Flutlicht-Premiere im Derby

Rosenheim/Prien –.

Kaum zu glauben, aber in der Fußball-Kreisliga 1 steht schon der letzte Spieltag der Hinrunde auf dem Programm. Diese kann nicht ganz abgeschlossen werden, weil die Partie zwischen dem ASV Au und dem FC Grünthal auf das kommende Frühjahr (28. März) verlegt worden ist. Die restlichen sechs Spiele versprechen aber noch jede Menge Spannung.

Westerndorf kann Herbstmeister werden

Offen ist beispielsweise noch die Frage nach dem Herbstmeister. Der SV Westerndorf geht mit drei Punkten Vorsprung auf den TuS Prien in dieses Rennen, hat aber den direkten Vergleich verloren. Das bedeutet also, dass der SVW am heutigen Freitag im Heimspiel um 19.30 Uhr punkten muss, um sich Platz eins nach der Vorrunde zu sichern. Die Vorzeichen könnten dafür aber schwieriger sein: Immerhin hat die Elf von Stefan Mayr alle bislang ausgetragenen sechs Heimspiele gewonnen, zum anderen ist der Gegner Schlusslicht SV-DJK Kolbermoor, der zuletzt fünf Niederlagen am Stück kassiert hat. In den letzten drei Spielen musste Kolbermoor jeweils vier Gegentreffer hinnehmen – schlechte Voraussetzungen für ein Spiel gegen Westerndorf, das den besten Sturm der Liga aufweist!

Verfolger TuS Prien ist am Samstag ab 16 Uhr vor heimischer Kulisse im Einsatz. Die Mannschaft von Trainer Maxi Nicu empfängt den TuS Bad Aibling und will ihre Serie – seit vier Spielen ungeschlagen, drei Siege am Stück – natürlich ausbauen. Die Mannen vom Chiemsee sollten allerdings gewarnt sein: Zwar kommen die Kurstädter nur als Tabellenachter, lieferten in den letzten Wochen aber durchaus bemerkenswerte Leistungen ab, auch wenn man zuletzt gegen Ostermünchen dafür nicht belohnt worden ist.

Stichwort Ostermünchen: Der SVO hat am Samstag ab 18 Uhr gegen den TSV Emmering ein besonderes Spiel: Derby, Verfolgerduell (es treffen der Vierte und der Dritte aufeinander) sowie die Premiere der neuen Flutlichtanlage. „Ostermünchen leuchtet“, heißt es dann also, zumal die SVO-Verantwortlichen ob der verrichteten Tätigkeit durchaus strahlen dürfen: Sechs LED-Flutlichtstrahler pro Masten sollen dafür sorgen, dass wieder Glanzlichter gesetzt werden, trotz der neuen Bewässerungsanlage auf dem Hauptplatz mit 13 Sprinklern soll es der Melnik-Elf aber nicht nass reingehen. Immerhin gab es sechs Siege aus den letzten sieben Partien, während Emmering zuletzt zweimal nicht als Sieger den Platz verließ und dabei sieben Gegentore hinnehmen musste. Die letzten beiden Derbys endeten jeweils 0:0 – da ist der neutrale Fan eines Lokalkampfes natürlich geneigt zu hoffen, dass mit den neuen Flutlichtern den Offensivkräften das ein oder andere Licht aufgeht...

Dem TSV Emmering Paroli geboten hatte zuletzt der SV Söllhuben. Immerhin trotzte die Linnemann-Truppe dem Vorjahres-Vize beim 4:4 einen Zähler ab – damit ist der SVS auch nicht mehr das Team mit den wenigsten Toren in der Liga. Der Trend beim Tabellenzehnten ist positiv, allerdings kommt am Samstag ab 14 Uhr ein Gegner mit stolzgeschwellter Brust: Der ASV Großholzhausen hat drei Siege am Stück errungen, zuletzt sogar Spitzenreiter Westerndorf nach einem 0:2-Rückstand mit 4:2 geschlagen. Als Tabellenfünfter gehören die Inntaler auch zum Verfolgerfeld des Spitzenduos.

Nicht mehr mit dabei ist in diesem Kreis der TuS Raubling, der aus den letzten fünf Spielen nur einen Punkt ergattern konnte und deshalb auch auf Rang sieben abgerutscht ist. Die Inntaler müssen am Samstag ab 15 Uhr beim SV Pang antreten und möchten endlich wieder die Kurve kriegen. Die Hausherren haben aber sicherlich etwas dagegen. Immerhin befindet sich die Heller-Truppe im Aufwind, was drei ungeschlagene Spiele unter Beweis stellen. Dadurch hat Pang den letzten Tabellenplatz verlassen und will sich nun ein Polster nach hinten verschaffen.

Um den Abstand zu den hinteren Rängen geht es auch für den SV Vogtareuth, der im Aufsteigerduell am Samstag um 15 Uhr auf den SC Danubius Waldkraiburg trifft. Dabei treffen das Team mit den wenigsten Toren (Vogtareuth mit zwölf) und die Mannschaft mit den meisten Gegentoren (SC Danubius mit 50) aufeinander. Beide Teams haben Nachholbedarf: Vogtareuth kassierte vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen, die Waldkraiburger holten zuletzt nur einen Punkt aus fünf Begegnungen und kassierten dabei satte 25 Gegentore. tn

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