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Spielte knapp vier Jahre für die Münchner

Aiblings Torfrau Probst über ihre Zeit beim FC Bayern: „Konnte es gar nicht realisieren“

Hütet seit dem Winter 2021/22 das Tor der Bad Aiblinger: Die erst 18-jährige Veronika Probst
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Hütet seit dem Winter 2021/22 das Tor der Bad Aiblinger: Die erst 18-jährige Veronika Probst.
  • Gabriel Zaunseder
    VonGabriel Zaunseder
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Die Damen des TuS Bad Aibling spielen in der Bayernliga bislang groß auf. Mit ein Grund dafür ist Torhüterin Veronika Probst, die auch als Feldspielerin auflief. beinschuss.de sprach mit der 18-Jährigen über den bisherigen Saisonverlauf und ihre Vergangenheit beim FC Bayern München. Zudem erzählt sie von ihrem FSJ bei der SpVgg Unterhaching.

Bad Aibling - In der letzten Partie diesen Jahres feierten die Damen des TuS Bad Aibling im Auswärtsspiel gegen Germania Ebing einen souveränen 4:0-Erfolg. Große Beteiligung daran hatte die erst 18-jährige Veronika Probst. Doch sie spielte nicht auf ihrer angestammten Position im Tor, sondern lief als Feldspielerin auf. Und sie besorgte gleich einen Treffer und einen Assist.

Probst spielte knapp vier Jahre beim FC Bayern München

Mit diesem Sieg schraubten die Aiblingerinnen ihr Punktekonto auf 19 hoch und überwintern somit in der Bayernliga auf einem starken vierten Platz. Während die Würzburger Kickers an der Spitze einsam ihre Kreise ziehen, entwickelt sich dahinter ein spannender Kampf um den einzigen Relegations-Aufstiegsplatz, den aktuell der FC Ruderting einimmt.

Und Probst ist mit ihren Teamkolleginnen mittendrin. Bis zur C-Jugend spielte die technisch versierte Torfrau bei ihrem Heimatverein SF Föching. Danach ging es für die 18-Jährige zum großen FC Bayern München. Knapp vier Jahre trug sie dort das Trikot der Roten, ehe es sie im Winter 2021/22 zum TuS Bad Aibling zog.

beinschuss.de sprach mit Probst über den bisherigen Saisonverlauf, ihre Vergangeneheit beim FC Bayern München und woher ihre Stärken auf dem Feld kommen. Zudem spricht sie über ihr Freiwillig-Soziales-Jahr bei der Spielvereinigung aus Unterhaching.

Hallo Veronika, Glückwunsch zum Sieg gegen Germania Ebing. Nach elf Spielen seid ihr auf einem starken vierten Platz. Wie fasst du den bisherigen Saisonverlauf zusammen?

Veronika Probst: Zu Beginn hatten wir ein paar Schwierigkeiten, aber wir haben uns im Laufe der Spiele gesteigert und sind immer besser geworden. Die letzten Partien konnten wir dann fast alle gewinnen. Wenn man es mit der vergangenen Saison vergleicht, stehen wir diesen Winter sowohl punktemäßig als auch tabellarisch deutlich besser da.

Ich fühle mich hier sehr wohl.

Veronika Probst

Du bist seit Winter 2021/22 bei Bad Aibling. Fühlst du dich in der Mannschaft gut aufgehoben?

Probst: Ich fühle mich hier sehr wohl. Eine Mitspielerin von mir wohnt nur knapp zehn Minuten entfernt und wir fahren immer zusammen in das Training, das macht alles schon ein bisschen einfacher. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich mich sowohl auf als auch neben dem Platz super aufgenommen fühle. Wir gehen häufig nach Spielen weg, was auch immer lustig wird (lacht).

Normalerweise bist du Torfrau, jetzt bist du in der letzten Partie des Jahres als Feldspielerin aufgelaufen. Woher kommen deine Stärken auf dem Feld?

Probst: Ich habe damals bei meinem Heimatverein SF Föching im Sturm angefangen zu spielen. Das hat sich auch nicht wirklich geändert, als ich Torhüterin wurde. Dann habe ich eben für meine Jugend das Tor gehütet und für die älteren draußen gespielt. Deswegen komme ich auf dem Feld auch ganz gut zurecht. Für Bad Aibling habe ich auch bereits in der vergangenen Rückrunde öfter draußen gespielt, weil wir zu wenige Spielerinnen hatten.

Als die Bayern bei mir zuhause angerufen haben, habe ich erstmal abgesagt.

Veronika Probst

Mit 14 Jahren ging es dann zum großen FC Bayern München. Konntest du das damals realisieren?

Probst: Also ich muss zugeben, dass ich damals, als der FCB bei mir zu Hause angerufen hat, erstmal abgesagt habe. In dem Moment war ich mit der Situation etwas überfordert. Danach habe ich mich aber tatsächlich selber nochmal bei den Bayern gemeldet und sie haben mich dann auch zum Glück nochmal eingeladen (lacht).

Was war das für ein Gefühl für dich, das Bayern-Trikot tragen zu dürfen?

Probst: Am Anfang konnte ich es gar nicht richtig fassen, aber es hat sich einfach extrem gut angefühlt. Mein erstes Spiel für die Bayern war ein Freundschaftsspiel gegen MTV Diesen und dort habe ich das Trikot dann zum ersten Mal getragen. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich voller Stolz war.

Durch die Zeit bei den Bayern habe ich mehr Selbstbewusstsein bekommen.

Veronika Probst

Du warst knapp vier Jahre bei den Münchnern. Hast du in dieser Zeit viel gelernt?

Probst: Mit Sicherheit. Ich habe mehr Selbstbewusstsein bekommen, was mir unglaublich viel geholfen hat. Zudem war die Torhüterausbildung überragend. Hätte ich diese nicht gehabt, wäre ich niemals auf dem Stand, wo ich jetzt bin.

Gab es einen Moment, an den du dich gerne zurück erinnerst?

Probst: In der U17 hatten wir mal ein internationales Turnier in Mallorca, wo wir echt gut abgeschnitten haben. Im Viertelfinale spielten wir gegen FFC Madrid und es ging ins Elfmeterschießen. Dort konnte ich dann zwei Strafstöße parieren und wir sind ins Halbfinale eingezogen. Erst im Endspiel mussten wir uns dann Athletico Bilbao geschlagen geben, aber das war eine schöne Erfahrung.

Im Tor ist man einem großen Druck ausgesetzt.

Veronika Probst

Aktuell machst du auch ein FSJ bei der SpVgg Unterhaching. Wie kam es dazu?

Probst: Ich hab davor schon mein FOS-Praktikum bei Unterhaching absolviert und es hat mir echt Spaß gemacht. Damals habe ich dann schon gefragt, ob man dort auch eine Ausbildung machen kann. Sie haben mir dann zu einem FSJ geraten und da ich mir noch nicht wirklich sicher bin, was ich in der Zukunft machen will, habe ich das Angebot dankend angenommen.

Welche Aufgaben übernimmst du denn beim Regionalliga-Spitzenreiter?

Probst: Meine Aufgabentätigkeiten teilen sich eigentlich in zwei Richtungen auf. Zum einen arbeite ich viel mit kleinen Kindern, die gerade erst das Fußball spielen angefangen haben. Zum Anderen kümmere ich mich beispielsweise bei Spieltagen der Männer um die Organisation. Es kommt also durchaus auch öfter vor, dass ich Sandro Wagner über den Weg laufe (lacht).

Eine letzte Frage noch: Torwart oder Feldspieler?

Probst: Das ist tatsächlich eine schwierige Frage. In letzter Zeit fühle ich mich nämlich auf dem Feld sehr wohl, aber Torhüter ist halt auch cool (lacht). Wenn ich mich jetzt aber entscheiden müsste, würde ich tatsächlich Feldspieler sagen. Draußen kann man einfach befreiter aufspielen und ist nicht so einem Druck ausgesetzt, wie wenn man im Tor steht.

Veronika Probst, vielen Dank für das Interview.

gz

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