich durch Wasserburgs Joker Michael Barthuber, der mit seinem Tor in der 94. Minute wenigstens einen Punkt sicherte.
+
Der 2:2-Ausgleich durch Wasserburgs Joker Michael Barthuber, der mit seinem Tor in der 94. Minute wenigstens einen Punkt sicherte.

Die Heimniederlage für Wasserburgs Bayernliga-Fußballer schien besiegelt. Es lief die 94. Minute, die Löwen lagen 1:2 im Rückstand, doch dann schlug der Joker zu.

Wasserburg ‒ Die Löwen und die Schlussphase. Einst war dies eine innige Liebesbeziehung. Die langjährigen Fans schwelgen noch heute in Erinnerungen an ganze späte Siege. Auf dem Weg von der Kreisklasse bis zur Bezirksliga war sogar vom Last-Minute-Meltl die Rede, da besagter Stürmer den Ball bei Bedarf auch mal mit dem Schienbein über die Linie drückte.

Die „alte Liebe“ wieder aufgewärmt

Legendenbildung par excellence. In dieser Spielzeit jedoch standen die Innstädter vor allem mit der Nachspielzeit auf Kriegsfuß. Zu oft mussten sie späte Gegentreffer hinnehmen. Am Freitagabend wurde die alte Liebe wieder aufgewärmt, denn Michael Barthuber erzielte in der 94. Minute gegen Dachau 65 das dringend benötigte 2:2.

Da ist der Ball über der Linie: Der Ausgleichstreffer von Michael Barthuber (hinten am Boden) in der 94. Minute.

Das eminent wichtige Heimspiel gegen Dachau lief wie so viele Spiele dieser Saison: Die Löwen mussten einem Rückstand hinterherlaufen. Nach einer viertelstündigen Abtastphase erzielte Mario Maric nach einer Ecke von Orkun Tugbay am kurzen Pfosten mit der Hacke das 1:0 (16.).

Mit purer Willenskraft und Leidenschaft

Der TSV 1865 Dachau steckt zwar auch im Abstiegskampf, verfügt aber über eine Offensivabteilung, die sich in der Liga vor kaum einer Mannschaft verstecken muss. Akteure wie Daniel Leugner und Tugbay ließen den Ball gepflegt laufen, über links stürmte Marcel Kosuch in einem Tempo, das die Zeichentrickfigur Road Runner vor Neid erblassen ließe, und vorne spitzte Maric die Angriffe zu.

Mit purer Willenskraft und Leidenschaft stemmten sich die Löwen gegen diese Offensivpower und kamen ihrerseits zu Chancen. So verpasste Marko Dukic mit einem Schlenzer knapp den Ausgleich (19.) und einige Kopfbälle nach Eckbällen verpassten haarscharf ihr Ziel.

Wasserburgs Torhüter Dominic Zmugg verhinderte in der Schlussphase den 1:3-Rückstand.

So musste es der Mann für die besonderen Schüsse richten: Michael Denz. Der Hüne erzielte wie schon gegen Donaustauf ein famoses Tor aus 30 Metern (28.). Nun drängte Wasserburg auf die Führung, Dukic blieb bei seinem Alleingang jedoch an der letzten Slalomstange hängen. Ungünstigerweise war dies Schlussmann Maximilian Mayer, ansonsten hätte der Stürmer den Ball ins leere Tor geschoben.

Erneute Führung für die Gäste

Nach dem Seitenwechsel ging Dachau nach einer Ecke abermals in Führung, als Leugner einen zu kurz abgewehrten Ball wieder in den Sechzehner drosch und Maric entscheidend die Richtung veränderte (52.). Wäre dies der Endstand gewesen, hätten die Löwen ein Fernrohr gebraucht, um Dachau in der Tabelle zu erspähen. Daher drückte die Mannschaft von Matthias Pongratz vehement auf den Ausgleich und kam durch Dukic (63. und 69.) sowie Maxi Höhensteiger (73.) zu ausgezeichneten Möglichkeiten.

Sensationelle Parade von Dominic Zmugg

Dass es am Ende für einen Punktgewinn reichte, war zunächst aber Dominic Zmugg zu verdanken. In der 81. Minute parierte der Torhüter eine Direktabnahme von Oliver Wargalla sensationell und hielt seine Mannschaft so im Spiel. Jeder der knapp 400 Fans im Stadion, darunter zahlreiche Freunde vom SV Oberndorf, konnte sehen, dass die Löwen wollten, dass sie alles gaben. Daher war der Ausgleich durch den eingewechselten Michael Barthuber spät, aber verdient. Dukic hatte auf den Joker durchgesteckt und dieser vollstreckte am Fünfmeterraum durch die Beine von Mayer (94.).

Ein Punkt für die Moral

Dieser Punkt der Moral hält die Hoffnungen der Löwen und ihrer Anhänger am Leben. Die Aufgaben werden allerdings nicht leichter. Nächste Woche wartet der Tabellenführer.

Wasserburg: Zmugg, Grübl (ab 72. Kononenko), Knauer, Kokocincki, Weber, Lacazette, Höhensteiger, Köhler (ab 77. Barthuber), Denz, Simeth (ab 72. Vorderwestner), Dukic

Tore: 0:1 Mario Maric (16.), 1:1 Michael Denz (28.), 1:2 Mario Maric (52.), 2:2 Michael Barthuber (94.)

Zuschauer: 385 jah

Mehr zum Thema

Kommentare