Endlich Volleyball: Auftakt in die 2. Bundesliga im Auswärtsspiel gegen dem SSC Karlsruhe

Mit 1,81 Meter ist Neuzugang Zied Chalghmi (Nummer 18) nicht gerade der Größte im Mühldorfer Team. Doch Sprungkraft und Erfahrung des Außenanahmespielers werden den Mühldorfern in der kommenden Zweitligasaison hilfreich sein.
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Mit 1,81 Meter ist Neuzugang Zied Chalghmi (Nummer 18) nicht gerade der Größte im Mühldorfer Team. Doch Sprungkraft und Erfahrung des Außenanahmespielers werden den Mühldorfern in der kommenden Zweitligasaison hilfreich sein.

Endlich gibt es grünes Licht für den Saisonstart der Mühldorfer Volleyballer in die 2. Bundesliga. Nachdem nach wie vor das Wettkampfverbot greift und die Funktionäre der Volleyballabteilung nicht wissen wie es danach in Bayern weitergeht, hat man improvisiert und Heimspieltage getauscht.

Von Josef Enzinger

Mühldorf – Das für den kommenden Samstag, 19. September, eigentlich anberaumte Heimspiel des TSV Mühldorf gegen die Baden Volleys vom SSC Karlsruhe wurde getauscht. Die Mühldorfer fahren nach Karlsruhe, zum Rückspiel kommen die Baden Volleys dann erst am 10. Januar nach Mühldorf. Aufatmen bei Abteilungsleiter Stefan Bartsch mit einem Team aus ein Dutzend Ehrenamtlichen in diesen schwierigen Zeiten von Corona viel Aufwand zu betreiben hat, um den Spielbetrieb überhaupt zu ermöglichen.

Präzise Abstimmung mit den Gastgebern

Hygienerichtlinien, auch beim Auswärtsspiel, erfordern eine präzise Abstimmung mit dem Gastgeber des Spieltages. Ein Zeitvertreib, den Bartsch und Co. aber deswegen gerne in kauf nehmen, weil sie auf die Saison brennen, als Neuling in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. „Die Jungs haben zuletzt fleißig trainiert. Wir haben einige Testspiele absolviert. Die Jungs sind heiß auf die erste Begegnung“, spiegelt Bartsch die positive Stimmung im Team wider.

TSV will Jugendspieler integrieren

Zwar muss die Mannschaft den Weggang von Lars Rommel (zurück nach Berlin) und Iven Ferch (zurück nach Herrsching) verkraften. Doch mit der Verpflichtung von David Fecko (VC Amberg) und Zied Chalghmi (TSV Unterhaching) glauben die Verantwortlichen die richtigen Weichen gestellt zu haben für eine Saison, in der auch der Nachwuchs integriert werden soll. Denn die Youngsters Kilian Nennhuber, Fritz Vähning und Jonas Zusann haben bereits bei Jugendmeisterschaften bis hin zur Deutschen Meisterschaft bewiesen, welches Potenzial in ihnen steckt. „Sie gilt es, an die Mannschaft heranzuführen“, findet auch Trainer Michi Mayer.

Jugendspieler aus Grafing als Ersatz für Lars Rommel

Unter den Nachwuchsspieler befindet sich auch Tim Aust, der vom TSV Grafing in die erste Mannschaft stößt und im Zuspiel neben Alex Brandstetter Akzente setzen soll. Verzichten müssen die Mühldorfer beim Start am Samstag auf Fabian Liemer. Der Diagonalspieler ist vor zehn tagen im Training umgeknickt, mit einem zweifachen Bänderriss wird er für mindestens einen Monat ausfallen.

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Erstes Heimspiel am 3. Oktober – wenn Corona nicht einen Strich durch die Rechnung macht

Er wird damit wohl auch beim geplanten Heimspielauftakt am 3. Oktober nur von der Bank aus zusehen können. Der TV Bliesen soll dann – abhängig von der dann aktuellen Situation rund um Corona – zu Gast in Mühldorfs Mittelschulturnhalle sein. Die Abteilung hat entsprechende Konzepte unter Einhaltug sämtlicher Richtlinien erarbeitet. Dies soll nun in enger Abstimmung mit Gesundheitsamt zum Tragen kommen.

Der Unterschied zwischen Amateuren und Profis macht sich bei den Zuschauern bemerkbar

Unsicher ist nach wie vor, ob der Saisonaufakt am 3. Oktober vor Zuschauern stattfinden kann. „Denn laut Ligenzugehörigkeit werden wir als Profimannschaft geführt, für die es noch keine Zuschauerregelung gibt. Amateurmannschaften dürften aber laut aktuellem Erlass ab 19. September bis zu 200 Zuschauer zulassen.“ In Mühldorfs Fall könnte man unter Berücksichtigung des gebührenden Abstandes diese Zahl auf der Tribüne durchaus zu lassen. „Ob dann mit oder ohne Maske – das muss alles noch geklärt werden!“

Erfolgreicher Wiederbeginn: Zweitliga-Auftakt ohne Probleme

Die ersten beiden Staffeln der 2. Volleyball Bundesliga (VBL) sind schon am vergangenen Wochenende nahezu reibungslos in die neue Saison gestartet. An allen zwölf Spielorten des ersten Spieltags konnten die ausgearbeiteten Hygienekonzepte ohne Probleme umgesetzt und damit die auferlegten Maßnahmen zum Infektionsschutz eingehalten werden.

Auch in Karlsruhe konnte vor Zuschauern gespielt werden.

„Es ist gut zu sehen, dass die Präventionsmaßnahmen, die bislang nur in der Theorie auf dem Papier existierten, auch in der Praxis umsetzbar sind“, sagt VBL-Präsident Michael Evers. „Unsere Vereine haben hier bei der Ausarbeitung der individuellen Hygienekonzepte in den vergangenen Wochen hervorragende Arbeit geleistet und damit den Grundstein für eine schrittweise Rückkehr zur Normalität im Leistungssport gelegt.“

In der 2. Bundesliga Nord Frauen erlebten immerhin 230 Zuschauer die Partie des TSV Bayer 04 Leverkusen gegen die Skurios Volleys Borken mit. Das Spiel zwischen dem GSVE Delitzsch und dem TV/DJK Hammelburg in der 2. Liga Süd Männer verfolgten 200 Fans in der Artur-Becker-Sporthalle.

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