Es fehlten nur ein paar Hundertstel auf Platz drei

Bei den Weltcuprennen in Innsbruck verlor Christoph Hafer mit seinem Anschieber am Start wertvolle Zeit.
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Bei den Weltcuprennen in Innsbruck verlor Christoph Hafer mit seinem Anschieber am Start wertvolle Zeit.

Bad Feilnbach – Das Team um den Bad Feilnbacher Bobpiloten Christoph Hafer hatte sich für die erste Saisonhälfte im Bobweltcup qualifiziert.

Dies gelang Hafer durch einen Doppelerfolg bei der deutschen Meisterschaft am Königssee (wir berichteten), wo er im Zweier- und Viererbob deutscher Meister wurde.

„Durch die zwei Titel konnten wir das Ruder noch einmal herumreißen. Leider konnten wir in den ersten beiden Selektionsrennen in Winterberg und Altenberg noch nicht ganz unsere Leistung abrufen. Wir standen in der Gesamtwertung auf Platz zwei hinter dem Team Oelsner und da nur ein Weltcupplatz zu vergeben war, wurde es knapp für uns. Die Teams Francesco und Lochner waren bereits gesetzt. Aber durch die zwei Siege haben wir uns in der Gesamtwertung auf Platz eins geschoben und uns so qualifiziert“, erklärte Christoph Hafer.

Das Team durfte so sechs von acht Weltcuprennen bestreiten, wo man die Plätze sieben, sechs, fünf und dreimal einen guten vierten Platz erreichte. Das waren alles Zweier-Rennen, da durch Corona die Vierer-Rennen erst einmal abgesagt und durch Zweier-Läufe ersetzt wurden. Das wurde deshalb so entschieden, um die Anzahl der Athleten so gering wie möglich zu halten.

„Mit den drei vierten Plätzen in Sigulda waren wir eigentlich zufrieden. Es war nur ärgerlich, dass es immer paar Hundertstel auf den dritten Platz waren, da hätte ruhig mal das Glück auf unserer Seite sein dürfen“, resümierte Hafer.

In Innsbruck war dem Bad Feilnbacher klar, dass es schwieriger wird vorne mit zu fahren, da es dort sehr auf den Start ankommt und das leider nicht seine Stärke sei: „Dort konnte ich nicht mehr den Startrückstand wie in Sigulda in der Bahn rausfahren und deswegen reichte es nur für Rang sieben und sechs.“

Die zweite Saisonhälfte beginnt am Wochenende in Winterberg. Der Weltcup ist gleichzeitig die Europameisterschaft. Es wird für das Team um den bayerischen Polizisten das letzte Weltcuprennen sein, da sich die nächsten drei Rennen die Teams um Oelsner und Hanninghofer teilen werden. Das Selektionsergebnis war Anfang des Winters so eng zwischen den drei Teams und deswegen gibt es auch noch ein Entscheidungsrennen direkt in der Woche vor der WM, die dieses Jahr genauso wie letztes Jahr in Altenberg in Sachsen ausgetragen wird.

„Beim Weltcup in Winterberg wollen wir zeigen, was wir draufhaben. Da es gleichzeitig die Europameisterschaft ist, sind wir natürlich noch mehr motiviert, denn letztes Jahr konnten wir uns Bronze im Zweier sichern und würden uns freuen, wenn es dieses Jahr wieder klappen würde mit einem Podestplatz.“ stk

Bei drei Weltcuprennen landete der zweifache deutsche Meister Christoph Hafer jeweils auf dem vierten Platz. Viesturs Lacis
Der Bad Feilnbacher Bobpilot Christoph Hafer.

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