Ex-1860-Trainer nach Basel: „Das ist für mich eine Riesenchance“

Wechselt in die Akademie nach Basel: Ogi Zaric.
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Wechselt in die Akademie nach Basel: Ogi Zaric.

Das ist ein Karrieresprung: Ognjen „Ogi“ Zaric, der beim TSV 1860 Rosenheim die erste Mannschaft in der Fußball-Regionalliga Bayern in 22 Partien der Saison 2018/19 betreut hatte, wechselt in die Akademie des Schweizer Traditionsklubs FC Basel.

Kufstein– Bisher war der 31-Jährige Coach und Sportleiter des österreichischen Drittligisten FC Kufstein. Am Montag wird der Inhaber der UEFA-A-Lizenz offiziell in Basel vorgestellt.

Ihre erste Station im Herrenbereich war der TSV 1860 Rosenheim. Was ist davon geblieben?

Ich hatte eine schöne Zeit. Ich bin den Verantwortlichen dankbar, dass sie mir als so jungem Trainer die Chance gegeben haben. Ich war damals ja der jüngste Trainer in der Regionalliga Bayern. Das in Rosenheim hat sich sehr gut angefühlt.

2019 sind Sie zurück nach Kufstein gewechselt. Wie ist das eine Jahr für Sie dort verlaufen?

Wir hatten vor der Saison einen großen Umbruch im Kader. Wir haben viele junge Spieler eingebaut und das hat natürlich auch Zeit gebraucht. Bis zur Corona-Pause im März sind wir auf dem achten Platz gelegen. Die Mannschaft sich aber weiterentwickelt und daher gehe ich davon aus, dass sie in der Saison 2020/21 eine bessere Rolle spielen wird.

„Ein sehr guter Junge mit viel Potenzial“ Im Kader stehen einige deutsche Spieler, zum Beispiel aus Rosenheim.

Ja, das stimmt. Torwart Mario Stockenreiter habe ich geholt. Das ist ein sehr guter Junge mit viel Potenzial. Er hat ja unter mir in Rosenheim auch schon Regionalliga Bayern gespielt. Mit Dominik Sadler haben wir ein großes Talent.

Als quasi eine der letzten Amtshandlungen in Kufstein haben Sie noch Ihren Nachfolger Wolfgang Schellenberg bestimmt.

Wolfgang und ich kennen uns schon sehr lange. Wolfgang hat viel Fußball-Sachverstand, das hat er immer wieder bewiesen. Ich denke nur daran, dass er als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums beim TSV 1860 München hervorragende Arbeit geleistet hat. Daher war es für mich naheliegend, Wolfgang nach Kufstein zu holen, weil er dort ja auch mit einer sehr jungen Mannschaft arbeiten kann.

Kufstein ist „meine zweite Heimat“ Was nehmen Sie aus Kufstein mit?

Zum einen ist es so, dass ich ein Kufsteiner Junge bin, denn hier bin ich aufgewachsen. Der Verein hat mir schon als ganz junger Mensch die Möglichkeit gegeben, ins Trainergeschäft einzusteigen. Von 2010 bis 2014 war ich hier Nachwuchstrainer. Das ist hier meine zweite Heimat und wir haben hier unseren Lebensmittelpunkt.

Welchen Erwartungen haben Sie nun für Basel?

Zunächst muss ich sagen, dass ich damit nicht gerechnet habe. Das ist natürlich für mich eine Riesenchance. Der FC Basel ist ein Verein, der auf der internationalen Bühne mitspielt. Die Nachwuchsarbeit dort ist hervorragend koordiniert und die Akademie hat einen sehr guten Namen. Das wird eine Erfahrung, die für den weiteren Lebensweg sehr wichtig wird.

Welche Aufgabe werden Sie dort übernehmen?

Fest steht, dass ich dort in die Arbeit in der Akademie eingebunden werde. Zudem werde ich auch eine Mannschaft fest übernehmen. Welche das sein wird, das wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Interview: Dirk Meier

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