Familiäres Hoch und Tief bei den Dufter-Geschwistern

Joel Dufterwar mit seinem WM-Auftritt zufrieden. Wukits
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Joel Dufterwar mit seinem WM-Auftritt zufrieden. Wukits

Eine völlig unterschiedliche Gefühlslage herrscht derzeit beim Eisschnelllauf-Geschwisterpaar Roxanne und Joel Dufter aus Inzell. Auslöser sind die Ergebnisse bei der Sprint- und Allround-Mehrkampf-Weltmeisterschaft im norwegischen Hamar. Während Joel Dufter bei den Sprintern einen tollen achten Platz belegte, kam seine Schwester auf den 21. Platz und verpasste damit das Finale bei den Allroundern.

Hamar– „Das war ein sehr gutes Wochenende für mich“, freute sich Joel Dufter, nachdem er am ersten Tag über 1000 Meter den zweiten Platz erreichte. Zuvor hatte er bereits einen guten 500-Meter-Lauf in 35,11 Sekunden hingelegt. Den ersten 1000er bewältigte er in 1:08,65 Minuten und musste sich dabei nur vom späteren Gesamtsieger Tatsuya Shinhama aus Japan geschlagen geben. „Am ersten Tag ist er überragend gelaufen. Auch der 500er war klasse, da ist er gut aus den Startlöchern gekommen und eine Topzeit gelaufen. Die 1000 Meter hat er aus eigener Kraft erlaufen, also ohne Windschatten“, lobte Sprinttrainer Danny Leger seinen Schützling. Auch am zweiten Tag konnte Joel Dufter seine gute Form halten, allerdings mit einigen Schönheitsfehlern, so sein Trainer. „Am Ende hätte es noch zwei Plätze nach vorne gehen können, aber der achte Platz ist letztendlich in Ordnung“, so der 24-jährige Dufter. „Durch seine Krankheit zuletzt vor zwei Wochen ist ihm etwas der Dampf ausgegangen“, bemerkte Leger, nachdem Dufter deswegen die Einzelstrecken-WM in Salt Lake City sausen lassen musste. „Er hat sich mittlerweile ein gewisses Grundniveau angeeignet. Die knappen Abstände zeigen, dass wir mit den Besten mithalten können. Diesen Weg werden wir weitergehen“, sagt Danny Leger. Dufter fährt nun gut gelaunt zum Weltcupfinale am kommenden Wochenende nach Heerenveen.

Nicht so gut ist dagegen die Laune bei seiner älteren Schwester: Für Roxanne Dufter liefen die Wettkämpfe in Hamar alles andere als gut. Am Ende blieb ihr nach drei Strecken der 21. Platz, für das Finale über 5000 Meter konnte sie sich nicht qualifizieren. „Es war ein katastrophales Wochenende für mich“, gab sie ernüchtert zu. „Eine extrem schwierige Saison geht für mich zu Ende. Ich muss mir jetzt die nächsten Wochen überlegen, ob und wie es weitergeht“, so die 28-Jährige.

Katja Franzen auf dem 23. Rang

Als dritte Teilnehmerin vom DEC Inzell war Katja Franzen im Sprint unterwegs und kam auf den 23. Platz. „Leider ist die WM nicht so verlaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Dazu habe ich mich mit einem grippalen Infekt herumgeschlagen und konnte meine Leistung nicht abrufen“, so die 30-Jährige. „Ich denke, ich habe das Beste daraus gemacht. Jetzt nehme ich mir die Zeit, den Infekt gründlich auszukurieren, und dann geht’s wieder los. Trotz allem habe ich meine erste WM und erste Weltcupsaison genossen“, meint sie.. shu

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