Eislöwen feiern Kantersieg im Nachbarschaftsduell

Eine Verbeugung vor den Fans, eine Verbeugung vor der Mannschaft: Nach dem 7:2-Sieg in Dorfen hatten alle Grund, mit sich und den anderen zufrieden zu sein. Del Grosso
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Eine Verbeugung vor den Fans, eine Verbeugung vor der Mannschaft: Nach dem 7:2-Sieg in Dorfen hatten alle Grund, mit sich und den anderen zufrieden zu sein. Del Grosso

Waldkraiburg – Es liegt immer eine besondere Stimmung in der Luft, wenn der EHC Waldkraiburg auf den ESC Dorfen trifft.

Der für die Gästefans reservierte Bereich in der Dorfener Eishalle ist bis auf den letzten Platz gefüllt und die Mannschaft auf dem Eis dankt es den angereisten Fans mit einer starken Vorstellung und einem 7:2 Sieg in Dorfen.

Es ist fast von Anfang an ein rasantes Spiel, in dem die Löwen und die Eispiraten aus Dorfen zu Chancen kommen. Schon in der 5. Spielminute darf der Löwen-Anhang dann zum ersten Mal an diesem Abend jubeln. Patrick Zimmermann ist es, der sich als erster Torschütze des Abends eintragen darf, Passgeber zum 0:1 waren die beiden Leon, Decker und Judt.

Beide Seiten kommen im weiteren Verlauf noch zu ihren Möglichkeiten. Auf der Seite der Löwen waren es Hradek, Judt, Trox oder auch Wagner, die an einem bis dorthin starken Andreas Tanzer scheiterten. Auf Dorfener Seite sind es Attenberger oder auch Vrba die in Christoph Lode ihren Meister finden. So geht es mit einem knappen 0:1 in die Kabine zur ersten Pause.

Die Konsequenz aus einer starken Dorfener Anfangsphase im zweiten Drittel, in der Lukas Miculka bereits nach 30 Sekunden aussichtsreich vor dem Löwen-Tor auftaucht und nach etwas mehr als einer Minute den Pfosten trifft, ist der Ausgleich. Diesen besorgt Miculka nach drei Minuten und 15 Sekunden im zweiten Spielabschnitt. Die Löwen entlasten sich in dieser Phase zwar immer wieder mit Angriffen auf das Tor der Eispiraten, klare und zwingende Möglichkeiten gibt es hierbei jedoch nur eine von Patrick Zimmermann, der auf Zuspiel von Leon Decker frei vor dem Tor steht und in Tanzer seinen Meister findet.

Nach sechs Minuten Spielzeit nehmen die Löwen das Heft des Handelns wieder in die Hand. Doch Möglichkeiten durch Straka, Rousek, Wagner oder auch Hradek landen allesamt nicht im Tornetz der Eispiraten. Dies erledigt in der 32. Spielminute Leon Judt, der mit Patrick Zimmermann den einzigen Verteidiger Dorfens aussteigen lässt und sein erstes Saisontor für den EHC erzielt. Nur etwa drei Minuten später, Waldkraiburg befindet sich in Überzahl, kann Christof Hradek punkten. Er schließt einen Pass von Decker und Rousek ab und vollendet zum 1:3, das gleichzeitig den Pausenstand markiert.

Im dritten Durchgang zeigt sich dann klar, dass der Dorfener Kader an diesem Tag verletzungsbedingt zahlenmäßig schwächer besetzt ist als der der Löwen. Hin und wieder kommt es zwar zu Schusschancen wie durch den ewig präsenten Miculka oder aber auch Jonas Huber, dies ist jedoch ein seltener Anblick und nicht die Regel in diesem Durchgang.

Die Löwen sind spielbestimmend und wollen sich die Butter auch nicht mehr vom Brot nehmen lassen in diesem Spiel. Diesen Willen verkörpert in diesem Abschnitt vor allem Lukas Wagner, der bereits in der zweiten Minute des Abschnitts das vierte Löwen-Tor für diesen Abend erzielt. Auf Pass von Seifert und Fabian Kanzelsberger, marschiert er leichtfüßig durch die Abwehrreihe der Eispiraten und schiebt zum 1:4 ein.

Die Löwen bleiben am Drücker und auch der Derby-Held der ersten Begegnung der Saison mit dem ESC Dorfen, Nico Vogl oder der Kapitän selbst, Michael Trox, vergeben Möglichkeiten vor dem Tor von Andreas Tanzer.

46:14 zeigt die Uhr, da ist es Tomas Rousek, der nach einem sehenswerten Angriff, zusammen mit Straka und Hradek, das fünfte Tor des Abends markiert. Von den Eispiraten aus dem Nachbarkreis kommt in dieser Situation, bis auf einige Schüsse von der blauen Linie, die allerdings keine große Bedrohung für Christoph Lode darstellen.

Dies ändert sich in der 54. Minute als Dorfen in Überzahl spielt. Nachdem auch die im Eishockey übliche Überzahlformation nicht so richtig klappen möchte, fasst sich Miculka ein Herz und zieht von der blauen Linie in Richtung Tor ab. Der Puck landet passgenau zwischen Christoph Lode und dem aus seiner Sicht linken Torpfosten zum 2:5.

Dieses Tor kann jedoch nicht über den auf der Anzeigetafel ersichtlichen Effekt hinauswirken. Weder hat es den Anschein, dass der ESC neuen Mut fasst, noch dass die Löwen aus Waldkraiburg verunsichert wären.

Dies untermauert Christof Hradek mit seinem zweiten und der Löwen sechsten Tor, das er auf Vorlage von Daniel Schmidt und Tomas Rousek erzielt. Den Schlusspunkt in dieser kurzweiligen Partie darf dann Lukas Wagner setzen. Nach Vorarbeit von Michael Trox und Philipp Seifert der, wie die gesamte junge Löwen-Abwehr, erneut einen sehr guten Job macht, erzielt er das 2:7 und versetzt den Gästeblock in Ekstase. aha

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