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Mehrere Ligen betroffen

Erste Anpassungen im Ligapokal: Fußball-Bewerb wird modifiziert – Ganze Runden gestrichen

Wiedersehen: Burghausens Andrija Bosnjak sowie die Buchbacher Samed Bahar und Marco Rosenzweig (von links) treffen auch in der Zwischenrunde des Ligapokals der Regionalliga Bayern aufeinander.
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Wiedersehen: Burghausens Andrija Bosnjak sowie die Buchbacher Samed Bahar und Marco Rosenzweig (von links) treffen auch in der Zwischenrunde des Ligapokals der Regionalliga Bayern aufeinander.

Noch ist es nicht offiziell, aber schön langsam sickert die Nachricht durch: Der Bayerische Fußball-Verband hat seine Anpassungen in den Ligapokal-Bewerben auf Verbandsebene vorgenommen. In einem ersten Schreiben sind wohl die Vereine von der Regional-, Bayern- und Landesliga informiert worden.

Rosenheim/Mühldorf – Noch ist es nicht offiziell, aber schön langsam sickert die Nachricht durch: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat seine Anpassungen in den Ligapokal-Bewerben auf Verbandsebene vorgenommen. In einem ersten Schreiben sind wohl die Vereine von der Regional-, Bayern- und Landesliga von den Modifizierungen informiert worden. Dabei sind teilweise ganze Runden gestrichen worden. Auch das Vorgehen des BFV im weiteren Verlauf der Meisterschaftsrunden wird nun deutlicher.

Regionalliga Bayern

Meisterschaft: Die Spieltage 28 bis 34 sind in der Regionalliga Bayern noch ausständig und sollen ab dem 27. März ausgetragen werden. Der letzte Spieltag ist für den 8. Mai angesetzt – danach geht nichts mehr, weil dann für den Meister die Qualifikationsspiele zur 3. Liga beginnen. Bis zum Punktspielstart im Frühjahr sollen auch alle acht noch ausständigen Nachholspiele über die Bühne gegangen sein. Die Crux an der Sache: Alleine Schlusslicht VfR Garching hat fünf Nachtragspartien zu bestreiten. Deshalb will der BFV den Ball bereits am 6. Februar schon wieder rollen lassen.

Nachholspiele werden entscheidend sein

Vor allem für das Titelrennen und den Abstiegskampf sind die Nachholspiele entscheidend, wie der Blick auf die Tabelle beweist: An der Spitze stehen Viktoria Aschaffenburg mit 50, der 1. FC Nürnberg II und die SpVgg Bayreuth mit 49 Punkten – sie haben allesamt bislang 25 Spiele absolviert. Der FC Schweinfurt 05 mit 44 Punkten steht erst bei 23 Begegnungen. Am Tabellenende belegt der SV Heimstetten mit 26 Punkten den ersten Nichtabstiegsplatz, auf den Relegationsplätzen stehen der TSV 1860 Rosenheim (21) und der FC Memmingen (20), den direkten Abstiegsrang belegt der VfR Garching (13).

Während aber Heimstetten und die Sechziger bereits 25 Spiele bestritten haben, hält Memmingen bei 22 Matches und Garching bei erst 20 Partien. Die Liste der Nachholspiele: Garching – Memmingen (14. Spieltag), Aubstadt – Garching (22. Spieltag), Schweinfurt – Schalding-Heining (24. Spieltag), Memmingen – Burghausen, Garching – Rain/Lech (jeweils 25. Spieltag), Schweinfurt – Garching (26. Spieltag), Garching – Heimstetten, Memmingen – Schweinfurt (jeweils 27. Spieltag).

Ligapokal:

Die Hinspiele aus der Vorrunde waren gleich nach dem Re-Start angesetzt worden, die Rückspiele wären im November über die Bühne gegangen. Nun hat sich der BFV wohl entschlossen, die Vorrunde abzubrechen und nach den Hinspielen zu werden. Dabei ergaben sich folgende Tabellen:

  • Gruppe Südost: 1. SV Wacker Burghausen 9:6 Tore/6 Punkte, 2. TSV 1860 Rosenheim 6:6/4, 3. TSV Buchbach 4:5/4, 4. SV Schalding-Heining 4:6/3.
  • Gruppe Süd: 1. SV Heimstetten 3:2/4, 2. FC Augsburg II 6:1/3, 3. VfR Garching 2:8/1.
  • Gruppe Südwest: 1. FV Illertissen 8:4/4, 2. FC Memmingen 1:4/3, 3. TSV Rain/Lech 4:5/1.
  • Gruppe Nordost: 1. VfB Eichstätt 5:3/4, 2. SpVgg Bayreuth 3:2/4, 3. 1. FC Nürnberg II 1:4/0.
  • Gruppe Nordwest: 1. SV Viktoria Aschaffenburg 5:3/6, 2. FC Schweinfurt 05 4:1/5, 3. SpVgg Greuther Fürth II 3:4/2, 4. TSV Aubstadt 2:6/2.

Gruppensieger, Zweite und die beiden besten dritten ziehen ins Viertelfinale ein

Anhand einer Quotientenregelung ist nun die Zwischenrunde eingeteilt worden, die im Februar ausgespielt wird. Dabei geht es in drei Vierergruppen um den Einzug ins Viertelfinale, das die Gruppensieger, die Gruppenzweiten und die zwei besten Gruppendritten bestreiten. Weil Burghausen und Buchbach in einer Gruppe sind, steht wieder ein Inn/Salzach-Duell auf dem Plan. Vom 6. bis 20. März geht es dann in der K.o-Phase um den Sieg im Ligapokal, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt – übersteht ein Verein die Zwischenrunde, dann ist er nur noch drei Siege von einer großen Einnahme entfernt. Der unterlegene Finalist und die beiden weiteren Halbfinalisten haben sich zumindest die Teilnahme am Viertelfinale im BFV-Toto-Pokal gesichert – wie auch der Gewinner der Trostrunde der fünf Vereine, die nicht in der Zwischenrunde stehen. Die Gruppeneinteilung:

  • Zwischenrunde 1: VfB Eichstätt, SV Viktoria Aschaffenburg, FC Memmingen, TSV 1860 Rosenheim.
  • Zwischenrunde 2: FV Illertissen, SpVgg Bayreuth, FC Augsburg II, SV Schalding-Heining.
  • Zwischenrunde 3: SV Wacker Burghausen, SV Heimstetten, FC Schweinfurt 05, TSV Buchbach.
  • Trostrunde: SpVgg Greuther Fürth II, TSV Aubstadt, TSV Rain/Lech, VfR Garching, 1. FC Nürnberg II.

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Bayernliga Süd

Meisterschaft: Weil ein regulärer Spieltag weniger auf dem Zettel steht und man eine Woche länger Zeit hat (bis 15. Mai), kann es die Bayernliga Süd etwas gemächlicher angehen lassen. So sind die ersten Nachholspiele ab 7. März angesetzt, während der erste komplette Spieltag im Jahr 2021 ab dem 10. April anlaufen soll. Insgesamt gibt es 15 Begegnungen, die noch nachgeholt werden müssen – vor allem, weil zuletzt sieben Partien an einem Spieltag ausfielen. Zwei Nachholspiele hat der TSV Wasserburg, drei Begegnungen warten noch auf den SV Kirchanschöring. Im Abstiegskampf hat die SpVgg Hankofen-Hailing bislang alle 28 Spiele bestritten – und muss bei einer Platzierung knapp vor den Relegationsplätzen hoffen, dass die Konkurrenz nicht allzusehr punktet. Alle Nachholspiele: Türkspor Augsburg – Deisenhofen (22. Spieltag), Kottern – Donaustauf (23. Spieltag), Nördlingen – Ismaning, Landsberg – Kirchanschöring (jeweils 24. Spieltag), Ingolstadt II – Schwaben Augsburg (26. Spieltag), Wasserburg – Türkspor Augsburg, Kirchanschöring – Pipinsried, Pullach – Dachau 1865 (jeweils 27. Spieltag), Schwabmünchen – Kottern, Türkspor Augsburg – Ismaning, Pipinsried – Wasserburg, Dachau 1865 – Kirchanschöring, Deisenhofen – Schwaben Augsburg, Landsberg – Regensburg II, Donaustauf – Nördlingen (jeweils 28. Spieltag).

Ligapokal:

Die Bayernliga Süd war hingegen noch gar nicht im Ligapokal-Modus. Die Vorrunde hätte eigentlich in sechs Dreiergruppen im November ausgetragen werden sollen. Nun wird aus der Vor- die Zwischenrunde, die vom 20. Februar bis Ende März gespielt werden soll. Dabei gilt folgende Gruppeneinteilung:

  • Gruppe A: TSV Nördlingen, TSV Schwaben Augsburg, Türkspor Augsburg.
  • Gruppe B: TSV Schwabmünchen, TSV Landsberg, TSV Kottern.
  • Gruppe C: FC Ingolstadt 04 II, FC Pipinsried, TSV Dachau 1865.
  • Gruppe D: FC Ismaning, FC Deisenhofen, TSV 1860 München II.
  • Gruppe E: SSV Jahn Regensburg II, SV Donaustauf, SpVgg Hankofen-Hailing.
  • Gruppe F: SV Pullach, TSV Wasserburg, SV Kirchanschöring.

Gruppensieger und die beiden besten Gruppenzweiten kommen ins Viertelfinale

Die sechs Gruppensieger und die zwei besten Gruppenzweiten schaffen den Sprung ins Viertelfinale, das am Ostermontag (5. April) ausgetragen wird. Das Halbfinale ist für den 20. April angesetzt, das Endspiel für 27. April. Um einen Aufstiegsplatz in die Regionalliga geht es dann im Duell mit dem Ligapokalsieger der Bayernliga Nord, das in Hin- und Rückspiel am 4. und 11. Mai angesetzt ist.

Landesliga Südost

Meisterschaft:Auch die Landesliga Südost hat noch sieben reguläre Spieltage auf dem Plan und beginnt Anfang April mit der Frühjahrsrunde. Der letzte Spieltag ist für 15. Mai angesetzt. Die ersten Nachholspiele sollen am 20. Februar ausgetragen werden. Zwölf Begegnungen müssen noch nachgeholt werden, auf den SV Erlbach, TuS Holzkirchen und TSV Waldkirchen warten jeweils drei Spiele. Mit drei Siegen könnten die Mannen aus dem Holzland sogar die Tabellenspitze übernehmen. Holzkirchen hofft dagegen, sich der Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt zu entledigen, während Schlusslicht Waldkirchen die Chancen hat, noch an die Relegationsplätze heranzukommen. Mit Eintracht Karlsfeld, dem TSV Grünwald, 1. FC Passau, Kirchheimer SC und TSV Kastl haben fünf Mannschaften bislang alle Partien absolviert und spielen vor April nicht um Punkte. Die Liste der noch offenen Begegnungen: Traunstein – ASV Dachau, Holzkirchen – Töging, SB Rosenheim – Hallbergmoos, Waldkirchen – Erlbach (jeweils 22. Spieltag), Töging – Waldkirchen (23. Spieltag), Freising – Erlbach, SB Rosenheim – Landshut, Hauzenberg – ASV Dachau (jeweils 24. Spieltag), Hauzenberg – Waldkirchen (26. Spieltag), Landshut – Holzkirchen (27. Spieltag), Holzkirchen – Unterföhring, Ampfing – Erlbach (jeweils 28. Spieltag).

Ligapokal:

Auch im Ligapokal der Landesliga Südost wird aus der Vor- die Zwischenrunde. In den sechs Dreiergruppen sind im Herbst lediglich zwei Spiele ausgetragen worden, die restlichen Spieltage waren für den kompletten November angesetzt. Nun werden diese Gruppenspiele aller Voraussicht nach ab dem 20. Februar als Zwischenrunde fortgesetzt. Die einzelnen Gruppen:

  • Gruppe 1: ASV Dachau, FC Unterföhring, TSV Eintracht Karlsfeld.
  • Gruppe 2: 1. Kirchheimer SC und VfB Hallbergmoos-Goldach jeweils 2:2/1, 3. SE Freising.
  • Gruppe 3: SB Rosenheim, TSV Grünwald, TuS Holzkirchen.
  • Gruppe 4: FC Töging, SpVgg Landshut, TSV Ampfing.
  • Gruppe 5: SB Chiemgau Traunstein, SV Erlbach, TSV Kastl.
  • Gruppe 6: 1. FC Sturm Hauzenberg und 1. FC Passau jeweils 2:2/1, 3. TSV Waldkirchen.

Gleicher Modus wie in der Bayernliga

Die sechs Gruppensieger und zwei besten Gruppenzweiten spielen dann in Viertel- und Halbfinale die beiden Endspielteilnehmer aus. Der Ligapokalsieger der Landesliga Südost wird dann mit den Gewinnern der Ligapokal-Bewerbe aus den vier weiteren Landesligen insgesamt drei Aufsteiger in die beiden Bayernligen ermitteln.

Früher Start, veränderter Ligapokal-Modus: Das sagen die heimischen Fußball-Regionalligisten

Ehrgeizige Pläne des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV): Bereits ab 6. Februar sollen die 17 Mannschaften der Regionalliga Bayern wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Mit der aktuellen Terminierung ist der Verband der Forderung der Vereine nachgekommen, die sich einen groben zeitlichen Fahrplan gewünscht haben, um den Rest dieser ungewöhnlichen und hoffentlich einmaligen Corona-Spielzeit planen zu können. Und so versteht es auch Verbandsspielleiter Josef Janker: „Das ist jetzt zunächst einmal als Angebot an die Vereine zu verstehen. Ein Rahmenterminplan, anhand dessen sich die Klubs im Groben orientieren können. Natürlich alles noch ohne Gewähr. Wir wissen ja im Moment nicht, wie sich die Lage zum Beispiel am 15. Januar darstellt.“ Unsicherheitsfaktor Nummer zwei ist natürlich die Witterung, denn die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass Anfang Februar vielerorts in Bayern Fußball gar nicht möglich ist – zumindest nicht auf Naturgrün.

SV Wacker Burghausen profitiert von seinem Kunstrasen

„6. Februar ist natürlich sportlich, wir tun uns da bei der Vorbereitung sicher leichter als andere Vereine, die nicht einen so tollen Kunstrasen haben wie wir“, sagt Burghausens Geschäftsführer Andreas Huber, der eigentlich lieber gleich mit der Liga begonnen hätte: „Für Vereine, die in Auf- und Abstiegskampf verwickelt sind, mag der Ligapokal eine gute Vorbereitung sein. Bei uns geht die Tendenz ja eher Richtung Mittelfeld, deswegen hat der Ligapokal mit dem möglichen Startplatz im DFB-Pokal für uns eine große Bedeutung und hat keineswegs Vorbereitungscharakter.“ Aufgrund der Schließung der Sportstätten im November hat der BFV im Ligapokal die Rückspiele der Vorrunde gestrichen.

Als Tabellenführer der Vorrunden wurde Burghausen in der Zwischenrunde mit zwei Heimspielen belohnt.

Hier die vorläufigen Ansetzungen der Inn/Salzach-Vereine: 13. Februar: SV Wacker Burghausen – FC Schweinfurt 05, SV Heimstetten – TSV Buchbach, SV Viktoria Aschaffenburg – 1860 Rosenheim; 20. Februar: Buchbach – Wacker Burghausen, 1860 Rosenheim – VfB Eichstätt; 27. Februar: Wacker Burghausen – SV Heimstetten, FC Schweinfurt 05 – Buchbach, FC Memmingen – 1860 Rosenheim.

„Wir rechnen uns gute Chancen aufs Viertelfinale aus“

„Bei zwei Heimspielen und nur einem Auswärtsspiel rechnen wir uns gute Chancen aufs Viertelfinale aus. Dann wären wir nur noch drei Spiele von einem möglichen DFB-Pokal-Startplatz entfernt“, so Burghausens Sportlicher Leiter Karl-Heinz Fenk. Und auch Huber traut Wacker viel zu: „An einem guten Tag können wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen.“

Während in Burghausen die Vorbereitung wohl bereits in den ersten Januar-Tagen starten wird, lässt man sich in Buchbach mehr Zeit. „Wir sehen den Ligapokal als Teil der Vorbereitung und werden wohl erst um den 20. Januar starten. Jetzt warten wir erst mal ab und dann richten wir uns nach den Vorgaben, auf alles andere verschwenden wir keine unnötige Energie“, so Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier, der aber trotzdem das Ziel vorgibt: „Wir wollen ins Viertelfinale.“ Erstmalig seit knapp 20 Jahren werden die Buchbacher im Winter kein Trainingslager beziehen. Hanslmaier: „Auch finanziell wäre das nicht machbar.“

Klassenerhalt steht im Fokus beim TSV 1860 Rosenheim

Beim TSV 1860 Rosenheim bittet Trainer Thomas Kasparetti am 12. Januar zum Trainingsauftakt, bei den Sechzigern steht ganz klar der Klassenerhalt in der Liga im Fokus. „Der Ligapokal ist für uns eine super Vorbereitung“, so Sportlicher Leiter Hans Kroneck, dem natürlich vor allem die Ansetzung mit dem Spiel in Aschaffenburg schwer im Magen liegt: „Wir müssen ja im Frühjahr auch in der Liga noch nach Aschaffenburg. Das sind schon enorme Kosten.“ mb

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