Erweitertes Trainerteam und hohe Motivation

Das Langlauf-Jugendteamder Region III und seine Trainer hoffen auf eine erfolgreiche Saison. Hohler

Ruhpolding – Mit einem erweiterten Trainerteam geht die Skilanglauf-Jugend der Region III (Chiem- und Inngau) in die neue Saison.

Denn seit 1. Oktober gehört auch Thomas Schöpf zum Betreuerteam der jungen Sportler, die ja kürzlich bei der Herbstleistungskontrolle in Oberhof (wir berichteten) einen Formtest absolviert hatten.

Der 49-Jährige aus Krün unterstützt zunächst von Dienstag bis Freitagmittag Sigrid Wille beim Training am CJD in Berchtesgaden, ehe er am Freitag am Nachmittag sowie am Samstag im Stützpunkt in Ruhpolding zur Verfügung steht. Der Diplomtrainer (beim Bayerischen Skiverband angestellt) hatte zehn Jahre an der Eliteschule in Oberstdorf gearbeitet, danach fünf Jahre lang im Werdenfels für Langlauf und Biathlon. Unter anderem betreute er dabei auch Biathlon-Star Laura Dahlmeier beim Technik-, Kraft- und Lauftraining.

Schöpf kommt aus dem Biathlon, „daher kenne ich Ruhpolding gut“. Als Sportler gehörte er dem C-Kader an, doch nach der Wiedervereinigung wurde die Leistungsdichte im deutschen Biathlon deutlich höher, denn kurzfristig „gab es auf einmal ungefähr dreimal so viele Athleten wie zuvor“. Schöpf, als Profi bei Zoll und Bundeswehr aktiv, stieg so schon mit 24 Jahren als Sportler aus und begann seine Trainerlaufbahn. Neben der reinen Trainingsarbeit gelte es auch „die Gruppen zusammenzuführen“, erläutert er. Am CJD-Internat habe man meist acht oder neun Sportler im Training und könne diese gut betreuen.

Auch in Ruhpolding ist durch Schöpfs Unterstützung die Arbeit deutlich erleichtert. Am dortigen Stützpunkt leitet Fabian Heibler die Trainingsgruppe. Als aktiver Sportler hatte der Samerberger auch in Ruhpolding trainiert und Erfahrungen im Deutschlandpokal gesammelt. Sein damaliger Trainer war Marek Rein. Dann riefen Janik Werner und der zweimalige Weltcup-Gesamtsieger Tobias Angerer (Traunstein) das Jugendteam ins Leben. Werner, der das Training zwei Jahre lang leitete, fragte Heibler, ob er ihn unterstützen wolle. Das tat dieser nach kurzer Bedenkzeit und war zwei Jahre als Co-Trainer aktiv. Als Werner sein Studium beendet hatte, beendete er auch seine Tätigkeit als Trainer und ist nun im Arbeitsalltag gefordert. „Für mich war klar, dass ich weitermache. Die zwei Jahre als Co bei Janik waren supertoll. Aber seit ich selbst die Gruppe leite und die Trainingspläne mache, habe ich sogar noch mehr Motivation.“ Was nicht nur an den erweiterten Aufgaben liegt: „Die Sportler sind meine Motivation, weil die so ehrgeizig sind“, lobt Heibler seine Schützlinge. Diese Motivation ist auch nötig, denn der 25-Jährige hat zusätzlich einen Vollzeitjob als Feinwerkmechaniker zu bewältigen. Um für die Wettkämpfe – da ist im Normalfall spätestens am Freitag die Anreise – und Lehrgänge genügend Zeit zu haben, braucht er rund 15 Urlaubstage, ausreichend Überstunden und einen verständnisvollen Chef: „Zum Glück ist er auch sportbegeistert und ermöglicht mir das“, freut sich Heibler.

Mit im Team ist auch Florian Buchner. Der Eisenärzter lebt mittlerweile in Ruhpolding und leitet dienstags die Übungseinheiten. Der Schwerpunkt liege auf „Kraft- und Stabilisationstraining mit spielerischen Elementen“, erläutert er. Buchner selbst war als aktiver Langläufer zwei Jahre am CJD und arbeitet inzwischen als Physiotherapeut. Der 27-Jährige engagiert sich im zweiten Jahr im Team, „und es ist schön, etwas zurückzugeben“.

Der Mittwoch ist für den Nachwuchs ein Höhepunkt der Woche, denn da werden die jungen Sportler von Tobias Angerer angeleitet. Der mittlerweile 42-Jährige hatte 2006 und 2007 sogar den Gesamtweltcup gewonnen. „Das ist natürlich eine besondere Motivation für die Sportler“, weiß Heibler.

Bei den Einheiten ab Freitag ist dann der Samerberger selbst zuständig – jetzt auch gemeinsam mit Thomas Schöpf. Die Lehrgänge werden im Sommer immer gemeinsam mit dem CJD-Team bestritten. Zu den Wettkämpfen im Winter fährt man ohnehin gemeinsam – denn“ „wir sind ein Team“ ist das Motto schon bei den jungen Langläufern. who

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