Starbulls-Neuzugang Dominik Kolb: „Ich werde alles wegräumen, was in den Torraum kommt“

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In der vergangenen Saison musste Dominik Kolb (2. von rechts) noch gegen Dominik Daxlberger und Rosenheim ran. Nun spielt er für die Starbulls.
  • Thomas Neumeier
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„Wer mich kennt, der weiß, dass 100 Prozent Einsatz für mich nicht genug sind“, sagt Dominik Kolb, Neuzugang beim Eishockey-Oberligisten Starbulls Rosenheim. Der 23-Jährige kommt vom Liga-Konkurrenten Selber Wölfe an die Mangfall.

Rosenheim –  In der Oberliga hat Starbulls-Neuzugang Dominik Kolb bislang 198 Spiele mit 27 Toren, 61 Vorlagen und 223 Strafminuten bestritten. „Er gehört zur Gattung der Jungs, die du als Spieler definitiv lieber im eigenen als im gegnerischen Team hast“, sagt Starbulls-Coach John Sicinski über den Bad Tölzer. Im exklusiven Interview mit der OVB-Sportredaktion spricht Kolb über seinen Spielstil, seine Rosenheim-Erfahrungen und seine Ziele.

Herr Kolb, Sie haben mit Bad Tölz und Selb schon einige Male in Rosenheim gespielt. Welchen Eindruck hatten Sie dabei gewonnen?

Dominik Kolb: Das beste Ereignis war, als die Selber Fans mit dem Sonderzug nach Rosenheim gekommen sind. Wir sind zwar abgeschossen worden, die Fans haben aber gemeinsam Party gemacht. Ansonsten habe ich immer die super Atmosphäre in Rosenheim wahrgenommen.

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Konnten Sie bereits mit dem Trainer oder den Mitspielern sprechen?

Kolb: Ich kenne einige Spieler und habe ein paar auch bei den Tests kennengelernt, Mit Maxi Vollmayer habe ich in der Jugend bei Klostersee gespielt, Simon Heidenreich ist mein Jahrgang. Ich weiß noch nicht, was der Trainer von mir verlangt. Aber ich werde alles wegräumen, was in den Torraum kommt, meinen Torhüter und die Mitspieler verteidigen. Ich will schauen, dass defensiv nichts passiert und offensiv was machen, wenn sich die Gelegenheit gibt.

Sie haben als Mittelstürmer angefangen und spielen nun Verteidiger. Würden Sie nicht doch lieber stürmen?

Kolb:Nein, Verteidiger ist mir lieber. Es gibt genügend gute Stürmer und ich habe auch das Spiel lieber vor mir.

Rosenheim hat jahrelang DEL2 gespielt und jetzt drei Mal den Aufstieg verpasst. Die Fans haben Sehnsucht nach mehr!

Kolb: Rosenheim ist ein Standort, der in die DEL2 gehört, und ich hätte auch nichts dagegen, mit der Mannschaft aufzusteigen! Wir werden unser Bestes geben. Aber man muss auch sagen, dass die Oberliga extrem stark geworden ist, es kommen immer wieder sehr gute Spieler von oben runter.

Wie beurteilen Sie Ihr Spiel?

Kolb:Ich spiele den ersten schnellen Pass und will auch selbst mal nach vorne gehen. Aber der Einzelerfolg steht für mich weit hinten. Ich schaue nicht auf die Punkte, bei mir steht die Mannschaft an erster Stelle. Wenn ich mir für die Mannschaft den Hax‘ brechen soll, dann mache ich das!

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Worin sehen Sie bei Ihnen noch Potenzial?

Starbulls-Neuzugang Dominik Kolb mit seinem Hund.

Kolb:Ich muss an den Kleinigkeiten arbeiten, im Zweikampf oder auch den zweiten Pass schneller rausspielen. Ich bin überzeugt, dass John noch mehr aus mir rauskitzeln kann, als ich es mir momentan vorstelle.

Sie kommen aus Bad Tölz und gehen keinem Zweikampf aus dem Weg – das erinnert an Beppo Frank, der in Rosenheim ob seiner Furchtlosigkeit durchaus Kultstatus hat!

Kolb: Das ist aber auch immer ein Top-Eishockeyspieler gewesen. Mein Ziel ist, dass ich nicht so viele Strafminuten sammle. Ich will ja der Mannschaft nicht durch eine Unterzahl oder eine Sperre schaden.

Sie haben die abgelaufene Saison in Bad Tölz in der DEL2 begonnen, sind dann aber nach 14 Spiele wieder zurück in die Oberliga gegangen. Was war der Grund?

Kolb: Das Eishockey ist viel schneller und du musst aufmerksamer sein. Das kriegst du aber nur auf die Reihe, wenn du regelmäßig spielst. Das war bei mir nicht der Fall. Ich wollte kein Lückenbüßer sein und habe Eiszeit gebraucht.

Momentan ist es mit dem Sommertraining recht schwierig. Wie bereiten Sie sich derzeit vor?

Kolb:Aktuell arbeite ich die Pläne durch, die ich vom vergangenen Sommer aus Bad Tölz noch habe. Ich denke, dass ich von den Starbulls auch noch Pläne bekommen werde.

Welche Ziele haben Sie sich mit den Starbulls gesetzt?

Kolb:Jeder Spieler will Play-offs spielen, dort Gas geben und am Ende Meister werden. Das muss sich aber Schritt für Schritt ergeben. Das erste Ziel ist, die Meisterrunde ordentlich abzuschließen. Und dann Runde für Runde schauen.

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