Erst Ligapokal – dann Regionalliga: 1860 trifft in der Vorrunde auf Buchbach und Burghausen

1860 Rosenheim hat mit dem Training begonnen. Trainer Thomas Kasparetti bespricht mit seinem Spielern das Programm.

Die 17 bayerischen Fußball-Regionalligisten steigen mit dem Ligapokal in die restliche Saison 2019/20 ein. Der neu geschaffene Wettbewerb soll am 5. September gestartet werden, die ersten Ligaspiele sind erst drei Wochen später angesetzt, wie der Bayerische Fußball-Verband (BFV) mitteilte

Rosenheim/Mühldorf – Voraussetzung für den Start der Fußball-Saison mit dem Ligapoka der 17 bayerischen Fußball-Regionalligisten ist, dass die bayerische Staatsregierung wie erwartet ab September wieder Spiele mit Zuschauern erlaubt. Bis November sollen sechs der verbleibenden elf Spieltage über die Bühne gebracht werden, die restlichen fünf werden vom 10. April bis zum 8. Mai 2021 ausgetragen.

Um die Teilnahme am DFB-Pokal

Zwischendurch gehört die Saison dem Ligapokal, in dem es für die Regionalligisten nicht um einen Aufstiegsplatz, sondern „nur“ um die Teilnahme am DFB-Pokal 2021/22 geht. Mindestens zwölf Spiele sind für die heimischen Klubs bis zum Finale zu bestreiten, das am 13. April 2021 stattfinden soll. Der BFV hatte den Vereinen versprochen, dass sie nicht weniger Spiele bestreiten würden als in einer „normalen Saison“ zwischen September und Mai.

17 Verein in fünf Gruppe eingeteilt

In der Vorrunde sind die 17 Vereine in fünf Gruppen mit jeweils drei oder vier Mannschaften eingeteilt. In der Gruppe 5 spielen dabei die vier südostbayerischen Teams jeweils einmal zuhause und einmal auswärts gegeneinander: 1860 Rosenheim, der TSV Buchbach, Wacker Burghausen und der SV Schalding-Heining. SV Heimstetten und VfR Garching bilden eine Dreier-Gruppe mit dem FC Augsburg II.

Der Tabellenletzte und der schlechteste Dritte scheiden aus

Nur der jeweilige Tabellenletzte und der schlechteste Dritte verpassen den Sprung in die Finalrunde, in der ab Anfang März zwölf Teams in drei Gruppen die acht Viertelfinal-Teilnehmer ausspielen. Für die fünf Schlusslichter und die drei Verlierer der Finalrunde gibt es eine Trostrunde, in der noch ein Platz im Viertelfinale des Toto-Pokals 2021 winkt. Dort landen auch die Final- und Halbfinal-Verlierer des Ligapokals. Sollte es nochmals zu Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie kommen, kann der Ligapokal auch verkürzt – oder im schlimmsten Fall ganz abgebrochen – werden. Vorrang haben die Liga-Spiele.

Der Vorletzte und Drittletzte gehen in die Relegation

Mit dem letzten Regionalliga-Spieltag ist die Saison 2021 aber längst nicht für alle Regionalligisten beendet: Der Vorletzte und der Drittletzte gehen in die Relegation mit den beiden Vizemeistern der Bayernliga. Die ersten Vier sollen nach den Vorstellungen von Präsident Rainer Koch eine Play-Off-Runde bestreiten, in der der Teilnehmer an der Qualifikation zur dritten Liga ermittelt wird. Dort muss der bayerische Vertreter gegen den Meister der Regionalliga Nord antreten, die 2020/21 in zwei Gruppen ausgetragen wird.

Garching will klagen

Um den Abstieg aus der Regionalliga droht dem BFV eine Auseinandersetzung vor dem Sportgericht. Tabellen-Schlusslicht VfR Garching hat angekündigt, dort gegen eine Streichung der Punkte aus den Spielen gegen Türkgücü München zu klagen. Der Tabellenführer spielt in der neuen Saison 2020/21 schon in der 3. Liga. Garching hatte in der Hinrunde als einer von nur drei Regionalligisten gegen Türkgücü gewonnen – und als einziger Abstiegskandidat. ah

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