WSV Kiefersfelden

Erfolgreiche USA-Reise für Jakob Lange: Flintsbacher mit Sieg und zwei zweiten Plätzen

Jakob Lange bei einem der wenigen Sprünge beim Continental Cup in Park City.
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Jakob Lange bei einem der wenigen Sprünge beim Continental Cup in Park City.

Während der Großteil der Menschen in Pandemie geplagten Zeiten vom Reisen träumt oder seit Wochen im Homeoffice festsitzt, ist Jakob Lange vom WSV Kiefersfelden ganz froh, jetzt mal wieder ein paar Tage daheim durchschnaufen zu dürfen.

Kiefersfelden – Während der Großteil der Menschen in Pandemie geplagten Zeiten vom Reisen träumt oder seit Wochen im Homeoffice festsitzt, ist Jakob Lange vom WSV Kiefersfelden ganz froh, jetzt mal wieder ein paar Tage daheim durchschnaufen zu dürfen. Vom finnischen Kuusamo, wo er Ende November nach seiner langen Krankheitspause erstmals wieder beim Weltcup mit dabei sein durfte und mit den Plätzen 25 und 28 erste Weltcup-Punkte sammeln konnte, ging es für ihn direkt weiter in die USA. Dort sollten er und sein Allgäuer DSV-Weltcupkollege Julian Schmid vom SC Oberstdorf beim Continental-Cup der Nordischen Kombinierer in Park City im Bundesstaat Utah am vergangenen Wochenende den zusätzlichen Quotenplatz für den DSV im Weltcup sichern. Das gelang den beiden bei den drei durchgeführten Rennen mit herausragenden Leistungen. Die Rennen fanden unter strengen Corona-Maßnahmen statt, zu denen auch mehrfache Tests gehörten.

„Der Motor musste wohl erst wieder richtig warm werden“

Während Lange in Kuusamo im Springen mit seinen Leistungen ganz zufrieden war, haderte der ansonsten extrem laufstarke Kombinierer dort ein wenig mit seiner Leistung in der Loipe. „Es war der erste Wettkampf im Schnee in dieser Saison und der erste Weltcup seit langem für mich. Der Motor musste wohl erst wieder richtig warm werden“, sagt Lange zu Kuusamo. Der Motor des Inngauers zündete dann in der Loipe in Park City, wo er auch im letzten Jahr schon gewonnen hatte, richtig. Beim ersten Wettkampf lag er nach dem Springen, hier wurde der provisorische Sprung gewertet, auf Rang zehn und holte den Rückstand von einer knappen Minute bereits in der ersten Runde der Zehn-Kilometer-Strecke auf. Am Ende gewann er überlegen mit 13,5 Sekunden Vorsprung vor seinen DSV-Teamkollegen Simon Hüttel und Wendelin Tannheimer.

„Alleine vorne zu laufen ist immer schwierig“

Beim Massenstart ging Lange als Erster von der Spitze weg und dominierte einmal mehr das Lauffeld. „Alleine vorne zu laufen ist immer schwierig. Die anderen im Feld können zusammenarbeiten. Ich konnte mir so nicht so viel Vorsprung rauslaufen, wie ich zum Sieg gebraucht hätte“, sagt Lange. Weil an dem Tag wieder der Wind das Springen verhinderte, wurde das Springen zu diesem zweiten Wettkampf am nächsten Tag nachgeholt. Lange wurde hier erneut Zehnter. Der Gesamtsieg ging dann knapp an Julian Schmid. Lange wurde Zweiter. Den dritten Platz belegte der US-Amerikaner Niklas Malacinski.

Beim letzten Wettkampf ging der Flintsbacher nach dem Springen wieder als Zehnter in die Loipe und schloss bald zur Spitzengruppe auf. Schmid, nach dem Springen Fünfter, hielt bis zum Ende dagegen und konnte sich diesmal in einem umkämpften Finish im Zielsprint durchsetzen. Er siegte mit einer Zehntelsekunde vor Lange. Das DSV-Podest komplettierte David Mach vom TSV Buchenberg als Dritter.

Jetzt ist erst einmal Regeneration angesagt

„Die lange Reise, dann gleich drei Wettkämpfe an drei Tagen – das war schon ziemlich anstrengend. Aber mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen bin ich natürlich happy, zumal ich gemerkt habe, dass die Laufform jetzt wieder passt. Das Springen war in Park City schwierig, zumal wir nicht wirklich viele Sprünge machen konnten und ich schon jemand bin, der viele Sprünge braucht“, sagt der Flintsbacher. Große Sprünge will er in den nächsten Tagen nicht machen. Er wird beim Weltcup in Ramsau nicht an den Start gehen, sich stattdessen regenerieren und über Weihnachten dann wieder richtig trainieren, bevor es im Januar gemeinsam mit dem Weltcup-Team zu einem weiteren Sprunglehrgang geht.

„Wir hatten das schon vorher teamintern ausgemacht, dass Julian Schmid in Ramsau startet. Ich wäre dafür in Lillehammer dabei gewesen, aber der Weltcup ist leider ausgefallen“, so Lange. Ob er dann Mitte Ja-nuar bereits in Val di Fiemme wieder im Weltcup dabei sein wird, wird erst die DSV-Nominierung nach dem Sprunglehrgang zeigen. rap

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