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2. Volleyball-Bundesliga

Endlich wieder ein TSV-Sieg: Leo Tille verhilft den Mühldorfern zum 3:1 gegen Dresden

Leo Tille (Mitte) springt, Fabian Bartsch (rechts) läuft an und Trainer Heiko Roth (links) wartet gespannt, was kommt. Am Ende kamen drei Punkte auf das Mühldorfer Konto.
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Leo Tille (Mitte) springt, Fabian Bartsch (rechts) läuft an und Trainer Heiko Roth (links) wartet gespannt, was kommt. Am Ende kamen drei Punkte auf das Mühldorfer Konto.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Er kam, sah – und gewann schon wieder eine MVP-Medaille. Die Goldene sollte es diesmal für Leo Tille sein, nachdem er eine Klasse Leistung in der 2. Volleyball-Bundesliga gegen den VC Dresden geliefert hatte.

Mühldorf – Bei der Niederlage der Mühldorfer vor zwei Wochen in Freiburg hatte sich Leo Tille die Auszeichnung als bester Mühldorfer Spieler als Libero geholt. Diesmal jedoch überzeugte der Mühldorfer Spieler mit seiner Vorstellung als Zuspieler. Im zweiten Satz war Tille für Alex Brandstetter auf das Spielfeld gekommen und hatte maßgeblichen Anteil am späteren 3:1-Erfolg der Mühldorfer.

Wieder etwas mehr Luft zu den Abstiegsrängen

Ein wichtiger Sieg für die Bayern im knapp 450 Kilometer entfernten Sachsen. Denn vier Spiele in Folge hatten die Mühldorfer kein Spiel mehr gewonnen. Es drohte die Gefahr, nach unten durchgereicht zu werden. Doch die Talfahrt wurde nun gestoppt. Drei wichtige Punkte sorgten zwar nicht für eine Verbesserung in der Tabelle, in welcher Mühldorf immer noch Platz neun einnimmt. Doch die Mühldorfer halten damit den VC Dresden, der als punktgleicher Zehnter in den Spieltag gestartet war, wieder auf Distanz. „Mit dem 3:1-Sieg halten wir die Serie gegen die Elbstädter und bauen den Vorsprung auf die Abstiegsränge wieder aus“, vermeldet der TSV Mühldorf, der in der Tat im VC Dresden so etwas wie einen Lieblingsgegner hat. Man kennt sich aus Drittligazeiten, stieg miteinander auf und hat bisher noch keine der sechs bislang gespielten Partien verloren.

Mühldorf reist nur mit acht Sielern an

Dabei stand die Partie am Samstag in der Sporthalle an der Bürgerwiese nicht unter einem gutem Stern. Mit nur acht Spielern war der Tross aus Mühldorf angereist. Inklusive Libero hatte Cheftrainer Heiko Roth also nur einen Auswechselspieler gegen die Elbstädter zur Verfügung. Die jungen Ergänzungsspieler sowie Hauke Ferch waren in der Heimat abgestellt worden, um eine wichtige Partie im Kampf um den Aufstieg in die Bayernliga zu spielen.

Zu Beginn alles ausgeglichen

Beide Teams begannen auf Augenhöhe, gestalteten die Partie lange Zeit ziemlich ausgeglichen. Dresdens erster Wechsel beim 20:20, als Zuspieler Simon Gilbrich für Marc-Leon Vogt kam, sollte den Dresdenern einen zusätzlichen Impuls in der Crunch-Time bringen. Stattdessen aber trumpfte Mühldorf auf. Juro Petrusic setzte beim Aufschlag alles auf eine Karte (22:20). Diesen Vorsprung ließen sich die Mühldorfer dann auch nicht mehr nehmen (25:23).

Aufschlagserie von Dresdens Klapper bringt die Wende in Satz zwei

Im zweiten Durchgang lief eigentlich auch noch alles nach Plan. Mit 10:6 lagen die Mühldorfer bereits in Front, nachdem vor allem die beiden Auenangreifer Tom Brandstetter und Fabian Bartsch mit harten Angriffen gepunktet hatten. Doch dann setzte Lukas Klapper dem Ganzen ein Ende. Insgesamt fünf Mal servierte der 1,97 Meter große Diagonalspieler. Eins ums andere Mal überforderte er die Annahme der Mühldorfer, die sich dann auch nicht mit effektiven Angriffen antworten konnten.

Berichte der Volleyballer vom TSV Mühldorf lesen sie hier.

Roth hat nur einen Auswechselspieler zur Verfügung

Beim 10:12 reagierte Trainer Roth und brachte Leo Tille für Alex Brandstetter im Zuspiel. Juro Petrusic griff aber weiter nur noch mit angezogener Handbremse an. Die Mühldorfer Mitte blieb ob der nicht idealen Annahme nahezu ohne Angriff. Lediglich Fabian Bartsch haute einen Ball nach den anderen ins Feld der Dresdner, die zwischenzeitlich bis auf 19:15 davongezogen waren. Und als nun auch Petrusic wieder Betriebstemperatur erlangt hatte, war Mühldorf kurz davor, die Wende herbeizuführen (20:21). Vier Satzbälle wehrte eine engagierte Mühldorfer Mannschaft ab. Der fünfte jedoch saß, Dresden glich aus (25:27).

Starkes Zuspiel auf die Außenangreifer

Mühldorf wirkte demoralisiert, Leo Tille verteilte nach wie vor die Bälle über die Außenpositionen und Dresden nahm die Mittelblocker nicht mehr ernst. Die Gastgeber führten mit 8:4, verwalteten diesen Vorsprung bis zum 12:8, bevor Mittelblocker Flo Gschwendtner mit seinem unorthodoxen Aufschlag die Mühldorfer wieder in die Spur brachte (11:12). Juro Petrusic haute seinen Aufschlag zur 15:13-Feld-Führung ins Feld, Dresden begann zu schwimmen und wechselte den Zuspieler (Vogt für Gilbrich). Mühldorfs Trainer Roth wiederum holte Gschwendtner vom Feld, um mit Zuspieler Alex Brandstetter den Aufschlag zu verstärken und mit ihm als Hinterspieler nun drei Netzspieler zu bedienen. Es wurde hektisch auf Dresdener Seite, VC-Mittelblocker Christian Heymann haderte mit Schiedsrichter Lars Wuhnow, der nicht lange fackelte und bei einer 24:21-Führung der Mühldorfer die rote Karte gegen Heymann zückte. Das bedeutete Spielzugverlust und Satzgewinn für Mühldorf (25:21).

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Zu viel mit dem Schiedsrichter gehadert

Der vierte Satz sollte noch hektischer werden und Schieri Lars Wuhnow hatte Mühe die Partie im Griff zu behalten. Erst fing sich Heiko Roth eine Gelbe Karte wegen Meckerns ein, später gab es erneut Rot für Dresden (Marc-Leon Vogt bei 15:18). Zu diesem Zeitpunkt war der Big Point der Partie aber bereits gespielt. Mühldorf hatte sich in Rückstand befunden und wehrte beim Spielstand von 17:14 eine schier endlose Rallye erfolgreich ab, hechtete sich nach jedem Ball und schnupperte nun zweite Luft. Mühldorf holte auf (17:18) und hatte dann auch noch das Glück, dass Schiedsrichter Wuhnow einige umstrittene Entscheidungen zugunsten der Mühldorfer fällte. Dresden ließ sich dadurch zu sehr beeinflussen, kam völlig aus dem Tritt und musste zusehen, wie Mühldorf den Sack zumachte (25:20).

Nächstes Heimspiel erst in zwei Wochen

Nächste Woche geht es für die Mühldorfer zu den Youngsters nach Friedrichshafen (5. März). Eine Woche später empfangen die Mühldorfer den Tabellenletzten aus Mainz-Gonsenheim in der Nutz-Arena (13. März).

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