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„Ich tue alles für meine Mannschaft“

Olympia-Teilnehmer und Nationalspieler: Warum der Starbulls-Neuzugang Vorbild für alle sein will

Der Starbulls-Neuzugang, hier bei einem Länderspiel gegen Deutschland, ist aktueller Nationalspieler, hat einmal an den Olympischen Spielen und an vier A-Weltmeisterschaften teilgenommen.
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Der Starbulls-Neuzugang, hier bei einem Länderspiel, ist aktueller Nationalspieler, hat einmal an den Olympischen Spielen und an vier A-Weltmeisterschaften teilgenommen.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    VonHans-Jürgen Ziegler
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Er ist 35 Jahre alt, aber immer noch Nationalspieler. Der neue Starbulls-Verteidiger sagt: „Zu den Play-offs muss man fit sein. Da trennt man Männer von den Jungs.“

Rosenheim – „Wir hätten ganz gerne einen Rechtshänder als Verteidiger. Zurzeit ist es schwierig einen guten deutschen Rechtshänder zu finden, deshalb kann es gut sein, dass wir diese Position mit einem Kontingentspieler besetzen“, beschrieb der neue Starbulls-Coach Jari Pasanen im großen Interview mit den OVB-Heimatzeitungen seinen Plan bei der Zusammenstellung seines Teams. Und dieser Plan wird nach den Vorstellungen des Trainers umgesetzt.

Schon dreimal Meister geworden

Weil aktuell kein deutscher Verteidiger, der auch in das Anforderungsprofil der Starbulls passt, zu bekommen ist, haben sich die Rosenheimer Verantwortlichen auf dem internationalen Markt umgesehen – und sind fündig geworden. Die Starbulls haben mit dem 35-jährigen Slowenen Klemen Pretnar einen routinierten Verteidiger gefunden, der für sein Land 176 Länderspiele (inklusive Nachwuchs) bestritt, darunter auch fünf Spiele bei den olympischen Winterspielen und 23 Spiele bei vier A-Weltmeisterschaften. Insgesamt erzielte der 1,80 Meter große und 82 Kilogramm schwere Verteidiger für sein Land elf Tore und bereitete weitere 51 Treffer vor.

Bei seinen vielen Stationen quer durch Europa wurde Pretnar (verheiratet, zwei Kinder) dreimal Meister (zweimal in Slowenien, einmal in der Slowakei) und in Polen und Weißrussland jeweils Vizemeister.

„Ich will andere Spieler besser machen“

Wie Pretnar tickt und was man sich von dem Slowenen erwarten darf, deutet sich in einer seiner Aussagen im Interview bei seinem letzten Arbeitgeber Amiens in der französischen 1. Liga an: „Ich versuche einfach gute Pässe zu spielen und andere Spieler auf dem Eis besser zu machen. Eishockey ist ein Teamspiel und ich will alles dafür tun, um der Mannschaft zu helfen.“

Punktbester Verteidiger bei seiner letzten Station

Bei Amiens war Pretnar teamintern punktbester Verteidiger mit fünf Toren und 19 Assists. Auf die Frage welche Rolle er als ältester Spieler in der Kabine hat, sagte Pretnar: „Im Alter muss man mehr Professionalität zeigen, jeder beobachtet, was man tut, ob man sich um seinen Körper kümmert, ob man die richtigen Dinge tut und ob man seine Emotionen unter Kontrolle hat. Ich versuche ein Vorbild für alle zu sein, aber auch für mich selbst, weil ich noch ein paar Jahre spielen möchte. Also muss ich professionell sein, um in Form zu bleiben.“ Und um in den Play-offs, wenn die wichtigste Zeit der Saison anbricht, topfit zu sein. „Die Play-offs sind ganz andere Spiele, da trennt man die Männer von den Jungs“, sagt Klemen Pretnar. Ihm sei es übrigens egal, ob er ein Tor schießt oder den Treffer „nur“ vorbereitet: „Das Wichtigste ist, dass am Ende des Spiels unsere Mannschaft gewinnt.“

Viel Gutes über den Standort Rosenheim gehört

Und seine Mannschaft heißt in der kommenden Saison Starbulls Rosenheim. „Schon bevor der Anruf aus Rosenheim kam, habe ich viel Gutes über den Standort gehört. Natürlich habe ich mich dann noch einmal intensiver mit Rosenheim beschäftigt und wurde auf breiter Front bestätigt. Mir war es wichtig zu einem Verein mit professionellen Strukturen und entsprechenden Ambitionen zu wechseln. Ein schöner Nebeneffekt für meine Familie ist es auch, dass wir somit wieder näher an der Heimat sind,“ erklärte Pretnar in einer Starbulls-Pressemitteilung. Von Rosenheim nach in Pretnars Heimatstadt Bled sind es über Salzburg, Spittal und Villach 304 Kilometer.

Klemen Pretnar bei einem Stadtbummel mit seiner Ehefrau Tjasa in Amiens/Frankreich.

Für Pretnar ist die Nähe zu seiner Heimat wichtig. Das sagte er auch schon als er drei Jahre für Villach (von 2012 bis 2015) in der höchsten österreichischen Liga spielte und immer zu den Topverteidigern in seinem Team zählte. In dieser Zeit spielte er auch schon gegen Rosenheim und erzielte im August 2014 ein Tor gegen Patrick Ehelechner.

Intelligenter Spieler auf Topniveau

„Ich habe mir seine Spiele während der WM angesehen. Klemen hat dabei durchgängig in der ersten Reihe gespielt. Mit ihm dürfen wir uns auf einen sehr kompletten, vor allem aber intelligenten Spielertyp freuen. Mir war es wichtig, dass wir noch einen Rechtsschützen für die Verteidigung bekommen. Diesen haben wir mit Pretnar nun auf einem Topniveau gefunden“, freut sich Headcoach Pasanen über die Verpflichtung.

Klemen Pretnar, der übrigens perfekt Deutsch spricht, wird für die Starbulls Rosenheim mit der Nummer 7 auflaufen.

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