„Für ein echtes Spitzenteam fehlen uns noch Cleverness und Routine“

Traunsteins Trainer Rainer Elfinger ist mit der Bilanz seit dem Re-Start nicht unzufrieden.
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Traunsteins Trainer Rainer Elfinger ist mit der Bilanz seit dem Re-Start nicht unzufrieden.

Vor dem Lockdown hatte Rainer Elfinger seine Mannschaft noch einmal zu einem letzten Training zusammengeholt. „Allerdings waren wir nicht mehr komplett, unsere Spieler aus dem Landkreis Berchtesgadener Land durften ja schon nicht mehr mittrainieren“, betont der Trainer des SB Chiemgau Traunstein.

Traunstein– Vor dem Lockdown hatte Rainer Elfinger seine Mannschaft noch einmal zu einem letzten gemeinsamen Training zusammengeholt. „Allerdings waren wir dabei auch nicht mehr komplett, unsere Spieler aus dem Landkreis Berchtesgadener Land durften ja schon nicht mehr mittrainieren“, betont der Trainer des SB Chiemgau Traunstein. Nach der Einheit verabschiedete der Coach dann seine Landesliga-Fußballer vorzeitig in die Winterpause.

Elfinger hätte gerne drei Punkte mehr auf dem Konto gehabt

Elfingers Fazit nach dem Re-Start Mitte September fällt aber positiv aus. „Nach der durchwachsenen Vorbereitung sind wir gut in die Runde reingekommen und haben gut gepunktet“, bilanziert er. Insgesamt spielte der SB Chiemgau sechs Mal und holte dabei zwei Siege (2:1 in Erlbach und 3:2 in Töging) und zwei Unentschieden (jeweils 1:1 in Freising und gegen Waldkirchen). Niederlagen gab es ebenfalls zwei – und zwar gegen Hauzenberg (2:4) und in Grünwald (0:1). Besonders ärgerlich dabei war, dass beide Partien erst in den Schlussminuten verloren gingen. Unter dem Strich hätte der SBC-Übungsleiter gerne drei Punkte mehr auf dem Konto gehabt. So hat der SBC nach 27 Spielen 44 Punkte vorzuweisen und überwintert als Tabellenfünfter. Der Rückstand auf die Spitzenplätze ist auf acht Punkte angewachsen.

„Für ein echtes Spitzenteam fehlen uns einfach noch die Cleverness und die Routine“, macht Elfinger deutlich. Allerdings hat der Coach ohnehin noch nie auf die Tabellenspitze geschielt, sondern seinen Blick eher immer nach unten gerichtet. Deshalb lässt er sich auch nach wie vor nicht zum Klassenerhalt gratulieren. „Wir sind sicherlich in einer komfortableren Situation als einige andere Mannschaften, aber in dieser verrückten Liga ist noch einiges möglich.“ Er versichert aber, „dass wir unsere Hausaufgaben machen werden“. Sprich: In der Vorbereitung soll ein solider Grundstock für den letzten Schritt in dieser Mammutsaison, die ja im Juli 2019 begonnen hatte, gelegt werden. Dafür will Elfinger auch bereits Anfang Januar wieder ins Training einsteigen. „Auf jeden Fall dann mal mit Online-Training“, betont er. Damit habe man Planungssicherheit, „denn das dürfen wir ja sicher durchführen“. Und im Grundlagen- und Ausdauerbereich könne man eben auch online gut arbeiten.

Elfinger bringt zudem seine Hoffnung zum Ausdruck, dass dann ab Februar das Mannschaftstraining wieder möglich sein wird. Testspiele sind in dieser Phase dann wohl eher nicht in großer Anzahl geplant. „Im März soll dann ja eh der Ligapokal gespielt werden.“ Dieser wäre in der Landesliga noch für den November geplant gewesen. Ob und wie der Pokal dann letztlich ausgetragen wird, steht freilich aktuell noch in den Sternen. Fest steht aber schon mal, dass die Saison in der Landesliga Süd am 9./10. April wieder beginnen soll.

Die jungen Spieler werden weiterhin ihre Chance bekommen

Elfinger wagt auch schon einen Ausblick auf die Saison 2021/22. Mit der Integration der Spieler, die aus der U19 aufgerückt sind, habe man eine gute Basis gelegt, zeigte er sich überzeugt. „Sie haben ihre Sache ordentlich gemacht“, freut er sich. „Und sie werden auch täglich besser.“ Zudem wolle er auch im Frühjahr den jungen Fußballern Spielpraxis geben. „Sie haben also weiterhin die Chance, sich zu zeigen.“ Rainer Elfinger rechnet nämlich nicht damit, dass der Verein im Winter auf dem Transfermarkt große Sprünge machen wird. „Das ist immer sehr schwierig“, sagt er. „Im Sommer müssen wir dann aber schauen, wohin die Reise für den Verein gehen soll.“ bst

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