KOLBERMOORS TT-DAMEN

Finale in Berlin: Das erste Ziel ist ein drittes Spiel

Kristin Lang war schon 2018 beim ersten Kolbermoorer Titelgewinn mit von der Partie.
+
Kristin Lang war schon 2018 beim ersten Kolbermoorer Titelgewinn mit von der Partie.

Das erste Spiel in der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft haben die Tischtennis-Damen des SV-DJK Kolbermoor gegen Titelverteidiger TTC Berlin eastside verloren. Dennoch gehen die Kolbermoorer Damen zuversichtlich ins Rückspiel in Berlin. Ihr Ziel: Sie wollen ein Entscheidungs-Match erzwingen.

Kolbermoor/Berlin– Wenn die Tischtennis-Damen des SV-DJK Kolbermoor an Berlin denken, dann haben sie keine guten Erinnerungen an die Stadt. In den letzten drei Jahren gab es für sie in der Bundeshauptstadt immer wieder Niederlagen. Im Play-off-Finalrückspiel am Samstag soll diesmal aber alles anders werden.

Kolbermoors Damen brauchen nach der Niederlage im Hinspiel einen Erfolg beim TTC Berlin eastside, um ein entscheidendes drittes Spiel um die Deutsche Meisterschaft zu erzwingen.

Kolbermoors Damen gehen optimistisch in das heutige zweite Finalrückspiel.

Sechs Niederlagen am Stück

Blick zurück auf den 11. Mai 2018: Da stellte das Kolbermoorer Quartett, von dem heute nur noch Kristin Lang mit von der Partie ist, die Sporthalle am Saefkow-Platz in Berlin-Lichtenberg auf den Kopf. Im Play-off-Halbfinale schlug man den favorisierten Bundesliga-Krösus mit 6:3 und legte die Grundlage für die spätere Meisterschaft.

Es war der letzte Kolbermoorer Erfolg in der Hauptstadt. Danach setzte in der gleichen Halle sechs Niederlagen am Stück, zuletzt am 20. Februar diesen Jahres. Und mit einer 1:7-Packung fiel sie dann auch dementsprechend hoch aus.

Im Hinspiel auf Augenhöhe

Für das Final-Rückspiel hat man sich viel vorgenommen: Kolbermoor möchte die 3:5-Niederlage aus dem ersten Duell am vergangenen Sonntag wettmachen und damit auch entscheidendes Spiel am Sonntag erzwingen. Chancenlos ist man keinesfalls, das hat die erste Begegnung auf alle Fälle schon einmal gezeigt.

Die Gastgeberinnen lagen mit Berlins Damen auf Augenhöhe und waren am Ende nur durch drei unglückliche Fünfsatzspiele unterlegen. Kolbermoors Trainer Michael Fuchs hat das letzte Aufeinandertreffen analysiert und festgestellt: „Es gibt einige Sachen, die man taktisch anders angehen kann. Um zum Erfolg zu kommen, darf man aber die knappen Spiele nicht verlieren.“ Auch Berlins Trainerin Irina Palina, der am vergangenen Sonntag ein Stein vom Herzen gefallen war, als ihre Mannschaft den fünften Punkt einsackte, sprach von einem offenen Schlagabtausch: „Wir müssen vier Punkte für ein Unentschieden schaffen. Aber es wird sehr schwer für uns.“

Möglichkeiten zur Revanche

Kolbermoor geht die Aufgabe zuversichtlich an: Die Mannschaft hat in den vergangenen Tagen gut trainiert, ist gesund und tritt voraussichtlich in der gleichen Aufstellung – Fu Yu, Kristin Lang, Yuan Wan, Svetlana Ganina – wie im Hinspiel an. Berlin dürfte ebenfalls in gleicher Aufstellung auflaufen, sodass die eine oder andere Revanche möglich ist. Insbesondere Kristin Lang ist ganz heiß darauf, ihre beiden unglücklichen Fünfsatzniederlagen gegen Xiaona Shan, die in der Weltrangliste immerhin auf Position 41 steht, und Nina Mittelham diesmal in Siege umzuwandeln.

Das zweite Finalspiel am Samstag beginnt um 13 Uhr und wird live im Internet auf www.sportdeutschland.tv übertragen. Sollte es zu einem entscheidenden dritten Spiel kommen, dann findet dies am Sonntag an gleicher Stelle – ebenfalls um 13 Uhr – statt und wird auch wieder live im Internet übertragen. (eg)

Kommentare