Es hilft nur der Blick nach vorne

Keine Liga-Kämpfe und zum zweiten Mal kein Trainingsbetrieb: Für Justin Flemmer (vorne), Trainer und Kampfrichter Petar Stefanov und die Ringer des TV Traunstein ist nun wieder Pause angesagt.
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Keine Liga-Kämpfe und zum zweiten Mal kein Trainingsbetrieb: Für Justin Flemmer (vorne), Trainer und Kampfrichter Petar Stefanov und die Ringer des TV Traunstein ist nun wieder Pause angesagt.

Traunstein – Kein leichtes Jahr für den Ringsport, kein leichtes Jahr für die Ringer des TV Traunstein: Nachdem der mehrmonatige Lockdown ab März verbunden mit den sehr restriktiven Auflagen der Landes- und Bundespolitik insbesondere für Kontaktsportarten über Monate den Trainingsbetrieb verhinderte, hatten die TVT-Verantwortlichen im Juli die schwere Entscheidung getroffen, auf den Saisonbetrieb in diesem Jahr zu verzichten.

Viele Vereine in Bayern und darüber hinaus kamen zu der identischen Überzeugung und sagten ihre Teilnahme an den Mannschaftskämpfen ab. Wenig später zog der Bayerische Ringer-Verband die gesamten bayerischen Ligen für 2020 zurück. Seit vergangenem Wochenende ist auch klar: Auch in der Bundesliga, in der in der dreiteiligen Liga zum Schluss nur noch elf Vereine am Start waren, geht nichts mehr: Die Liga wird vorzeitig abgebrochen, nachdem es zu mehreren Corona-Infektionen bei Aktiven gekommen war.

TVT-Abteilungsleiter Hartmut Hille machte schon Ende Juli klar, dass er das Risiko für den Wettkampfbetrieb ohne nachhaltige Eindämmung von Corona für viel zu hoch und unkalkulierbar halte. „Im Dialog mit den Abteilungsverantwortlichen waren wir uns unisono einig, dass das Risiko des Wettkampfbetriebes unter Corona für den TV Traunstein nicht infrage kommt, so gerne wir unseren Aktiven und Fans attraktive Mattenduelle auch geboten hätten. Aber die Gesundheit unserer Ringer, Helfer und Zuschauer geht vor“, so Hille, der in der Entscheidung die Mannschaft, Cheftrainer Petar Stefanov und die Verantwortlichen des Fördervereins des Traunsteiner Ringsports hinter sich weiß.

Trotz des ausgefallenen Wettkampfbetriebes waren die Ringer im Trainingsbetrieb in den vergangenen Wochen und Monaten aber weiter engagiert, gerade die Nachwuchsringer waren mit Eifer bei der Sache, wie TVT-Chefcoach Stefanov erfreut feststellte: „Die jungen Ringer waren motiviert und trotz der Beschränkungen und Belastungen rund um das Hygienekonzept voll mit dabei.“ Dabei ist Stefanov neben den sportlichen Fortschritten wichtig, dass insbesondere auch die jungen Ringer gerade in den durch Corona so bewegten Zeiten in ihrem Sport Halt und Abwechslung zugleich finden. „Das Training ist unglaublich wichtig für sie und ihre persönliche und sportliche Entwicklung.“

Nun heißt es für die Traunsteiner Ringer erneut abwarten. „Natürlich hoffen wir, dass wir im kommenden Jahr wieder in den Wettkampfbetrieb einsteigen können“, blickt Hille nach vorne. Das würde bedeuten, dass der TV Traunstein wieder in die Landesliga einsteigt und die Nachwuchsringer in der Grenzland-Liga um Punkte und Schultersiege kämpfen. wz

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