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Zum zweiten Mal nach 2021

Eisspeedway in Inzell abgesagt: „Man muss Verantwortung übernehmen“

Das wird es auch in diesem Jahr wieder nicht geben: Eisspeedway in einer komplett ausverkauften Inzeller Max-Aicher-Arena.
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Das wird es auch in diesem Jahr wieder nicht geben: Eisspeedway in einer komplett ausverkauften Inzeller Max-Aicher-Arena.

Schon wieder abgesagt: Auch in diesem Winter werden die Eisspeedway-Piloten nicht um das Oval der Inzeller Max-Aicher-Arena brausen. Die ausrichtende DMV-Landesgruppe Südbayern hat den für März geplanten Grand-Prix-Bewerb abgesagt - wie schon 2020 und 2021!

Inzell – Die Hoffnungen waren umsonst: Auch in diesem Jahr kann wieder kein Rennen der Eisspeedway-WM in Inzell stattfinden. Die ausrichtende DMV-Landesgruppe Südbayern musste schweren Herzens den für den März in der Max-Aicher-Arena geplanten Grand-Prix-Wettbewerb – verbunden mit dem Legenden-Rennen zu Ehren von Günther Bauer – absagen.

Austragung ohne Zuschauer nicht möglich

Der Grund ist die Corona-Pandemie. Wegen des aktuellen Infektionsgeschehens wurde in Bayern die Durchführung von überregionalen Großveranstaltungen mit Zuschauern bis mindestens 9. Februar 2022 untersagt. Was danach kommt, ist ungewiss, lässt aber aufgrund der derzeit steigenden Infektionszahlen nichts Gutes verhoffen. Daher zog die Vorstandschaft der Landesgruppe die Reißleine: Denn ohne Zuschauer kann die Veranstaltung schon aus finanziellen Gründen nicht durchgeführt werden.

„Man muss Verantwortung übernehmen“, betont Kai Schmiedeknecht als Vorstandsvorsitzender der Landesgruppe. Das gelte nicht nur aus finanziellen Gründen: „Es geht auch um die Sicherheit für die Fahrer und die Zuschauer. Und in den Krankenhäusern, die schon unter voller Last arbeiten, wäre man sicher auch nicht begeistert, wenn wir da eine Motorsportveranstaltung machen würden.“

Fans tauschen Tickets für 2023 um

Die Landesgruppe musste somit zum dritten Male in Folge auf ihr Rennen verzichten. 2020 war die erste Absage – damals noch kurzfristig – erfolgt. Die Fans konnten die Karten zurückgeben oder in Tickets für das Folgejahr umtauschen. Diejenigen, die sich für die zweite Version entschieden, tauschten größtenteils nach der Absage 2021 ihre Tickets in solche für 2022 um – und auch jetzt stehen die Fans den Veranstaltern bei: „Es werden kaum Karten zurückgegeben, die meisten Fans behalten ihre Tickets für das geplante Rennen 2023“, freut sich Schmiedeknecht. Einen aktuellen Vorverkauf hatte die Landesgruppe aufgrund der unsicheren Voraussetzungen gar nicht erst begonnen.

Geringe Kosten dank rechtzeitiger Absage

Daher – „und weil wir alle Vorbereitungen, die richtig ins Geld gehen, vorsichtshalber auf die lange Bank geschoben hatten“ – entstehen für die Landesgruppe dank der rechtzeitigen Absage nur Kosten „im überschaubaren Rahmen“. Dennoch sei es schade, dass man auf die Einnahmen verzichten müsse, „denn mit dem Eisspeedway haben wir immer dazu beigetragen, unsere vielen Vereine in Südbayern zu unterstützen“.

Die Absage treffe auch den ganzen Ort, weiß Schmiedeknecht. Denn „wenn wir unsere Rennen hatten, waren die Hotels und andere Quartiere in Inzell immer voll“, daher hätten auch viele Betriebe heuer Einnahme-Einbußen.

Unter den derzeitigen Voraussetzungen sei es schwierig, Eisspeedway-Nachwuchs zu gewinnen. 2020 hatte in Berlin die letzte Veranstaltung dieses Sports in Deutschland stattgefunden. „Den Fahrern fehlen die Trainings- und Einsatzmöglichkeiten, das ist natürlich nicht förderlich“, betont Schmiedeknecht.

Hoffnung für die aktiven Fahrer

Immerhin gebe es für die bereits aktiven Piloten Hoffnung: Zwar sind von der Eisspeedway-Weltmeisterschaft 2022 jetzt nur noch die Veranstaltungen am 12./ 13. Februar in Togliatti (Russland) und am 2./3. April in Heerenveen (Niederlande) übrig. „Immerhin kann in der schwedischen Liga heuer gefahren werden, und da beteiligen sich auch einige deutsche Piloten.“ Zudem sind gleich zwei Veranstaltungen zur Eisspeedway-Europameisterschaft 2022 geplant: am 19. Februar in Sanok und am 19. März in Tomaszow Mazowiecki (jeweils Polen). „In Polen wird der Speedway-Sport – auch auf Eis – gut gefördert“, freut sich Schmiedeknecht.

Er und seine Kollegen im Vorstand der Landesgruppe müssen nun auf Eisspeedway in Inzell im Jahre 2023 hoffen. Trotz der Rückschläge bleibt die Motivation weiterhin hoch: „Es ist einfach die Begeisterung für den Sport“, erklärt Schmiedeknecht. Und die soll spätestens 2023 belohnt werden. „Wir haben schon den Antrag beim Weltverband gestellt. Die Rennen in Inzell wären dann vom 17. bis 19. März 2023“, berichtet Schmiedeknecht – und hofft darauf, dass dann wieder ein möglichst volles Stadion erlaubt sein wird.who

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