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Aus Rosenheims Eishockey-Statistik

Starbulls ziehen gegen Lindau erstmals keinen Nutzen aus dem Powerplay

Hier lag nur der Starbulls-Angreifer – in diesem Fall Marc Schmidpeter – im Netz. Aber die Rosenheimer erzielten gegen Lindau dennoch fünf Treffer, die zum zweiten Sieg am Wochenende reichten.
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Hier lag nur der Starbulls-Angreifer – in diesem Fall Marc Schmidpeter – im Netz. Aber die Rosenheimer erzielten gegen Lindau dennoch fünf Treffer, die zum zweiten Sieg am Wochenende reichten.
  • VonManfred Eder
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Anstrengender als erwartet wurde das Eishockey-Wochenende für die Starbulls Rosenheim in der Oberliga Süd. Letztlich gab es gegen Füssen und Lindau die prognostizierten Pflichtsiege, in denen sich aber etliche Kuriositäten für die Rosenheimer Statistik befanden.

Rosenheim – Betrachtete man den Tabellenstand der Eishockey-Oberliga Süd vor dem Wochenende, so waren sechs Punkte für die Starbulls Rosenheim angesichts der beiden Gegner aus dem Tabellenkeller eigentlich Pflicht. Tatsächlich wurden sie auch eingefahren, allerdings mit wesentlich mehr Anstrengung als erwartet. Weder das 2:1 in Füssen (nach einem 6:1 auf eigenen Eis zu Saisonbeginn) noch der mühevolle 5:3-Sieg im ersten Aufeinandertreffen mit Lindau, der trotz eines Schussverhältnisses von 50:12 erst durch ein Empty-Net-Goal endgültig gesichert wurde, werden wohl nicht lange im Gedächtnis der Fans lebendig bleiben. Trotzdem waren die Starbulls zusammen mit Memmingen (ebenfalls volle Punktzahl) die Sieger des Wochenendes, weil Regensburg coronabedingt pausieren musste und Tabellenführer Weiden auf eigenem Eis gegen Deggendorf patzte.

2:1-Sieg in Füssen war der torärmste Vergleich gegen den Altmeister

Das 2:1 in Füssen war übrigens (gleichauf mit einem 0:3 im Jahre 2009) das torärmste Spiel in nunmehr 35 Oberliga-Begegnungen dieser beiden Kontrahenten. Da war es früher (in Rosenheims erster Drittliga-Phase von 2004 bis 2010) oft ganz anders zugegangen, wie es Ergebnisse wie 9:4, 9:4, 8:1, 7:4, 8:1, 7:1 und 7:6 für sowie 4:8 und 5:11 gegen die Starbulls zeigen. Lindau, der Gegner am Sonntag, hat da eine wesentlich kürzere Rosenheim-Historie (sechzehn Partien), konnte die Starbulls aber schon sechsmal, dreimal sogar in Rosenheim, ärgern.

Erstes Empty-Net-Goal der Saison

Die Saisonspiele Nummer elf und zwölf enthielten einige Details (genau gesagt: Ein halbes Dutzend), die zum ersten Mal in der laufenden Saison auftraten. So gelang Alex Höller erstmals in 2021/22 ein Empty-Net-Goal, zwei Tage zuvor war Brad Snetsinger erstmals in Unterzahl erfolgreich. Zum Vergleich: Letzte Saison standen nach neun Spielen durch Tobias Meier, Max Vollmayer, Enrico Henriquez und nochmals Meier bereits vier Shorthander im Protokoll.

Weiter geht’s mit der Tatsache, dass die Starbulls im zwölften Match erstmals mit zwei Toren Differenz in Rückstand gerieten, und das bereits im ersten Drittel, das bis dahin ihr mit Abstand erfolgreichstes gewesen war. Speziell von der sechsten bis zur 20. Minute hatten sie nicht nur selbst 15 Treffer erzielt, sondern auch keinen einzigen zugelassen, ehe am Sonntag der Lindauer Martin Mairitsch mit seinem 2:0 den Bann brach.

Erstmals keine Führung nach dem zweiten Drittel

Zwei weitere Novitäten sind miteinander verbunden, denn erstmals lagen die Starbulls in dieser Saison nach 40 Spielminuten nicht in Führung (2:2). Dass sie dennoch gewannen, liegt darin begründet, dass sie erstmals im Schlussdrittel dreimal ins Schwarze trafen.

Und: Markanteste Neuigkeit war zweifellos, dass sie heuer, das Spiel gegen Höchstadt, wo sie nur zehn Sekunden lang Überzahl spielen konnten, einmal unberücksichtigt, erstmals aus ihrem mörderischen und rekordverdächtigen Powerplay keinen Nutzen ziehen konnten, weil es den Lindauern, die ihrerseits über das mit 92 Prozent Erfolgsquote über die beste Unterzahl-Bilanz verfügen, gelang, volle sechs Minuten Rosenheimer Powerplay unbeschadet zu überstehen. Da war es schon hilfreich, dass Höller & Co. ihre bisherige Schwäche bei Fünf gegen Fünf (bereits in vier Partien kein Tor) ablegten und dabei vier Treffer erzielten, darunter zwei zur erstmaligen Führung binnen 27 Sekunden, neuer Saisonbestwert. Beteiligt war dabei Alex Höller, der heuer anscheinend gar nicht (in neun Spielen) oder gleich doppelt (zweimal) trifft, dazu noch einmal in Deggendorf. Mit fünf Treffern teilt er sich derzeit die Torjäger-Spitzenposition mit Brad Snetsinger und den Verteidigern Max Vollmayer und Aaron Reinig, wobei Höller im Gegensatz zu den drei anderen noch für keinen einzigen seiner sieben Scorerpunkte den Vorteil einer Überzahl hatte.

Daxlberger bester Vorlagengeber in der Liga

Topscorer ist aber nach wie vor Dominik Daxlberger, den die Kapitänswürde anscheinend besonders beflügelt. Er ist nicht nur mit 63,4 Prozent Erfolg Fünftbester in der Liga am Bullypunkt (neben dem Riesserseer Soudek und dem Peitinger Arkiomaa liegen auch noch Curtis Leinweber und Manuel Edfelder vor ihm), sondern hat auch mit einem Treffer und 17 (!) Assist, ebenfalls Bestwert der Liga, direkten Anteil an 39 Prozent aller bisherigen Tore seiner Starbulls. Dass gleich drei Rosenheimer unter den fünf besten Bullyspielern zu finden sind, überrascht angesichts der fast schon traditionellen Anspielschwäche der letzten Jahre besonders.

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