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1:1-Unentschieden bei Nürnbergs Reserve

Trotz Lob vom Gegner: Am Ende nur ein Punkt für Regionalligisten 1860 Rosenheim

Nürnbergs Tim Latteier läuft Rosenheims Christoph Fenninger (links) davon, der Spielverlauf sprach aber eine andere Sprache.
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Nürnbergs Tim Latteier läuft Rosenheims Christoph Fenninger (links) davon, der Spielverlauf sprach aber eine andere Sprache.

Lob vom gegnerischen Trainer, ein Tor vom Rosenheimer Kapitän gegen seinen Ex-Verein und trotzdem reichte es für den Fußball-Regionalligisten 1860 Rosenheim nicht zu einem Sieg. Immerhin nahmen die Sechziger aus Nürnberg einen verdienten Punkt mit.

Von Florian Zenger

Nürnberg – Die Vokabel „ausgerechnet“ hat im Fußballjargon ihren ganz besonderen Klang. Seit Ernst Huberty 1970 das Tor des Italien-Legionärs Karlheinz Schnellinger gegen seine Wahlheimat im WM-Halbfinale mit „ausgerechnet Schnellinger“ kommentierte, findet sie immer dann ihren Einsatz, wenn ein Spieler gegen seinen Ex-Verein trifft. Nun war das Spiel des TSV 1860 Rosenheim bei der Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg kein WM-Halbfinale, sondern nur ein eher durchschnittlicher Regionalligakick. Aber auch das 1:1-Unentschieden hatte seinen „Ausgerechnet“- Moment.

Christoph Wallner erzielte am Valznerweiher, wo er zwei Jahre lang für den „kleinen Club“ gespielt hatte, ein Tor für den TSV 1860 Rosenheim. Der Innenverteidiger hatte in der 22. Minute nach einer Ecke von Sascha Marinkovic den Ball per Kopf sehenswert neben den langen Pfosten gesetzt.

„Tut schon gut“

„So ein Tor gegen den Ex-Verein tut schon gut“, gab der Kapitän der Rosenheimer nach der Partie zu, „erst recht, wenn man wie ich, nur selten Tore schießt.“ Als Wallner das Tor köpfte, war das Schlusslicht der Regionalliga Bayern bereits in Rückstand. Nach 18 Minuten hatte Lukas Schleimer – einer von fünf aus dem Club-Profikader – einen langen Schlag von Torwart Jan Reichert aufgenommen und bis zur Grundlinie gelaufen. Von da gab Schleimer zurück in die Mitte, wo David Siebert nur einschieben musste.

Dass jene beiden beschriebenen Tore die einzigen des Spiels blieben, war nicht unbedingt dem Spielverlauf entsprechend. „Wir hatten die besseren Chancen, da wäre auch ein Sieg verdient gewesen“, meinte Rosenheims Coach Florian Heller nach der Partie und hatte damit nicht Unrecht. Zwar hatten beide Mannschaften über die 90 Minuten gesehen einige Gelegenheiten, die guten Chancen hatten aber vor allem die Rosenheimer: Nach 43 Minuten köpfte Kießling eine mustergültige Flanke von Zander neben das Tor, sechs Minuten nach der Pause jagte Shabani eine Ablage von Zander über das Nürnberger Tor, drei Minuten später rettet Nürnbergs Keeper Reichert gegen den von Marinkovic mit gekonntem Steckpass eingesetzten Fenninger.

Keine zwingenden Club-Chancen

Auf der Gegenseite hatten Schleimer (48.), Bolay (73.) und Sausen (77.) Fernschusschancen, zwingende Gelegenheiten aber nicht. Insgesamt fehlte dem „kleinen Club“ trotz höherer Spielanteile oft die Genauigkeit im letzten Drittel. Genauigkeit war auch bei den Rosenheimern das Problem, allerdings erst im Abschluss: Steinherr köpfte drei Minuten vor Schluss eine Flanke von Kießling zurück in die Mitte. Dort war Marinkovic schneller als Ismail, aber bekam den Fuß nicht kontrolliert genug an den Ball. Die Kugel flog über das Tor. Es blieb beim 1:1.

Die Rosenheimer Mannschaft freut sich über den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer.Sport-/Pressefoto Zink

Club-Trainer Cristian Fiel sprach den Rosenheimern nach der Partie indirekt ein Kompliment aus: „Ich glaube heute müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein, denn es hätte auch keiner sein können. Gerade hinten raus hatten sie einige Chancen, deshalb müssen wir den Punkt so mitnehmen. Es steht aber außer Frage, dass wir uns mehr erhofft hatten.“ Rosenheims Coach Florian Heller lobte seinerseits den Gegner: „Du kannst so eine Mannschaft nicht komplett aus dem Spiel nehmen, Du musst für Dich selbst einen Plan entwickeln, wo Du unangenehm für den Gegner sein willst und der Plan ist total aufgegangen.“ Nur für einen Sieg reichte es am Ende eben dennoch nicht.

Am Dienstag Heimspiel gegen Pipinsried

Drei Punkte wollen sich die Sechziger im Nachhol-Heimspiel am Dienstag, 19 Uhr, gegen Pipinsried holen.

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Rosenheim: Goia – Sattelberger, Wallner, Salkic, Stegemann – Zander, Kießling, Shabani (ab 69. Salihu), Kamuf (ab 60. Steinherr) – Marinkovic, Fenninger (ab 80. Majanovic).

Tore: 1:0 Siebert (18.), 1:1 Wallner (24.).

Schiedsrichter: Hummel (Betzigau).

Zuschauer: 148.

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