Flieger fliegen wieder

Startklar: Die Gleitschirmflieger dürfen wieder in die Lüfte.

Lange Zeit gab es keine bunten Gleitschirme oder Drachen am Himmel zu sehen.

Die Corona-Krise hat auch die Flugszene im Chiemgau ordentlich durcheinandergewirbelt. Der Deutsche Hängegleiterverband (DHV) verhängte ein Flugverbot für alle in Deutschland zugelassenen Startplätze. Obwohl der Gleitschirm- und Drachensport nicht zu den Risikosportarten zählt, wollte der Dachverband ein deutliches Zeichen setzen. Der große Teil der Piloten hielt sich an die Verbote, diese wurden jetzt je nach Bundesland wieder gelockert. Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat explizit mitgeteilt, dass vereinzelte Flüge für Piloten im Hike & Fly Modus möglich sind. Dabei muss der Sport (triftiger Grund) im Vordergrund stehen, also zu Fuß zum Startplatz und anschließender Flug zum Landeplatz. Natürlich müssen die Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes eingehalten werden. Die einheimischen Vereine als Geländehalter vom Hochfelln und Unternberg beziehungsweise Rauschberg haben den Flugbetrieb mittlerweile nur für Mitglieder wieder erlaubt. Wann die Seilbahnen wieder Flieger auf die Gipfel bringen oder die Wertung für die deutschen Meisterschaften im Gleitschirm- und Drachenfliegen wieder aufgenommen wird, ist völlig unklar.

Schwer betroffen von den Auswirkungen der Corona-Krise sind weiterhin die Flugschulen, Tandempiloten und Hersteller von Luftsportgeräten. pf

Kommentare