Entscheidung gefallen: Kein Hochfelln-Berglauf 2020

Georg Anfang muss die erste Absage des Hochfellnberglaufs verkraften.
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Georg Anfang muss die erste Absage des Hochfellnberglaufs verkraften.

Schweren Herzens hat sich die Vorstandschaft des Skiclubs Bergen einstimmig dazu entschlossen, den 47. Internationalen Adelholzener Hochfellnberglauf abzusagen und erst wieder am 26. September kommenden Jahres anzusetzen. „Leider lassen uns die derzeitigen Beschränkungen und besonderen Hygieneregeln sowie die unklaren Aussichten für die Zukunft keine andere Wahl“, so der Organisationsleiter und 1. Vorsitzende des Skiclubs Bergen, Dr. Jürgen Schmid.

Bergen– Auch für Bürgermeister und Schirmherr Stefan Schneider, der in den letzten Jahren als Gemeindeoberhaupt und Bergwachtler immer hautnah mit dabei war und mitfieberte, ist die Absage alternativlos. Die Gesundheit der Athleten, Betreuer und Zuschauer habe oberste Priorität, ist man sich einig.

Zum immer am letzten Septembersonntag stattfindenden deutschen Berglaufklassiker finden sich alljährlich die besten Bergläufer der Welt und viele ambitionierte Breitensportler ein. Die bewährten Abläufe für alle Beteiligten sind aber unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht umzusetzen.

„Gegen so einen Virus ist man machtlos“

Der „Vater des Hochfellnberglaufes“ und stellvertretende Organisationsleiter Georg „Bibi“ Anfang war seit 1974 jedes Jahr an vorderster Front mit dabei und muss nun nach 46 Ausgaben in Serie die erste Absage verkraften. „Wir haben es immer durchgezogen, auch bei jedem Wetter. Von großer Hitze bis hin zu Schnee war alles dabei. Aber gegen so einen Virus ist man machtlos“, so Anfang, für den die Corona-Zeit als geselliger Mensch auch persönlich alles andere als leicht ist. „Ich gehöre ja mittlerweile zur Risikogruppe und da bin ich wochenlang nicht mehr rausgegangen“, so der 84-jährige Bergener. Geduld ist nun auch bis zum nächsten Internationalen Hochfellnberglauf am Sonntag, 26. September 2021, gefragt. mmü

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