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Rei im Winkler erkämpft EM-Silber

Eisspeedway-Pilot Luca Bauer wird Zweiter der EM-Gesamtwertung

Starke Leistung: Luca Bauer (links) aus Reit im Winkl wurde EM-Gesamtzweiter hinter Harald Simon (Mitte) aus Österreich und vor Jimmy Olsen aus Schweden.
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Starke Leistung: Luca Bauer (links) aus Reit im Winkl wurde EM-Gesamtzweiter hinter Harald Simon (Mitte) aus Österreich und vor Jimmy Olsen aus Schweden.

Zwei Top-Five Plätze haben sich die beiden heimischen Eisspeedwaypiloten Luca Bauer und Franz Mayerbüchler bei der Gesamtwertung der Europameisterschaft in Polen geholt, Bauer wurde sogar Zweiter.

Tomaszow Mazowiecki – Dritter der Tageswertung und Zweiter der Gesamtwertung: Als Gewinner der Silbermedaille hat Eisspeedway-Pilot Luca Bauer aus Reit im Winkl die Europameisterschaften beendet. Beim zweiten EM-Lauf in Tomaszow Mazowiecki überzeugte der 23-jährige mit einer guten Leistung und freute sich: „Das hat gepasst.“ Gut hielt sich auch der Inzeller Franz Mayerbüchler: Er wurde Sechster der Tageswertung und Fünfter der EM-Gesamtwertung.

Den Titel holte sich der österreichische Routinier Harald Simon. Der Pilot aus Pfaffenschlag hatte bereits als Favorit gegolten, weil die beim ersten Rennen in Sanok (Polen) dominierenden Russen Dimitri Soljannikow und Wladimir Fadejew inzwischen vom Motorrad-Weltverband FIM von allen Wettbewerben ausgeschlossen sind.

Bauer wird Vize-Europameister

Simon war mit zwei Punkten Vorsprung auf Jasper Iwema (Niederlande) und vier vor Bauer sowie einigen andere Piloten angereist. Da dieser Rückstand kaum aufzuholen war, „habe ich mich darauf konzentriert, den zweiten Gesamtplatz zu holen“, berichtet Bauer. So hatte er sogar in seinem ersten Lauf den Start gewonnen, aber dann ist Simon vorbeigezogen. „Ich habe nicht alles riskiert, um ihn zu überholen, denn er war ohnehin einen Tick schneller.“ Stattdessen sicherte der 23-jährige in diesen Durchgang den zweiten Platz und damit zwei Laufpunkte ab. Insgesamt sammelte er in seinen Vorläufen sogar 13 Zähler und erreichte damit wie Simon (12) direkt den Einzug ins Tagesfinale. Um zwei weitere Plätze im Endlauf kämpften die Piloten auf den Plätzen 3 bis 6 nach Vorlaufpunkten: Dies waren Jimmy Olsen (Schweden/12), Aki-Ala Riihimäki (Finnland/12), Lukas Hutla (Tschechien/12) und Franz Mayerbüchler (10). Letztlich setzte sich Riihimäki vor Olsen durch, dieses Duo schaffte es ins Finale, das Mayerbüchler als Vierter im Last-Chance-Heat verfehlte.

„Im Endlauf war ich beim Start schon hintendran, dann ist Riihimäki gestürzt“, berichtet Bauer. Im Wiederholungslauf– für den der Finne als Sturzverursacher nicht mehr startberechtigt war – „wusste ich, dass ich Vize-Europameister bin, wenn ich mir als Dritter den einen sicheren Punkt hole. Daher habe ich mich einfach darauf konzentriert, nicht zu stürzen – denn in der Gesamtwertung hätte ich Harald Simon auch mit einem Sieg nicht mehr abfangen können.“ So holte sich im Endlauf Jimmy Olsen den Tagessieg vor Harald Simon und Bauer. Damit wurde der Schwede EM-Dritter.

„Ich bin insgesamt schon zufrieden.“

Vor den wenigen Zuschauern in Tomaszow Mazowiecki – nach Bauers Schätzung weniger als 500 – mischte auch Mayerbüchler gut mit. „Ich bin insgesamt schon zufrieden. Es war nicht unbedingt schlecht, auch wenn mir in Tomaszow Mazowiecki ein kleiner Tick Geschwindigkeit gefehlt hat.“ Doch Rang sechs in der Tageswertung und Rang fünf in der EM-Gesamtwertung lassen ihn nun auch recht optimistisch für den Auftritt beim letzten Rennen der Saison sein, dem WM-Finale in Heerenveen (Niederlande/2. und 3. April).

Auch Bauer ist mit seiner Saison bislang sehr zufrieden: „Es waren zwar wenige Rennen, aber ich bin in dieser Saison bei vier Rennen zweimal Dritter und zweimal Vierter der Tageswertung geworden. In den vergangenen Jahren lief es mal super, mal ganz schlecht, jetzt ist das endlich stabiler“, freut er sich darüber, dass er bislang konstant abgeliefert hat. Dass er nun auch noch für das WM-Finale in Heerenveen eine Wildcard bekommen hat, freut den Reit im Winkler. Ein Podestplatz dürfte dort wegen der noch stärker besetzten Konkurrenz zwar kaum drin sein, „aber es passt derzeit. Mal sehen, was da geht.“

Tageswertung: 1. Jimmy Olsen, Schweden 15 Punkte (12+3, d. h. Sieg im Finallauf)); 2. Harald Simon, Österreich 14 (12+2); 3. Luca Bauer, Reit im Winkl 14 (13+1) 4. Aki Ala-Riihimäki, Finnland 12 (12 + Disqualifikation); 5. Lukas Hutla, Tschechien 12; 6. Franz Mayerbüchler, Inzell 10; 7. Jasper Iwema, Niederlande; 8. Andrej Divis, Tschechien; 9. Michal Knapp, Polen; 10. Jo Saetre, Norwegen; 11. Benedikt Monn, Miesbach je 6; 12 Rami Systä, Finnland 4; 13. Jiri Wildt, Tschechien; 14. Mikko Jetsonen, Finnland; 15. Niek Schaap, Niederlande je 3; 16. Lukas Hromadka, Tschechien 2.

EM-Gesamtwertung: 1. Harald Simon 28 Punkte; 2. Luca Bauer 22, 3. Jimmy Olsen 21; 4. Lukas Hutla 20; 5. Franz Mayerbüchler 18; 6. Dimitri Soljannikow, Russland 18; 7. Aki Ala-Riihimäki 16; 8. Jasper Iwema 16; 9. Wladimir Fadejew, Russland 16; 10. Benedikt Monn 14; 11. Michal Knapp 10; 12. Mikko Jetsonen 9; 13. Jo Saetre 7; 14. Franz Zorn, Österreich 7; 15. Andrej Divis 6; 16. Rami Systä 6; 17. Niek Schaap 4; 18. Jiri Wildt 4.who