Erste Saisonniederlage für Mühldorf

Im dritten Satzschlüpfte Hauke Ferch ins Trikot des Libero. Mit Fabian Liemer und Lars Rommel leitete er damit die Wende ein, Mühldorf kehrte nach dem 2:3 also nicht punktlos aus Unterfranken nach Hause zurück. Enzinger

Mühldorf. – Jetzt ist es also passiert: Der TSV Mühldorf hat gegen den Zweitplatzierten der 3.

Liga Ost seine erste Saisonniederlage eingefahren. Im Hexenkessel des TSV Eibelstadt lagen die Mühldorfer bereits mit zwei Sätzen im Rückstand, bevor sich das Team um Trainer Michi Mayer wieder auf seine Stärken besann und den Spieß umdrehte. Nach fünf Sätzen ließen sich zwar die „Black Mambas“ aus Unterfranken als Sieger feiern (25:23, 25:22, 16:25, 22:25, 15:10). Doch einen Punkt nahmen die Tabellenführer aus Mühldorf mit, womit sie die Verfolger aus Eibelstadt zumindest mit zwei Punkten Abstand auf Distanz halten konnten.

Es sollte erneut ein hitziges Aufeinandertreffen werden, wie bereits vor ein einhalb Jahren, als es schon einmal zu viel diskutierten Entscheidungen des Schiedsrichters gekommen war, die schon damals mit Gelben und Roten Karten geahndet wurden. Und auch diesmal wurden die Mühldorfer mit Punktverlust bestraft. Zweimal. Für Situationen, die Trainer Michi Mayer als „positive Reaktionen“ seiner Spieler bewertet hätte. „Aber egal, die waren nicht ausschlaggebend für den Spielverlauf!“

Dass Mühldorf beim 2:3 zumindest einen Punkt einheimsen konnte, darüber zeigt sich Mühldorfs Coach höchstzufrieden: „Auswärtsspiel, beim Zweiten, nach fast vier Stunden Anfahrt. Alles gut!“, so Mayer, zumal man Eibelstadt damit im direkten Vergleich ja gleich zwei Punkte Differenz abgeluchst hatte.

Dass die Eibelstädter so einen furiosen Start hingelegt haben, lag daran, dass Mühldorfs Leistungsträger geschwächt ins Spiel gingen. Zuspieler Alex Brandstetter konnte erkältungsbedingt nicht seine gewohnte Stärke abrufen. Libero Xander Mühlbauer ging schon unter Schmerzen in den Unterarmen ins Spiel, wurde zum Ziel der Eibelstädter Aufschläge auserkoren und war damit am Samstag schlichtweg überfordert. Das 13:17 im ersten Satz konnten die Mühldorfer noch kompensieren, drehten dieses sogar in eine 21:20-Führung. Doch Eibelstadt hatte am Ende das größere Glück: Trainer Mayer hatte bereits Auszeit angedeutet, der erste Schieri jedoch schon das Spiel angepfiffen und Nico Philipeit servierte die Angabe ins Netz – 23:25.

Ein ähnliches Bild in Durchgang zwei. Die Mühldorfer diesmal besser im Spiel und in Führung, doch Eibelstadt gab nicht klein bei, gestaltete die Partie ausgeglichen und dominiert schließlich mit 25:22. Erst als Michi Mayer für den verletzten Xander Mühlbauer Hauke Ferch als Libero aufs Feld schickte und den an diesem glücklosen Nelson sowie Alex Brandstetter geggen Lars Rommel (Zuspiel) und Fabian Liemer (Diagonal) ersetzte, kam die Wende. Mühldorf dominierte plötzlich das Spiel, Tom Brandstetter und Fabian Bartsch griffen beherzt an – Mühldorf holte ein klares 25:16. Nach dem 25:22 in Durchgang vier war alles wieder offen. Dann aber, in Satz fünf, reihten sich gleich zu Beginn dumme Fehler aneinander: Ein verschlagener Service, ungenaues Zuspiel, Hammeraufschlag von Eibelstadt: Schon stand es 0:4. „Und das holst du in einem fünften Satz nicht mehr auf“, so Maier. In der Tat hatte am Ende Eibelstadt mit 15:10 das bessere Ende für sich.

Dass Lars Rommel an diesem Tag als bester Mühldorfer Spieler ausgezeichnet werden sollte, war die logische Konsequenz nach einer großartigen Leistung. Die attestiert Mayer übrigens auch dem eingewechselten Liemer. Mayer: „Beide waren herausragend!“ je

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