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Berglauf-WM im Stubai

Fünf Weltmeistertitel: Bergläufer mit fünf Goldmedaillen bei der Senioren-Weltmeisterschaft

Kerstin Esterlechner vom PTSV Rosenheim wurde zweifache Berglauf-Weltmeisterin bei den Frauen W40 und mit dem Team.
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Kerstin Esterlechner vom PTSV Rosenheim wurde zweifache Berglauf-Weltmeisterin bei den Frauen W40 und mit dem Team.
  • VonLudwig Stuffer
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Die regionalen Leichtathleten überzeugten bei den Senioren-Weltmeisterschaften im Berglauf. Fünf Weltmeistertitel entführten die Athleten in die Region.

Telfes – Fünf neue Weltmeister aus der Region: Mit fünf Gold- und zwei Silbermedaillen überraschten die heimischen Leichtathleten bei den 20. Berglauf-Weltmeisterschaften der Senioren im österreichischen Telfes im Stubai.

Der Schlickeralmlauf zählt längst zu den renommiertesten Bergläufen der Welt, zumal hier schon oft Großereignisse stattfanden. Unter der beeindruckenden Kulisse der Kalkkögel – den sogenannten Nordtiroler Dolomiten – feierten diesmal eine Reihe von regionalen Läufern riesige Erfolge im Felde der 615 Teilnehmer. Der erfolgreichste regionale Verein war der PTSV Rosenheim. Auf der 7,4 Kilometer langen Strecke mit 775 Höhenmetern präsentierte sich Kerstin Esterlechner in einer überragenden Verfassung bei den Frauen W40. Bei sonnigem Wetter vertraute die Eggstätterin ihren Erfahrungswerten und reihte sich nach dem Startschuss an der Mittelstation Froneben hinter den Favoritinnen ein.

Nach zwei Kilometern merkte die 40-Jährige allerdings, dass die beiden Führenden mit Problemen zu kämpfen hatten. Deshalb nutzte sie diesen Moment, um sich an die Spitze des Feldes zu setzen. Gejagt und gehetzt musste die PTSV-Läuferin nun hart und ohne Erholungsphasen weiter kämpfen – und baute ihre Führung über die Almflächen und durch Latschenwälder bis zum Ziel am 2109 Meter hohen Kreuzjoch sogar aus. 20 Meter vor dem Ziel musste sie noch eine Rampe auf allen Vieren bewältigen, doch auf ihrem Weg zum Weltmeistertitel war dies kein Hindernis mehr.

Doppel-Titel für Esterlechner

Mit 44:49 Minuten wurde Esterlechner schließlich neue Weltmeisterin mit 30 Sekunden Vorsprung vor der Belgierin Charlotte Cotton. Die eigentliche Top-Favoritin Karin Freitag (LG Dachdecker Itter) aus Österreich wurde mit 46:31 Minuten Dritte. Das berühmte i-Tüpfelchen setzte Esterlechner schließlich mit der deutschen Mannschaft: Mit 16 Platzierungspunkten wurde sie zusammen mit Ulrike Schwalbe (ASC Marktrodach) und Sonja Deiß (TSG Eisenberg) auch hier neue Weltmeisterin vor Ungarn und Rumänien.

Blendend lief es auf der 7,4 Kilometer-Distanz auch für Winfried Huber in der Klasse der Männer M60. Der 61-jährige PTSV-Läufer arbeitete sich souverän durch das anspruchsvolle Berggelände. Der erfahrene Athlet baute seine Führung immer weiter aus – und wurde schließlich redlich belohnt: Mit 43:11 Minuten wurde Huber Weltmeister. Seine Konkurrenz blieb fast schon respektvoll hinter ihm: Silber ging im Felde der 57 Teilnehmer an Gerard Maloney aus Irland mit 45:10 Minuten vor dem Italiener Luigi Bortoluzzi mit 45:15 Minuten. Auch für den Rosenheimer gab es noch eine Zugabe in der Team-Wertung: Zusammen mit Jürgen Keller (LG Filstal) und Hans Bouricha-Hörmann (FC Ebershausen) wurde er Vize-Weltmeister hinter Italien.

Zwei Goldmedaillen in der W35

Zwei weiter gute Platzierungen gab es für den PTSV: Roland Essler erreichte den 14. Rang bei den Männern M60 mit 49:45 Minuten und Bertram Moll überquerte in der Klasse M55 auf dem 34. Platz das Ziel nach 51:40 Minuten.

Laura Hastreiter vom Lauffeuer Chiemgau wurde Mannschafts-Weltmeisterin bei den Frauen W35 und WM-Fünfte. Ludwig Stuffer

Gleich zwei neue Weltmeisterinnen kommen aus der Region in der jüngsten Altersgruppe der Frauen W35: Laura Hastreiter vom Lauffeuer Chiemgau aus Rosenheim und Johanna Oberauer vom TSV Brannenburg eroberten zusammen mit Sabine Nagel (LG Allgäu) Gold. Dabei verwiesen sie Rumänien und Österreich auf die weiteren Ränge. Aber auch über 7,4 Kilometer in der Einzelwertung lief es blendend für die beiden Athletinnen. Hastreiter überraschte als Fünfte mit 50:52 Minuten: Dabei fehlten ihr bei ihrem bislang größten Erfolg 2:38 Minuten auf die Rumänin Nicoleta-Marinela Sasu mit 48:14 Minuten. Auch Oberauer feierte im Ziel: Sie sicherte sich den glänzenden siebten Platz mit 53:01 Minuten und konnte damit mehr als zufrieden sein. Ihre Brannenburger Vereinskameradin Kathrin Staiger holte den 13. Rang mit 1:01:38 Stunden.

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Gefeiert wurde auch in der Männer-Klasse M55: Josef Attenberger vom SC Rosenheim/ASV Flintsbach wurde neuer Vize-Weltmeister mit der Mannschaft. Zusammen mit Thomas Blum (LG Allgäu) und Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach) gewann er Silber hinter den überlegenen Italienern. In der Einzelwertung arbeitete sich der 59-Jährige auf den 14. Rang unter den 57 Startern mit 46:01 Minuten hinter Franco Torresani aus Italien (41:25 Min.).

Und noch einen Erfolg gab es für den PTSV Rosenheim am Kreuzjoch-Ziel – allerdings in der offenen Wertung außerhalb der Meisterschaft. Laura Hampel startete über 11,5 Kilometer und arbeitete sich über 1157 Höhenmeter vom Start in Telfes durch Wiesen und Wälder bis zum Ziel am Kreuzjoch. Mit 1:14:44 Stunden unterstrich die 21-Jährige ihre aktuelle Top-Form und belegte damit den zweiten Platz in der Frauen-Hauptklasse. Schneller war nur Charlotte Dewilde aus Belgien mit 1:11:03 Stunden.

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