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Die Statistik

Bester Start seit 2017: Darum sind die Starbulls Rosenheim so stark

Vereidiger-Tore Teil 1: Max Vollmayer (links) bei seinem ersten Treffer zum 2:1.
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Verteidiger-Tore Teil 1: Max Vollmayer (links) bei seinem ersten Treffer zum 2:1.
  • VonManfred Eder
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15 von 18 Punkten haben die Rosenheimer Eishockeyspieler bisher geholt und die Verteidiger treffen wie selten zuvor. Einer schoss aber 2017 den Vogel ab und hält immer noch den Rekord.

Rosenheim – Die letzte Woche der „Schonzeit“ für die Starbulls Rosenheim ist vorbei. Schonzeit deswegen, weil keiner der bisherigen sechs Gegner, Riessersee vielleicht ausgenommen, zu den Größen der Liga zählt, wogegen die Kontrahenten der nächsten Wochen (Memmingen, Deggendorf, Regensburg, Weiden) allesamt Spitzen- oder sogar Aufstiegsambitionen hegen.

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Und obwohl John Sicinskis Spieler mit einer Overtime-Niederlage in Garmisch in die Saison gestartet waren, stehen sie jetzt, fünf Partien später, so gut da wie erst ein einziges Mal seit dem Oberliga-Start im Jahr 2017.

15 von 18 möglichen Punkten geholt

Damals hatten sie wie heuer 15 von 18 möglichen Punkten auf dem Konto und erst sieben Gegentreffer kassiert (heuer 14). Allerdings ist die Offensive diesmal mit 28 Treffer wesentlich erfolgreicher als damals (22). Und: In regulärer Spielzeit wurden die Starbulls 2021 noch nicht bezwungen, während die „Boys of 2017“ schon eine 1:4-Niederlage in Landshut hatten hinnehmen müssen.

Andi Mechel der Penalty-Killer

Kleiner Wermutstropfen war allerdings der unerwartete Verlust eines Punktes an diesem Wochenende, hatten doch die Gegner im Vorjahr in allen sechs Spielen bereitwillig alle Punkte abgeliefert (Passau mit insgesamt 8:23 Toren, Landsberg sogar mit 3:27). Doch während die Riverkings am Sonntag mit Ausnahme der ersten fünf Minuten wieder chancenlos waren, gelang es den Blackhawks am Freitag, nach Aufholen eines 0:2-Rückstands noch einen Punkt zu holen, ehe Curtis Leinweber als einziger erfolgreicher Penalty-Schütze und Andi Mechel als unbezwingbarer Penalty-Killer das Spiel entschieden.

Mechel hatte schon letzte Saison in seinem einzigen Penalty-Shootout in Deggendorf zwei von drei Versuchen entschärft, diesmal ließ er alle drei Gegner schlecht aussehen. Leinweber hatte dabei nicht getroffen, diesmal aber wurde er zum Matchwinner. Für Passau war es übrigens im fünften Spiel bereits die vierte Overtime, eine davon (gegen Lindau) konnten sie gewinnen.

Im Powerplay in einer eigenen Liga

In der Tabelle sind die Starbulls mit zwei Punkten Rückstand auf Weiden nur fast Spitze, was die Überzahl-Bilanz angeht, spielen sie derzeit aber praktisch in einer eigenen Liga. In den letzten beiden Jahren war das Rosenheimer Powerplay nie eine besondere Stärke, doch heuer hat sich dies auch mit den Verpflichtungen von Aaron Reinig, Steffen Tölzer und Brad Snetsinger total geändert. Reinig traf bereits viermal in Überzahl, Snetsinger leistete viermal die Beihilfe, Tölzer dreimal. Nur Max Vollmayer mit fünf Powerplay-Punkten, davon drei Tore, ist hier noch erfolgreicher.

Verteidiger-Tore Teil 2: Aaron Reinig (rechts) traf zum 5:2.

Rekordhalter ist Tobi Draxinger

Und überhaupt die Blueliner! Nach sechs Partien gehen bereits neun von 28 Toren (32 Prozent) beziehungsweise 25 von 77 Scorerpunkten (rund 32 Prozent) auf das Konto der „Verteidiger“! Und vier Tore durch Abwehrspieler in einem einzigen Spiel wie am Sonntag gegen Landsberg gab es seit 2017 überhaupt erst zum dritten Mal. Zuletzt war dies vergangene Saison beim 9:3 ebenfalls gegen die Riverkings durch Vollmayer (2), Florian Krumpe und Dennis Schütt der Fall, und beim ersten Mal, am 22. Oktober 2017 beim 5:3 in Peiting, schaffte den „Viererpack von der blauen Linie“ sogar ein einziger Spieler: Rekordhalter Tobias Draxinger! Den fünften Treffer erzielte damals übrigens Jussi Nättinen, der am Sonntag für den Gegner einmal einnetzte. Wie klein ist doch die Eishockey-Welt!

Schlussdrittel nicht die große Stärke

Damit liegt die Überzahl-Effektivität der Starbulls derzeit bei 52 Prozent, ziemlich genau doppelt so hoch wie die des Zweitbesten, das am Freitag gegen Rosenheim zweimal im Powerplay traf.

Interessant ist, dass in Passau bereits zum zweiten Mal in dieser Saison eine Rosenheimer Führung nach dem zweiten Drittel nicht zur vollen Punktzahl reichte. Zum Auftakt in Garmisch verlor man noch zwei Punkte, in Passau einen. Überhaupt ist das Schlussdrittel bisher keine große Stärke der Starbulls. Nur 5:4 lautet die Bilanz in den bisherigen sechs Spielen. Im Mittelabschnitt kann der Gegner meist auch ganz gut mithalten (9:7 zugunsten Rosenheims), wobei in den Minuten 34 bis 38 sogar sechs der bisherigen 14 Gegentore fielen.

13 Tore in den Anfangsdritteln

Aber am Anfang powern Snetsinger & Co. stets mächtig los: 13 eigenen Treffern in sechs Anfangsdritteln stehen nur zwei Gegentore gegenüber, und die kurioserweise beide in der 5. Spielminute in Garmisch und gegen Landsberg.

Was beim genauen Beobachter für Befremden sorgte: Beim Spiel in Passau schien der offizielle Torschusszähler Probleme zu haben. Im offiziellen Protokoll standen nur zehn Schüsse für Passau, in der Overtime, wo es fünf Minuten lang recht munter hin und her ging, nur ein einziger für die Starbulls und keiner für Passau, wobei sogar in den Highlights auf Sprade-TV mehrere Saves beider Torhüter zu sehen waren. Dagegen waren im ersten Drittel (!) am Sonntag gegen Landsberg laut offizieller Einschätzung bereits 23:10 Schüsse zu bewundern!

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