Es geht um den Anschluss zur Spitze: Mühldorf will dem SV Schwaig den Schneid abkaufen

Stark am Netz: Kapitän Tom Brandstetter hatte zuletzt die beste Quote bei seinen Angriffen. 22 Punkte gingen im Spiel gegen Kriftel auf sein Konto.
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Stark am Netz: Kapitän Tom Brandstetter hatte zuletzt die beste Quote bei seinen Angriffen. 22 Punkte gingen im Spiel gegen Kriftel auf sein Konto.

Als „eine echte Bereicherung für die 2. Liga“ adelt der SV Schwaig schon im Vorfeld der Partie am Samstagabend den TSV Mühldorf, der zum Auswärtsspiel nach Mittelfranken anreist. In der Tat ist die Partie in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd von besonderer Brisanz.

Mühldorf– Als „eine echte Bereicherung für die 2. Liga“ adelt der SV Schwaig schon im Vorfeld der Partie am Samstagabend den TSV Mühldorf, der zum Auswärtsspiel nach Mittelfranken anreist. In der Tat ist die Partie in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd von besonderer Brisanz. Denn beide Teams sind euphorisch in die Saison gestartet und aktuell Tabellennachbarn – nur, dass der Tabellenfünfte aus Schwaig mit drei Siegen in vier Partien einmal mehr jubeln durfte als der Sechste aus der Innstadt mit bislang zwei Siegen. Gemein haben die beiden Teams auch, dass sie in der vergangenen Woche Federn lassen mussten. Mühldorf verlor mit 2:3 gegen Kriftel, Schwaig musste erstmals in der noch jungen Saison beim Tabellenführer Mimmenhausen Federn lassen (0:3).

„Wir sind gut vorbereitet auf den Gegner“

„Co-Trainer Sepp Wolf hat die letzten beiden Spiele der Schwaiger angeschaut und akribisch genau analysiert. Wir sind gut vorbereitet auf den Gegner“, zeigt sich Volleyball-Abteilungsleiter Stefan Bartsch zuversichtlich, was die Auswärtspartie betrifft. Die Schwaiger schätzt der Mühldorfer als sehr starke und homogene Mannschaft ein. „Die Stamm-Sechs scheint sehr gut eingespielt zu sein. Auf der Bank sitzen hoffnungsvolle Nachwuchstalente“, weiß Bartsch.

Solche Nachwuchstalente hat aber auch der TSV Mühldorf. Vergangene Woche hatte sich für den Youngster Fritz Vähning die Möglichkeit geboten, seine Spielstärke zu präsentieren. Als Außenannahmespieler hinterließ er neben Kilian Nennhuber, der einen weiteren Einsatz als Libero hatte, einen guten Eindruck. „Das bestätigt auch Abteilungsleiter Bartsch, „aber es ist natürlich klar, dass ein 15-Jähriger nicht alleine eine Partie drehen kann. Da fehlt ihm einfach noch die Erfahrung eines Tom Brandstetter oder eines Zied Chalghmi“, fügt Bartsch hinzu. Oder eines Hauke Ferch, der in der vergangenen Woche aus gesundheitilchen Gründen nicht am Start sein konnte, diesmal aber wieder als echte Alternative über die Außenposition zur Verfügung steht.

Ausgeglichene Offensivkraft bei den Mühldorfern

Nicht nur die druckvollen Aufschläge sollen die Mühldorfer auf die Siegerstraße bringen. Mühldorf setzt auch auf eine gleichmäßige Verteilung bei den Angriffen. Kapitän Tom Brandstetter war einer der Ideengeber zuletzt gegen Kriftel und stach mit einer hervorragenden Quote im Angriff heraus. 37 Bälle hat der „Capitano“ bekommen, 22 direkte Punkte hat er daraus gemacht. Zum Vergleich: Diagonalspieler Fabian Bartsch kam als MVP zwar auf 23 Punkte, benötigte dafür aber 56 Anläufe. Und dann gibt es auch noch Mittelblocker David Fecko. Auf immerhin 13 Punkte brachte es der Neuzugang aus Amberg. Eine ausgeglichene Verteilung also am Netz, was die Punkteausbeute betrifft – und mit diesem Wissen fahren die Mühdlorfer auch entsprechend selbstbewusst nach Schwaig.

Spieler müssen sich testen lassen

Für einen Spieler in Reihen der Mühldorfer wird es ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Xander Mühlbauer war vor zwei Jahren aus Schwaig, wo er in der zweiten Mannschaft gespielt hatte, nach Mühldorf gekommen, um als Libero die Annahme zu verstärken.

Wenn der TSV am Samstag nach Schwaig reist, dann geht das nur mit einem negativen Corona-Testergebnis. Weil der Landkreis Mühldorf in den vergangenen Tagen den Inzidenzwert von 50 überschritten hat, muss jeder der TSV-Spieler und -Betreuer bis zum Spiel einen negativen Schnelltest vorweisen können. „Trotz dieser Widrigkeiten ist unsere Mannschaft heiß darauf sich mit dem zweitliga-erfahrenen Schwaigern zu duellieren und möglichst viele Punkte einzufahren“, zeigt sich Fabian Bartsch kämpferisch. enk

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