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Nach dem Transfer zur SV Ried

„Es gibt nichts Schöneres“: Robin Ungerath über den Alltag als Fußball-Profi in Ried

„Das ist der Wahnsinn“: Robin Ungerath (Mitte) wird künftig für die SV Ried in der österreichischen Bundesliga auflaufen.
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„Das ist der Wahnsinn“: Robin Ungerath (Mitte) wird künftig für die SV Ried in der österreichischen Bundesliga auflaufen.
  • VonLeon Simeth
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Das Leben von Robin Ungerath hat sich im letzten Jahr sehr verändert: Vom Bayernliga-Kicker wurde der 23-jährige Bad Endorfer zum Fußball-Profi in der österreichischen Bundesliga.

Bad Endorf/Burghausen – So schnell kann es gehen: Nicht einmal ein Jahr ist es her, dass der Bad Endorfer Robin Ungerath, der bis Sommer 2021 zum Kader des Bayernligisten TSV Wasserburg zählte, wegen den Corona-Bestimmungen nicht einmal auf dem Platz trainieren durfte. Jetzt steht der 23-Jährige im Aufgebot des österreichischen Bundesligisten SV Ried und darf sich Fußballprofi nennen. In der Hinrunde der Regionalliga Bayern zog Ungerath die Aufmerksamkeit einiger Profi-Vereine auf sich, indem er gleich 14 Mal für den SV Wacker Burghausen einnetzte. Warum er sich für die SV Ried entschieden hat, wie seine ersten Trainingseinheiten abliefen und was er sich von diesem Transfer erhofft, erzählt der Torjäger im Interview mit der OVB-Sportredaktion.

Warum haben Sie sich für einen Wechsel entschieden?

Robin Ungerath: Wenn ein Profiverein Interesse an einem zeigt, ist das auf jeden Fall eine Auszeichnung und das geht auch nicht einfach an einem vorbei. Da spreche ich für jeden Fußballer, wenn ich sage, dass es der Traum ist, einmal Profi zu sein.

Warum Ried?

Ungerath: Es gab auch Kontakte mit anderen Vereinen, aber im Endeffekt war für mich entscheidend, einen Verein zu finden, der weiß, was ich kann, der auf mich setzt und mir eine Perspektive bietet – und das war in der aktuellen Situation dann eben die SV Ried.

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Wann stand die Entscheidung fest?

Ungerath: Nachdem wir in Ried waren und uns alles angeschaut haben, war es für mich sofort klar. Es war noch nicht direkt klar, ob der Wechsel stattfinden kann, da noch andere Sachen mit reinspielen, aber ich war mir sicher.

Werden Sie weiterhin in Burghausen wohnen und studieren?

Ungerath: In der kommenden Trainingswoche werde ich in Ried in einer Spieler-WG oder einem Hotel wohnen und langfristig dann auf jeden Fall nach Ried ziehen. Ich habe nur noch zwei Semester und kann – wenn es so läuft, wie ich mir das vorstelle – alles bis nächsten Februar beenden. Es ist eh fast alles online und wenn ich eine Prüfung habe, fahre ich nach Burghausen. Das ist ja auch nur knapp eine Stunde entfernt.

Wie waren die ersten Trainingseinheiten?

Ungerath: Am Donnerstag habe ich unterschrieben und habe dann die Mannschaft kennengelernt. Wir haben zusammen gefrühstückt und trainiert. Für mich ist das natürlich total neu, dass man den ganzen Tag am Trainingsgelände verbringt. Da hat einfach jeder so seinen Rhythmus und da muss ich erst noch reinkommen. Sich den ganzen Tag mit Fußball zu beschäftigen und ständig an dir zu arbeiten und – egal, ob es Training oder Regeneration ist – mit der Mannschaft zusammen sein, das ist mega. Für mich gibt es nichts Schöneres. Die ersten Trainings waren gut. Ich persönlich war mit meiner Leistung einigermaßen zufrieden, aber es geht noch besser.

Mit Ried spielen Sie nun gegen RB Salzburg , eine Champions-League-Mannschaft mit Top-Stars wie beispielsweise Karim Adeyemi...

Ungerath: Ich freue mich so sehr auf diese Spiele, auch gegen Rapid Wien zum Beispiel. Das ist der Wahnsinn.

Sie haben im Winter auch hart gearbeitet. Worauf lag der Fokus?

Ungerath: Ich habe ganz viel meine Athletik und meine Fitness trainiert, dass ich noch stabiler, agiler und schneller werde.

Was ist Ihrer Meinung nach in der nächsten Zeit entscheidend, um in der Mannschaft Fuß zu fassen?

Ungerath: Ich glaube, ich muss erst einmal von Anfang an einen guten Eindruck beim Trainer hinterlassen und mich an das Niveau gewöhnen. Wenn ich dann einmal im Rhythmus bin, kann ich mir auch viel von den Mit- und Gegenspielern abschauen und Erfahrungen sammeln, das ist, glaube ich, auch ganz wichtig. Und nach den ersten Spielen kann man auch ein kleines Resümee ziehen und sich die nächsten Ziele stecken.

Wegen welcher Ihrer Qualitäten gehören Sie in die Bundesliga-Mannschaft?

Ungerath: Ich glaube, dass ich einfach so einen gewissen Drang zum Tor habe und Laufwege und Schnittstellen sehe, die andere Spieler nicht auf dem Schirm haben. Ich bin ein Spieler, der nicht unbedingt die gewöhnlichen Sachen macht, sondern oft meinem Instinkt vertraue, was bisher recht gut funktioniert hat. Zudem habe ich auch athletisch Vorteile gehabt – zumindest auf dem Niveau, auf dem ich bisher gespielt habe (lacht).