Was machen die ehemaligen Starbulls-Spieler? 23 Ex-Rosenheimer in der DEL und DEL2

Tyler McNeely geht für den EC Bad Tölz in der DEL 2 auf Torejagd. Ziegler

Wie schnelllebig ist der Sport heutzutage? Antwort: sehr. Nur ein Beispiel: Von den 30 Spielern, die vor zwei Jahren, als die Starbulls Rosenheim in die Oberliga abstiegen, mehr oder weniger regelmäßig Eiszeit bekamen, sind in dieser Saison nur noch sechs übrig.

Rosenheim – Von den 30 Spielern, die vor zwei Jahren, als die Starbulls Rosenheim in die Oberliga abstiegen, spielen nur noch Torhüter Lukas Steinhauer, die Verteidiger Max Vollmayer und Florian Krumpe sowie die Stürmer Michael Baindl, Dominik Daxlberger und Simon Heidenreich an der Mangfall.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Den Sprung in die DEL hat aus diesem Team, dem letzten unter Trainer Franz Steer, verständlicherweise keiner geschafft, neun Spieler sind allerdings derzeit in der DEL2, also ein Level höher als die Starbulls, aktiv. Das sind Tyler McNeely und Manuel Edfelder (Bad Tölz), Timo Herden und Gustav Veisert (Bayreuth), Joseph Lewis (Kaufbeuren), Stephan Kronthaler (Landshut), Thomas Reichel (Weißwasser), Yannick Wenzel (Bietigheim) und Christian Neuert (Freiburg). Ein Spieler aus jenem Team kommt heuer, wie schon letzte Saison, als Gegner nach Rosenheim: Leo Tausch (Regensburg).

Acht Ex-Rosenheimer in der DEL

Insgesamt tummelt sich noch eine ganze Menge Spieler im deutschen Eishockey, die einst das Starbulls-Dress in der zweiten oder dritten Spielklasse trugen (solche, die nur in Nachwuchs aufliefen, nicht berücksichtigt). Auf dem höchsten Level, der DEL, sind es immer noch acht, in der DEL2 fünfzehn, in den beiden Oberligen sechzehn und in der Bayernliga weitere zehn. Und dort befindet sich auch eine richtige Rosenheimer „Filiale“: Fast die komplette Abwehr des TEV Miesbach (Torhüter Timon Ewert, Beppo Frank, Christoph Gottwald, Stephan Stiebinger, Andreas Nowak und Thomas Schenkel) spielte einst in Rosenheim, und den Sturm verstärkt seit neuestem der letztjährige Vorrunden-Topscorer Dusan Frosch.

Eine andere ehemalige Dependance, Bietigheim, wo in den letzten Jahren bis zu sechs Ex-Starbulls gemeinsam aufliefen, ist dagegen geschrumpft. Nur noch drei Spieler (Norman Hauner, Benjamin Zientek und Wenzel) sind übrig, ebenso viele wie in Landshut (Max Hofbauer, Manuel Neumann und Kronthaler), in Bad Tölz (Edfelder, McNeely und Shawn Weller) und bei den Hannover Scorpions (Christoph Koziol, Andrej Strakhov und Dennis Schütt).

Eim Team aus Ex-Rosenheimern mit Philipp Grubauer im Tor

Aus den vielen Ehemaligen könnte man (gecoacht von Axel Kammerer, jetzt Landshut) ein ganz beachtliches Team zusammenstellen. Ein Vorschlag:

Im Tor Philipp Grubauer (Colorado, NHL) und Timo Herden (Bayreuth); in der Abwehr: Sinan Akdag (Mannheim) und Max Renner (Straubing), beide DEL; Kronthaler und Neumann (beide Landshut); Dennis Schütt und Beppo Frank; Sebastian Lehmann (Essen) und Andrej Strakhov; sowie Veisert und Dominic Auger (Königsbrunn, Bayernliga).

Im Sturm böten sich folgende Reihen an:

Eine komplette DEL-Reihe, bestehend aus Patrick Hager (München), Corey Quirk (Bremerhaven) und Stefan Loibl (Straubing), gefolgt vom ehemaligen Rosenheimer Paradesturm Hauner, McNeely und Weller; Zientek und Lewis mit Marius Möchel (Wolfsburg, DEL); Edfelder und Hofbauer mit Dusan Frosch; Thomas Reichel und Wenzel mit Ex-Zweitliga-Torjäger Patrick Asselin (jetzt Herne, Oberliga Nord).

17-jähriger Lukas Reichel stürmt für die Eisbären Berlin

Eine ganz interessante Kombination wären schließlich noch Sean Fischer (Erfurt) oder Tom Pauker (Rostock) mit den beiden Berliner Eisbären Florian Busch (in seiner DEL-Abschiedssaison) und Lukas Reichel (steil im Aufstieg auf der Karriereleiter). Der jüngere Bruder von Thomas Reichel spielte zwar leider nur im Nachwuchs für die Starbulls, könnte aber in ein paar Jahren als nächster Rosenheimer Philipp Grubauer in der NHL treffen.

Nun sollte man natürlich keine umfangreichen Rückholaktionen erwarten, aber als kleine nostalgische Spielerei kann man ja durchaus davon träumen, oder?

Kommentare