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VIERTELFINAL-GEGNER EC PEITING

Für die Starbulls heißt es: Weg von der Strafbank!

Zum ersten Play-off-Viertelfinale in der Eishockey-Oberliga Süd stehen sich am Dienstag die Starbulls Rosenheim und der EC Peiting gegenüber. Dabei bekommen es die Rosenheimer mit einem Gegner zu tun, der vor allem in Überzahl und Unterzahl bislang besser als die Starbulls war.

Rosenheim– Play-off und Corona – das scheint in der Eishockey-Oberliga Süd nicht ganz zusammenzupassen. Letztes Jahr fiel das Playoff der Pandemie bekanntlich ganz zum Opfer, heuer schien nach einer fast komplett durchgezogenen Punktrunde alles klar – und jetzt sind mit dem Deggendorfer SC und den Blue Devils Weiden plötzlich zwei Teams aus Quarantäne-Gründen weg.

Für die Starbulls Rosenheim heißt es jetzt also umdenken. Statt nach Niederbayern geht es in Bayerns Westen nach Peiting. Ironie dabei: Die Peitinger waren während der Punkterunde gleich dreimal von Quarantäne betroffen, weswegen sie auch mit 29 absolvierten Partien gerade noch so eben über die geforderten 75 Prozent kamen, andernfalls wären sie fürs Play-off disqualifiziert gewesen.

Mehr Punkte, mehr Tore, weniger Gegentreffer

Die Starbulls haben als Tabellendritter in 35 Spielen im Schnitt 2.09 Punkte geholt, also gut einen halben Punkt mehr als Peiting (1.55) als Siebter. Sie haben dabei pro Spiel fast ein Tor mehr geschossen und rund ein halbes weniger kassiert. Sowohl auf eigenem Eis als auch in fremder Halle waren sie das viertbeste Team, Peiting hatte zuhause die sechstbeste, auswärts die siebtbeste Bilanz.

Was allerdings die „Special Teams“ angeht, liegen Welten zwischen den beiden Gegnern – zu Ungunsten der Starbulls! Während Rosenheim in Unterzahl nur auf Platz acht rangiert und sein Powerplay in der Erfolg(losigkeits-)Quote nur von zwei Teams unterboten wird, gehören die Peitinger sowohl in Über- als auch in Unterzahl zu den drei Besten der Liga. Wegbleiben von der Strafbank dürfte für die Starbulls also wichtiger sein als für den Gegner, und das ist Draxinger & Co. in der Punktrunde ganz gut gelungen. Mit 9,2 Strafminuten pro Spiel waren sie das zweitfairste Team der Liga, die Fairsten waren – die Peitinger!

Vier Spieler vom Arbeitgeber ausgebremst

Der ECP, seit über 20 Jahren durchgehend in der Oberliga vertreten, schaffen es traditionell trotz eher geringer Etats, mit dem Abstieg nie zu tun zu haben und meist die obere Tabellenhälfte zu bevölkern. Wenn alles sehr gut läuft, ist auch schon mal (wie vor zwei Jahren) ein Meistertitel in der Oberliga Süd drin. Heuer war kein solch gutes Jahr, allerdings auch bedingt durch die erwähnten Corona-Pausen, die nie einen richtig durchgehenden Rhythmus beim ECP aufkommen ließen. Kurioserweise kamen den Peitingern ebenso wie dem ursprünglichen Starbulls-Gegner Deggendorf ebenfalls während der Saison vier Spieler – unter anderem Dominic Krabbat – „abhanden“, allerdings nicht aus disziplinarischen Gründen. Vielmehr erhielten sie von ihrem Arbeitgeber wegen Corona keine Spielerlaubnis mehr.

Oldie Morris überzeugt noch immer

Bei den Top-Spielern muss man unter anderem den körperlich auffälligsten „Gallier“ nennen: Ty Morris ist mit 37 Jahren zwar nicht mehr der Schnellste, bewies aber mit 25 Assists in 21 Partien immer noch einen genialen Blick für die Situation. Youngster wie Martin Hlozek oder Daniel Reichert spielen eine ähnlich gute Saison wie die Routiniers Simon Maier, Thomas Heger oder Lukas Gohlke. Anker in der Defensive ist der nach längerer Verletzungspause wieder unverzichtbare Kapitän Andreas Feuerecker, und die beiden Legionäre Martin Mazanec (Verteidiger) und der Holländer Nardo Nagtzaam (Center) zählen zu den Besten der Liga auf ihren Positionen. Nagtzaam schaffte es mit 48 Scorerpunkten (zwei mehr als Starbulls-Topscorer Curtis Leinweber) in nur 29 Partien sogar in die Top Ten der Liga!

Die unumstrittene Nummer eins im Tor, Florian Hechenrieder, zählt seit Jahren zu den besten Oberliga-Goalies und hat eine ähnlich Gegentorquote (2.70) und eine um einen Prozentpunkt schwächere Fangquote wie Andreas Mechel (2,72).

Seit vier Wochen kein Spiel mehr

Wo das viel zitierte „Momentum“ in dieser Viertelfinal-Serie liegt, ist schwer zu beantworten.Die Starbulls gewannen nur zwei ihrer letzten fünf Partien, wobei natürlich das souveräne 4:0 in Deggendorf Mut machte. Die Peitinger dagegen haben seit dem 2:4 in Rosenheim am 7. Februar kein Spiel mehr in regulärer Spielzeit verloren, allerdings: Der 3:1-Sieg ebenfalls bei den Starbulls vor vier Wochen (!) war ihr letzter Auftritt. Sind sie jetzt im Vorteil, weil sie ausgeruht in die Serie gehen können, oder ist die fehlende Spielpraxis ein entscheidender Nachteil? Diese Woche wird es zeigen.em

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