STATISTIKEN DER STARBULLS-EISHOCKEYSPIELER

Erstes Tor nach 15 Sekunden: Nur Bilek war in seinem ersten Spiel schneller als Slavicek

Erstes Spiel und gleich das erste Tor: Bohumil Slavicek (links, halb verdeckt) traf im Heimspiel gegen Landsberg zum 7:0. Den schnellsten Scorerpunkt eines Debütanten schaffte er allerdings nicht.
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Erstes Spiel und gleich das erste Tor: Bohumil Slavicek (links, halb verdeckt) traf im Heimspiel gegen Landsberg zum 7:0. Den schnellsten Scorerpunkt eines Debütanten schaffte er allerdings nicht.
  • vonManfred Eder
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Es war 2018 beim 10:2-Heimsieg der Starbulls gegen die Eisbären Regensburg. Der Tscheche Viteszlav Bilkk bestritt sein erstes Spiel für Rosenheim und traf nach 15 Sekunden. Er war das schnellste Tor im ersten Spiel eines Neuzugangs.

Rosenheim – War die Vorlage von Starbulls-Stürmer Bohumil Slavicek nach 37 Sekunden gegen Landsberg am Freitag der schnellste Scorerpunkt eines Rosenheimer Neuzugangs? Man könnte es meinen, aber es war nicht so. Der Ersatz für den für schwierigere Aufgaben geschonten Kyle Gibbons hätte bei aller blitzartigen Entschlossenheit doch um einiges schneller sein müssen, um den Rekord eines Landsmannes zu übertreffen.

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Jeweils sechs Scorerpunkte für drei Spieler

Erinnern wir uns gut drei Jahre zurück: Ende Januar 2018. Die beiden finnischen Legionäre Jussi Nättinen und Petri Lammassaari waren nicht die erwarteten Leistungsträger und wurden daher durch zwei Neue, Chase Witala und Viteszlav Bilek, ersetzt. Während Witala in seiner ersten Partie noch leer ausging, klickte es am 28. Januar 2018 in Bileks erstem Spiel mit Witala und Michael Fröhlich als drittem Mann phänomenal. Nach 15 Sekunden traf der Tscheche erstmals ins Schwarze, am Schluss stand es 10:1 und alle drei hatten jeweils sechs Scorerpunkte (!) erzielt. Und der Gegner hieß – Eisbären Regensburg! Von den 19 Spielern, die am Sonntag in Rosenheim wesentlich knapper verloren, waren damals fünf auf dem Eis, zwei weitere fehlten verletzt beziehungsweise gesperrt.

Natürlich sind die Zeiten zweistelliger Regensburger Niederlagen erst einmal vorbei, dennoch schlagen sich die Starbulls traditionell gegen die in den letzten beiden Jahren in der Tabelle weiter vorn platzierten Oberpfälzer sehr gut. In den letzten vier Heimspielen ließen sie nichts anbrennen und siegten mit einem Gesamttorverhältnis von 20:6! In Regensburg allerdings, wo die Eisbären heute Abend auf Revanche brennen, gab es weniger zu holen: nur einen Sieg und einen weiteren Punktgewinn aus den letzten fünf Gastspielen.

Zweite Shutout für Jonas Stettmer

Am Freitag war es da schon wesentlich leichter, die Punkte einzufahren. Gegen die in dieser Liga in jeder Hinsicht überforderten Landsberger lief es zwar lange Zeit ziemlich zäh, doch am Schluss stand mit 8:0 (nach 10:0 und 9:3) nicht nur der dritte haushohe Sieg, sondern auch der zweite Shutout der Saison für Jonas Stettmer zu Buche. Und man musste dabei auch nicht auf die heuer bewährten Mehrfachschläge zurückgreifen, denn mit Ausnahme der letzten drei Treffer im Zwei-Minuten-Takt fielen die Tore in schöner, eher gemütlicher Regelmäßig-keit. Auffällig, dass die Starbulls fast immer in der Lage sind, im letzten Drittel das Tempo noch einmal kräftig anzuziehen. Nach dem 5:0 in den letzten zwanzig Minuten gegen Landsberg machte auch der 3:0-Schlussabschnitt gegen die bis dahin völlig gleichwertigen Regensburger den Unterschied aus. Diese hatten allerdings auch am Freitag bereits geschwächelt und im anderen Spitzenderby gegen Selb eine 4:1-Führung vorübergehend verspielt, ehe sie in Overtime schließlich doch noch siegten.

Siebter Shorthander der Starbulls in dieser Saison

Kein einziges Tor kassierten Draxinger & Co. an diesem Wochenende wieder mal bei gleicher Spielerzahl, sodass man auch die beiden Regensburger Überzahltreffer verschmerzen konnte, noch dazu, wo Michael Baindl ja mit dem Führungstreffer kurz vor dem ersten Pausenpfiff in Unterzahl dagegenhielt. Es war übrigens bereits der siebte Shorthander der Starbulls in dieser Saison, die dabei nur von Selb und Deggendorf mit ihren genialen Konterspielern Nick Miglio bzw. Thomas Greilinger übertroffen werden.

Seit fast drei Jahren wieder an der Spitze

Besonders bedeutsam an diesem Zusammentreffen zweier Spitzenclubs am Sonntag: Durch den 5:2-Erfolg stehen die Starbulls erstmals seit fast genau drei Jahren wieder an der Spitze der Tabelle. Damals hatten sie vier Wochen lang die Pole Position inne gehabt, ehe sie sie durch eine 5:7-Niederlage in Weiden dem späteren Aufsteiger Deggendorf überlassen mussten. Seither sind sie nie mehr über Rang Zwei hinausgekommen.

Hauchdünner Vorsprung nach dem „Corona-System“

Allerdings ist der Vorsprung hauchdünn und beruht auf dem „Corona-System“, also Punkte pro Spiel. Momentan haben die Starbulls und Regensburg bei gleich viel Spielen je 2,36 Punkte pro Partie erobert, die Selber Wölfe 2,35. Die Starbulls führen also derzeit aufgrund ihres überragenden Torverhältnisses von plus 65 vor den punktgleichen Eisbären. Da Selb jedoch sieben Punkte mehr auf dem Konto hat, müssten die Starbulls die drei Spiele, die sie gegenüber den Wölfen noch in der Hinterhand haben, allesamt gewinnen (mindestens zwei in regulärer Spielzeit), um Platz Eins beizubehalten. Außerdem könnten sich die Regensburger schon heute Abend, dann wieder mit dem am Sonntag gesperrten „Torraum-Monster“ Peter Flache, durch einen Sieg die Top-Position zurückholen. Grund genug also, die seit acht Spielen andauernde Siegesserie auch in der Höhle des Löwen (bzw. des Eisbären) fortzusetzen!

Kaum zu übersehen war das Beinstellen des Regensburgers Philipp Vogel gegen Tobi Draxinger, der anschließend voll in die Bande krachte. Eine Strafzeit für den Regensburger gab es allerdings nicht.
Das spielentscheidende Tor zum 3:2 gegen Regenburg durch eine feine Einzelleistung von Starbulls-Stürmer Enrico Henriquez (rechts).

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