12 Endspiele

Rosenheim – 3, 2, 1… das lange Warten hat endlich ein Ende.

Mehr als drei Monate lang ruhte die Fußball-Regionalligasaison für den TSV 1860 Rosenheim. Eine Zeit, in der sich die Elf von Thomas Kasparetti intensiv auf die verbleibenden zwölf Ligaspiele vorbereitete. Zum Auftakt in die Frühjahrsserie erwarten die Sechziger die Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg – aktuell auf Platz drei der Tabelle. Anpfiff der Partie am Samstag ist 14 Uhr.

Thomas Kasparettis Anerkennung für die Leistungen der jungen Cluberer ist hoch: „Die Mannschaft des 1. FC Nürnberg II steht völlig zurecht auf dem dritten Tabellenplatz der Regionalliga Bayern. Sie verfügen über einige sehr gute Einzelspieler, die in puncto Schnelligkeit und Technik über dem Durchschnitt eines Regionalligaspielers liegen.“ Spieler wie Casper Tengstedt, einem 19-jährigen Dänen mit der Empfehlung von vier Toren in neun Spielen, oder Philipp Harlaß, der quasi überall auf dem Feld zu finden ist und bereits sieben Treffer verbuchen konnte. Noch mehr Anerkennung zeigt der TSV-Coach jedoch vor der Leistung von Nürnbergs Trainer Marek Mintal. Der Ex-Profi habe es geschafft, so Kasparetti, dass sein Team zwar im NLZ ausgebildet wurde und sehr jung ist, aber dennoch enorm erwachsen und clever agiere. „Marek Mintal hat einem jungen Team die Erfolgsrezepte des Fußballs vermittelt. Da gehört neben Tempo im Umschaltspiel und taktisch-technischer Perfektion auch Cleverness und Mentalität dazu.“

Gegen dieses „erwachsene“ U21-Team erwartet der Chefanweiser der Rothosen trotz der unterschiedlichen Tabellensituation ein enges Spiel. „Das Hinspiel hat gezeigt, dass wir auch gegen Top-Mannschaften bestehen können. Wir haben in der Vorbereitung und im Trainingslager außerordentlich gut gearbeitet und die gesetzten Schwerpunkte automatisieren sich immer mehr.“

Personell wird Kasparetti auf drei wichtige Spieler verzichten müssen: Markus Sattelberger (Knieverletzung), Alin Goia (Aufbautraining nach Gesichtsverletzung) und seit letztem Wochenende auch auf Achitpol Keereerom. Der erst 18-jährige Angreifer hat in den vergangenen Wochen einen kometenhaften Aufstieg hingelegt und sich als Offensivkraft in der Mannschaft festgespielt. Eine Sprunggelenksverletzung macht ihm einen Einsatz im ersten Spiel der Frühjahrsrunde jedoch unmöglich.

Dennoch ist Kasparetti zufrieden: „Neben den drei verletzten Spielern stehen uns alle Mann mit einem sehr guten Fitnessniveau zur Verfügung.“ Eine Tatsache, die auch für die restliche Saison und das angestrebte Ziel Klassenerhalt wichtig sein wird. „Für uns stellt nun jedes Spiel ein Endspiel dar – zwölf an der Zahl. Sprich, so viele Chancen werden wir nicht bekommen. Wir müssen performen und dürfen nicht groß taktieren oder ausprobieren. Wir werden in den verbleibenden Begegnungen jedes Mal über die Schmerzgrenze gehen müssen.“ mpo

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