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Beim 3:1-Auswärtssieg der Starbulls

Er traf in Klostersee: Dieser Rosenheimer war bei seiner Tor-Premiere jünger als der Papa

Aktuell der Starbulls-Vorlagenkönig: Kapitän Dominik Daxlberger bereitete sieben der letzten neun Tore vor.
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Aktuell der Starbulls-Vorlagenkönig: Kapitän Dominik Daxlberger bereitete sieben der letzten neun Tore vor.
  • VonManfred Eder
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Sein Vater spielte lange Jahre für die Starbulls in der höchsten Spielklasse, jetzt tritt der Sohn in seine Fußstapfen. Der ist Verteidiger und erzielte in Klostersee sein erstes Pflichtspieltor für die Rosenheimer. Zumindest da war er viel schneller als sein Papa.

Rosenheim – Es war eine überschaubare Woche für die Starbulls Rosenheim: Freitag ein Gastspiel beim Tabellenletzten mit dem kürzesten Anreiseweg in der Eishockey-Oberliga Süd, Sonntag dann spielfrei. Und das Minimalprogramm hätte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können, denn mit dem Ausfall von acht (!) Stammspielern – die Zahl hätte sich ohne das Auf-die-Zähne-Beißen von Travis Oleksuk sogar auf neun erhöhen können – schrumpfte der Rosenheimer Kader in Richtung des absoluten Minimums zusammen.

Die Verfolger ließen Federn

Dennoch gab es für Jari Pasanens Team die maximal mögliche Punktausbeute, und was noch besser war: Mit dem SC Riessersee (2:4 gegen Bad Tölz) und den Höchstadt Alligators (5:6 in Overtime gegen Landsberg) ließen die unmittelbaren Verfolger am Freitag auf eigenem Eis zusammen fünf von sechs eigentlich fest eingeplanten Punkten liegen, wodurch die ebenso überraschende Starbulls-Schlappe gegen Höchstadt vor einer Woche praktisch wieder ausgeglichen ist. Und fast noch besser kam es am Sonntag, dem Rosenheimer Ruhetag:

Noch einmal null Punkte für Riessersee und einen weiteren Verfolger, Deggendorf, sowie ein Punktverlust in eigener Halle für die vor kurzem noch perfekt punktenden Weidener. Besser hätte das Wochenende für die Starbulls, deren Vorsprung auf die unmittelbaren Verfolger bei gleicher Spieleanzahl jetzt wieder sechs beziehungsweise sieben Zähler beträgt, nicht laufen können.

Zweimal das gleiche Ergebnis

Zweimal haben die Rosenheimer in dieser Saison bis dato gegen den nach wie vor sieglosen Tabellenletzten und „kleinen“ Lokalrivalen Klostersee gespielt, und zweimal war das Ergebnis das gleiche: 3:1. Dennoch kann man die beiden Matches vom Spielverlauf her nicht unbedingt vergleichen. Bei der 1:3-Niederlage in Rosenheim vor sechs Wochen verkaufte sich der Außenseiter aus Grafing lange Zeit auch vom Ergebnis her prächtig, und es dauerte bis zur 38. Minute, bis ausgerechnet der aus dem EHC-Nachwuchs hervorgegangene Max Vollmayer den Bann mit dem 1:0 brechen konnte.

Der Grafinger Ehrentreffer kam erst drei Minuten vor Schluss, zu spät, um noch mit dem Ausgleich rechnen zu können. Am Freitag hatten die Starbulls zwar Vollmayer nicht dabei, dafür aber Norman Hauner, damals noch in Bietigheim zwei Spielklassen höher aktiv, der diesmal mit einem Doppelpack in der ersten Viertelstunde für einen beruhigenden Vorsprung sorgte und letztlich zum Matchwinner wurde.

Zwei DNL-Spieler im kader

Beide Male hatten die Klosterseer den zahlenmäßig wesentlich üppigeren Kader auf dem Eis, damals 19, diesmal 18 Feldspieler. Die Starbulls hatten damals 15 Stammspieler dabei, diesmal nur 13 plus die beiden DNL-Cracks Johannes Oswald und Kilian Kühnhauser, für den es ein ganz besonderes Wochenende werden sollte. Gleich nach dem Spiel ging es für Kühnhauser nach Kassel, wo er und sein DNL-Kollege Oswald am nächsten und übernächsten Tag zwei DNL-Spiele siegreich absolvierten, zuvor aber konnte er sich noch über seinen allerersten Treffer im Senioren-Team freuen.

Vater Bobo Kühnhauser traf drei Jahre später

Mit 17 Jahren und knapp zehn Monaten ist er einer der jüngsten Rosenheimer Punktspieltorschützen aller Zeiten. Sein Vater Bernd „Bobo“ Kühnhauser war fast drei Jahre älter, als er am 5. Januar 1992 gegen Freiburg sein erstes (Bundesliga-)Tor für den SBR schoss, hatte da allerdings schon eine Saison Zweite Liga mit 15 Treffern für den Augsburger EV auf dem Buckel. Ein Vergleich aus der jüngeren Vergangenheit: Enrico Henriquez-Morales, DEL-Stammspieler in Ingolstadt, war bei seinem ersten Oberliga-Tor gegen Lindau im November 2018 noch vier Monate jünger.

Er erzielte sein erstes Pflichtspieltor für die Starbulls mit 17 Jahren.

Norman Hauner: Elf Spiele, elf Tore

Die Hauptlast der Offensive trugen am Freitag aber zwei Routiniers: Norman Hauner und Dominik Daxlberger. Obwohl Hauner erst nach dem sechsten Saisonspiel zu den Starbulls stieß, hat er inzwischen mit elf Toren in ebenso vielen Begegungen die Führung bei den Torjägern übernommen. Und nicht nur das: Von den 14 1:0-Treffern bisher (dreimal gerieten die Starbulls 0:1 in Rückstand) gingen drei auf fremdem Eis auf Hauner, während im heimischen Rofa-Stadion dreimal Stefan Reiter das Scoring eröffnete. Und Dominik Daxlberger, letzte Saison ja schon zweitbester Scorer hinter Brad Snetsinger, übernimmt in Abwesenheit seiner vielen abwesenden Teamkollegen derzeit die volle Verantwortung in der Offensive. Von den neun Toren aus den beiden letzten Partien gegen Passau und Klostersee fielen sieben (!) unter Beteiligung des Kapitäns!

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