Starbulls Rosenheim

Existenz der Eishockeyvereine ist gefährdet: „Ohne Zuschauer kein Spielbetrieb“

Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl (Mitte) im Gespräch mit den Starbulls-Verantwortlichen Christian Hötzendorfer (links) und Daniel Bucheli.
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Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl (Mitte) im Gespräch mit den Starbulls-Verantwortlichen Christian Hötzendorfer (links) und Daniel Bucheli.
  • vonFranz Ruprecht
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Wann und wie könnte die Eishockey-Oberliga-Saison 2020/21 starten? Diese und noch unzählige Fragen brennen wegen dem ausgesetzten Start aufgrund der Corona-Pandemie nicht nur den Spielern und Funktionären der Starbulls Rosenheim, sondern vor allem den Fans unter den Nägeln.

Rosenheim – Während die Rosenheimer Eishockeyspieler Spieler bereits kräftig mit den Kufen scharren, um ihrem geliebten Sport nachzugehen, kämpfen die Vorstandsmitglieder vehement, um einen möglichen Start finanziell überhaupt erst zu ermöglichen.

Am Dienstag fand eine Pressekonferenz im Rofa-Stadion statt. Als kompetenten Gast konnte man den Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl, ehemals langjähriger Präsident des ESV Kaufbeuren, gewinnen. „Ohne Zuschauereinnahmen ist kein Spielbetrieb möglich, sogar die Existenz des Vereins und besonders der Jugendarbeit ist deswegen akut gefährdet“, so die einhellige Einschätzung der Gesprächspartner – mit Pohl noch Rosenheims Stadträtin Christine Degenhart, Starbulls-Vorstand Marcus Thaller und Rosenheims Geschäftsführer Daniel Bucheli.

„Ohne Zuschauereinnahmen ist kein Spielbetrieb möglich“, lautete die einhellige Meinung der Redner bei der Pressekonferenz im Rofa-Stadion.Ruprecht

Pohl, Mitglied im Ausschuss für den Staatshaushalt, hat bisher neun Ober ligavereine besucht und auch aktuell den Stand der Wirtschaftlichkeit dargelegt. „Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat beschlossen, dass auch die Eishockey-Oberligen 80 Prozent der corona-bedingten Einnahmeausfälle bei Zuschauern ersetzt bekommen. Eine Grundvoraussetzung dafür, dass der Spielbetrieb auf wirtschaftlich verantwort barer Basis durchgeführt werden kann.“ Er weiß aber auch ganz genau, dass die Verantwortlichen mit der Umsetzung von Hygienekonzepten, Beschaffung der Ausrüstung sowie der Planung der Saison weiter vor einer immensen Herausforderung stehen. „Rosenheim hat das bisher hammermäßig gut gelöst“, lobte er. Von der Politik fordert Pohl ein deutschlandweit einheitliches tragfähiges Zuschauerkonzept, „möglichst bis Ende September“.

Planungssicherheit istdringend notwendig

Starbulls-Vorstand Marcus Thaller und Geschäftsführer Daniel Bucheli bekräftigten die absolute Notwendigkeit einer Planungssicherheit, ohne die der Spielbetrieb nicht möglich sei. Als möglicher Start in die Saison ist für die Oberliga der 16. Oktober ins Auge gefasst – ob es dabei bleibt, und wie das Zuschauerkonzept aussieht, muss letztendlich in kooperativen Gesprächen mit den Gesundheitsbehörden näher geklärt werden und hängt nicht zuletzt an den sich ständig ändernden Fallzahlen der Neuinfektionen. ru

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