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UMFRAGE ZUM AMATEURFUßBALL

„Endlich wieder kicken, grillen und Bier“: So denken die Amateurfußball-Begeisterten

Fußball in der Region mit vollem Engagement und vor Zuschauern – das ist der große Wunsch der Teilnehmer unserer Umfrage.
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Fußball in der Region mit vollem Engagement und vor Zuschauern – das ist der große Wunsch der Teilnehmer unserer Umfrage.
  • vonLeon Simeth
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Vor knapp zwei Wochen hat die OVB-Sportredaktion zusammen mit beinschuss.de eine Umfrage gestartet, wie es den Fußballern und Vereinen aus der Region zurzeit geht. Dabei konnte jeder teilnehmen, egal ob Spieler, Trainer, Vorstand oder Fan. Nun sind die Ergebnisse ausgewertet.

Rosenheim/Mühldorf/Traunstein – Die noch laufende Spielzeit im Amateurfußball hätte laut Plan eigentlich schon Ende Mai 2020 zu Ende sein sollen. Fast ein Jahr später besteht immer noch keine Klarheit, ob oder wie die Kaugummi-Saison 2019/21 beendet wird. Genauso unklar ist, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die verschiedenen Vereine – oder sogar den gesamten Amateurfußball – haben wird. Vor knapp zwei Wochen hat dieOVB-Sportredaktion zusammen mit beinschuss.de eine Umfragegestartet, wie es den Fußballern und Vereinen aus der Region zurzeit geht. Dabei konnte jeder teilnehmen, egal ob Spieler, Trainer, Vorstand oder Fan.

Nun sind die Ergebnisse der Fußball-Begeisterten aus den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf und Traunstein ausgewertet. Von den insgesamt 1292 Umfrage-Teilnehmern befindet sich der jeweilige Verein von 552 Leuten in Rosenheim, 208 in Mühldorf und 288 in Traunstein und über 91 Prozent sind männlich. Der Großteil (57,8 Prozent) der Teilnehmer sind Spieler, Fans (24,1 Prozent) und Trainer (20,4 Prozent) machten auch zahlreich mit.

Die meisten Teilnehmer sind im Spieler-Alter

Das ist auch am Alter der Beteiligten zu sehen: Die meisten sind zwischen 25 und 34 Jahren (35,2 Prozent), gefolgt von den „Youngsters“ zwischen 19 und 24 Jahren (19,9 Prozent), den 35- bis 44- (17,6 Prozent) sowie den 45- bis 54-Jährigen (12,9 Prozent). Die älteren Fußballliebhaber kommen in der Umfrage dabei noch vor der Junioren: 7,4 Prozent der Teilnehmer sind zwischen 55 und 64 und 3,9 Prozent zwischen 65 und 74 Jahre alt – hingegen nur 3,0 Prozent sind unter 18 Jahre. Insgesamt acht Teilnehmer (0,1 Prozent) sind älter als 74.

Wie sehr fehlt den heimischen Fußball-Begeisterten der Betrieb im Amateurfußball?Das Ergebnis dieser Frage fiel nicht ganz so extrem aus, wie erwartet. „Nur“ 74,2 Prozent klickten auf „Ja“, 14,4 Prozent antworteten „Mittel“ und 3,4 Prozent wählten „eher wenig“.

Über ein halbes Jahr kein einziges (Mannschafts-)Training oder Spiel

Sind die seit November 2020 getroffenen Maßnahmen passend?Der Trainings- und Spielbetrieb in den Amateurligen steht nun seit November letzten Jahres still – über ein halbes Jahr. Die Minderheit findet diese Maßnahmen gut. 8,5 Prozent stimmten für „Ja“, 19,5 Prozent für „Eher ja“, 33,3 Prozent für „Eher nein“ und 38,8 Prozent für „Nein“.

Gibt es schon jetzt negative Auswirkungen der Corona-Pandemie?Die klare Mehrheit spürt schon jetzt negative Auswirkungen auf den jeweiligen Verein hat. Ganze 80,0 Prozent stimmten für „Ja“, 12,9 für „Weiß ich nicht“ und nur 7,1 Prozent für „Nein“. Die genannten negativen Folgen sind Verringerung des Miteinanders (24,2 Prozent), Verlust vom Nachwuchs (20,4 Prozent), Rückgang des ehrenamtlichen Engagements (16,1 Prozent), Abmeldungen von Mitgliedern (15,7 Prozent), Rückgang beziehungsweise Verlust an Sponsoren (11,9 Prozent) und finanzielle Sorgen (10,9 Prozent). 0,8 Prozent vermuten gar keine.

Zwei Drittel haben Befürchtungen

Wird es langfristig negative Auswirkungen für die Vereine geben?Das ist eine weitere große Frage, die auf den Amateurfußball zu kommt. Auch hier befürchtet der Großteil (66,8 Prozent) das Schlimmste. 15,4 Prozent antworteten „Weiß ich nicht“ und nur 17,7 Prozent sind zuversichtlich.

Machen sich bei den Vereinen auch positive Folgen der Corona-Krise bemerkbar?Laut 80 Prozent der Befragten gibt es keine. Nur bei Wenigen gibt es mehr ehrenamtliches Engagement (4,6 Prozent), mehr Miteinander im Verein (3,9 Prozent), Zuwachs an Sponsoren (3,3 Prozent), Zuwachs an Mitgliedern (2,6 Prozent) oder andere Gründe.

Wie viele Abmeldungen gab es bisher?Die Zahlen halten sich beim Großteil der Vereine in Grenzen. Bei 5,7 Prozent der Befragten gibt es gar keine, bei 79,3 Prozent zwischen einer und 50, bei 7,9 Prozent zwischen 51 und 100, bei fünf Prozent zwischen 101 und 200 und bei 2,1 Prozent über 200 Abmeldungen im jeweiligen Verein. Hingegen gibt es gleich bei 57,1 Prozent keine einzige Neuanmeldung, bei 40 Prozent eine bis 20 und nur bei einem Bruchteil mehr als 20 (bei 1,4 Prozent 21 bis 50, bei 0,7 Prozent 51 bis 100 und bei 0,7 Prozent mehr als 100).

Mehr als die Hälfte finden die Unterstützung nicht ausreichend

Werden die Vereine von den staatlichen Institutionen ausreichend unterstützt?Seit Beginn der Corona-Pause im Amateurbereich wird den Vereinen von den staatlichen Institutionen geholfen. Für die Meisten ist das aber trotzdem nicht genug. 61,4 Prozent der Teilnehmer erwarten sich mehr Unterstützung – hingegen nur zwölf Prozent finden die Hilfsmaßnahmen ausreichend. 26,4 Prozent wählten „Weiß ich nicht“. Die meisten Wünsche, was die staatlichen Institutionen den Vereinen bieten sollten, sind klare Aussagen, schnellere Öffnung für den Breitensport oder mehr finanzielle Unterstützung.

Was sind die größten Herausforderungen in den kommenden Monaten?Auch in den kommenden Wochen und Monaten wird es für die Amateurvereine aufgrund der vielen Ungewissheiten nicht leichter. Die größten Herausforderungen sind dabei, die Mitglieder im Verein zu halten oder gar neue zu gewinnen (siehe Grafik).

Wird der Amateurbereich nach der Corona-Krise so sein wie zuvor? Über die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer (54,8 Prozent) gehen nicht davon aus, aber auch fast ein Drittel (29,1 Prozent) denkt, dass sich nicht viel verändern wird.

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Bundesliga oder Heimatverein?

Entfernte sich der Profifußball noch weiter vom Amateurbereich?Seit ziemlich genau einem Jahr läuft der Spielbetrieb in den Profi-Ligen reibungslos. Zwar bis auf wenige Ausnahmen ohne Zuschauer, aber es wird gespielt. Im gleichen Zeitraum bestritt jeder Amateurverein circa fünf Spiele – manche eine oder zwei Partien mehr, einige aber auch weniger. Vor allem in diesem vergangenen Jahr grenzten sich die Profis noch weiter von den Hobby-Fußballern ab. Dem stimmten 83,4 Prozent der Fußball-Begeisterten in der Region zu. 9,6 Prozent sind der Meinung, dass sich in dieser Hinsicht nichts getan hat. 7,1 Prozent haben dazu keine Meinung.

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Bundesliga-Übertragung im TV oder den Dorfverein unterstützen?Samstag Nachmittag – die Fußball-Zeit schlechthin. Für die Amateurvereine, aber auch die Profis in der Bundesliga. Die Fans müssen sich also entscheiden: Die Bundesliga-Konferenz vor dem Fernseher oder beim Dorfverein auf dem Bolzplatz. Das Interesse der Teilnehmer ist jedoch klar auf Seiten der Amateur-Mannschaften. 81,2 Prozent würden den Heimatverein vorziehen, 13,4 Prozent schauen lieber die Live-Übertragung der Bundesliga und 5,3 Prozent sind unentschlossen.

Saisonabbruch, Quotientenregel, Auf- und Absteiger – Was tun?

Ist der Saisonabbruch die richtige Entscheidung?Wie die Spielzeit 2019/21 enden wird, ist noch immer unklar. Der Saison-Abbruch rückt immer näher. Knapp drei Viertel der Befragten (74,6 Prozent) finden den Abbruch sinnvoll. 17,2 Prozent der Teilnehmer würden sich eine Verlängerung der Spielzeit wünschen. Die restlichen 8,2 Prozent haben dazu keine Meinung.

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Quotientenregel: Ja oder Nein?Ein möglicher Vorschlag zur Ermittlung der Auf- und Absteiger ist die Quotientenregel.Das ist aus Sicht einiger Vereine eine unglückliche Entscheidung, weshalb 37,4 Prozent diese Regel ungerecht finden. Die Mehrheit findet, dass die Quotientenregel noch die fairste Entscheidung wäre und es im Härtefall immer Gewinner und Verlierer gibt.

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Auf- und Absteiger: Ja oder Nein? So scheiden sich auch die Meinungen auf die Frage, ob es Auf- und Absteiger geben soll. 36,5 Prozent befürworten einen Abbruch ohne Wertung, 33,4 Prozent hingegen eine Wertung mit Auf- und Absteigern, für 23,4 Prozent soll es nur Aufsteiger geben, 6,6 Prozent haben keine Meinung dazu.

Endlich wieder zusammen kicken und danach grillen und ein Bier trinken

Was wünschen sich die Hobbyfußballer?Zum Abschluss der Umfrage hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Wünsche im Hinblick auf die aktuelle Corona-Lage und ihrem jeweiligen Verein zu äußern. Das waren die am meisten genannten: klare Ansagen, ein baldiger Start des Trainings- und Spielbetriebs, viel Kraft und Durchhaltevermögen für alle Beteiligten, ein starker Zusammenhalt zwischen allen Amateurfußballern und -Fans, Gesundheit oder auch Normalität. Und natürlich das, warum wir den Amateurfußball alle so lieben: Endlich wieder zusammen kicken und danach grillen und ein Bier trinken.

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