Eröffnung im Zeichen des Jubiläums

Ruhpoldinger Olympiasieger: Fritz Fischer und Ricco Groß, jetzt Trainer in Österreich. Weitz
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Ruhpoldinger Olympiasieger: Fritz Fischer und Ricco Groß, jetzt Trainer in Österreich. Weitz

Ruhpolding – Das Jubiläum wirft seine Schatten voraus – und mischt auch schon im Weltcup mit.

Der SC Ruhpolding feiert 2020 sein 100-jähriges Bestehen. Die großen Feierlichkeiten gehen erst im Sommer über die Bühne – unter anderem mit der Weltmeisterschaft im Sommer-Biathlon, für die Karin Orgeldinger, Sportdirektorin des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) bereits ankündigte, „mit voller Stärke anzutreten“.

Der Stolz auf 100 Jahre SC Ruhpolding war den Veranstaltern des Biathlon-Weltcups aber schon am Dienstag bei der Eröffnungsfeier im Championspark anzumerken. Da wurde nämlich schon einiges an Ruhpoldinger Biathlon-Geschichte aufgefahren: Angefangen von herrlichen filmischen Impressionen aus diesen 100 Jahren, über ein Gespräch mit ZDF-Co-Kommentator und SC-Ruhpolding-Vorstand Herbert Fritzenwenger, der unter anderem die Ruhpoldinger Olympia-Teilnehmer von 1936 aufzählte. Ein Höhepunkt war dann schon der gemeinsame Auftritt von Fritz Fischer und Ricco Groß, die als Mitglieder des SC Ruhpolding olympisches Gold holten und deshalb auch in Erinnerungen schwelgten. Der Zieleinlauf von Fischer mit der deutschen Fahne 1992 in Albertville sei „gesamtdeutsche Geschichte“, schwärmte Groß.

Der 49-jährige Groß kam auch ein zweites Mal die Bühne rauf, und zwar als Trainer der österreichischen Mannschaft. Insgesamt wurden 34 Nationen – beim Einmarsch begleitet von Musik von DJ Lumpi – vorgestellt, die heuer am Biathlon-Weltcup teilnehmen. Und dabei war auch das ein oder andere bekannte Gesicht zu erkennen – beispielsweise „Mr. Biathlon“ Ole Einar Björndalen als Coach der chinesischen Truppe. Auf die Frage, ob er denn bald schon Siege mit seiner neuen Mannschaft feiern kann, meinte der Norweger: „Vielleicht in ein paar Jahren.“ Den größten Beifall der mehreren tausend Fans bekam natürlich der Gastgeber, der wie immer zum Schluss einmarschierte. Denise Herrmann zeigte sich am Mikrofon von Harald von Knoerzer-Suckow, der mit Laura Erdelyi und Melitta Varlam durch die Eröffnungsfeier führte, optimistisch: „Alles ist in einem Top-Zustand und wir sind top motiviert.“

Das waren auch die Goaßl schnalzer der Rauschberger-Zell, die sogar Varlam in einem Crash-Kurs das Schnalzen beibrachten, und die Bayern-1-Band, die für Stimmung sorgte.

Gut gelaunt betraten Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler als Chef des Weltcup-OKs und Landrat Siegfried Walch die Bühne: Pichlers Wunsch für die Weltcup-Tage: „Dass alles so herzlich weitergeht, wie es angefangen hat.“ Walch richtete einen Dank „an jeden einzelnen Helfer“ und freute sich: „Es macht immer wieder Spaß, Leute aus ganz Deutschland und der ganzen Welt hier zu begrüßen.“

Für den offiziellen Teil war dann Dr. Franz Steinle, Präsident des DSV und Vizepräsident des Biathlon-Weltverbandes IBU. „Wir freuen uns riesig auf Ruhpolding“, meinte er, und sprach von „optimalen und perfekten Bedingungen“. Nach dem Hissen der IBU-Flagge im Championspark eröffnete er den Weltcup und wünschte „uns allen herausragende Wettbewerbe“.

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