LAUFSPORT-JAHRESRÜCKBLICK 2017

Frauen laufen den Männern längst den Rang ab

Christine Sachs (LG Mettenheim)hat ihre internationale Titelsammlung auch 2017 erweitert. efl
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Christine Sachs (LG Mettenheim)hat ihre internationale Titelsammlung auch 2017 erweitert. efl

Landkreis – Läufer sind im sportlichen Bild des Landkreises stets präsent.

Gesundheits- und Hobbyläufer begegnen uns über die Straße und im Wald, die ambitionierteren unter ihnen in großer Zahl bei den Wettkämpfen in der Umgebung, ja in der ganzen Welt. Oft ging es im Jahr 2017 hoch hinaus, denn es gab große Erfolge zu feiern. Vor allem bei den Frauen. Doch eine von ihnen wird nicht mehr starten, sondern nur in Erinnerung bleiben. Julia Viellehner verunglückte und verstarb im Alter von nur 31 Jahren.

Den Gipfel des Erfolgs erreichte vor allem Christine Sachs. Die 60-jährige Ausnahmeläuferin des LG Mettenheim aus Niederbayern holte sich mit der deutschen Mannschaft den Weltmeistertitel im Berglauf. Triathletin Katrin Esefeld glänzte weiterhin im Triathlon als Fünfte bei der WM auf Hawaii, als Dritte der Duathlon-WM, als deutsche Meisterin im Triathlon und Duathlon. Ach ja, bayerische Meisterin wurde die erfolgreiche Ärztin im Duathlon auch noch, zum siebten Male bereits. Ihr auf den Fersen sind Stefanie Stadler und Irmi Schönhuber, die auch in diesem Jahr mit guten Platzierungen glänzten. Ins Rampenlicht liefen sich zudem Christine Binder, Monika Schalk (LG Mettenheim) sowie Heike Würfl (SV Schwindegg) und Petra Pommer (DJK SV Oberndorf). Die am längsten aktive Athletin im Landkreis dürfte neben Erna Nissl (TV Kraiburg) die Mettenheimerin Maria Fladerer sein, die ihren 500. Wettkampf, noch dazu mit einem Sieg, feierte.

Die großen Zeiten und Leistungen der schnellen Männer aus den 80er- und 90er-Jahren beim VfL Waldkraiburg, LG Mettenheim und dem LC Bayern sind längst vorbei. Im Jahr 2017 feierte das Berglauf-Team des LG Mettenheim dennoch einen schönen Erfolg. Markus Sirl, Alexander Aigner und Norbert Wanka wurden im Berglauf M35 deutscher Vizemeister. Immer öfter auf dem Siegerpodest standen Andreas Fratzke (LG Mettenheim) und Hans Sextl (SV Schwindegg). Am Anfang des Jahres auch wie gewohnt das Waldkraiburger Nachwuchstalent Rico Hamm. Der 14-Jährige hatte wegen Wachstumsproblemen seine jährliche Siegesserie auf zehn erste Plätze reduzieren müssen.

Auf den Nachwuchs wird immer Hoffnung gesetzt. Doch aus einem reichen Talentreservoir schaffen nur wenige den Sprung von Kinder- und Jugendsiegern in den Erwachsenenbereich. So war es bisher. Die Hoffnung bleibt weiterhin, dass David Stadler (LG Mettenheim), Luca und Marius Salzberger (TSV Mühldorf) oder das immer stärker werdende Team um Lea Zerrer, Quirin Glück, Christoph Haslberger und Ron Reimer (DJK-SV Oberndorf) mit ihren Leistungen eine Fortsetzung im Jahr 2018 starten können.

Während das Marathongeschehen sowohl in der Quantität als auch in der Qualität weiterhin deutlich rückläufig ist und sich oft nur auf einzelne Erlebnisläufe oder auf einen Mettenheimer Vereinsausflug nach Island beschränkte, gab es im Ultralauf einige bemerkenswerte Erfolge. Dafür sorgte fast ausnahmslos der bayerische Ultralauf-Stützpunkt des SV Schwindegg. Und hier wiederum vor allem Christian Jakob, der in seiner Altersklasse M40 zwei Deutsche Meistertitel im Sechs-Stunden-Lauf und über 100 Kilometer holte. Dazu passte ganz gut die Premiere des Sechs-Stunden-Laufes in Schwindegg, der im Paket mit dem Schlosslauf am 28. Juli 2018 eine Fortsetzung erfahren wird. Da klingt es ganz selbstverständlich, dass Günther Weitzer aus Schwindegg 2017 zum Präsidenten der Deutschen Ultra Marathon Vereinigung (DUV) gewählt wurde. efl

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