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Bob- und Schlittensportverband in Sorge

Eisbahn am Königssee zerstört: Nachwuchsarbeit steht auf der Kippe

Die Versammlung des Bayerischen Bob- und Schlittensportverbandes wurde in Bad Feilnbach ausgetragen.
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Die Versammlung des Bayerischen Bob- und Schlittensportverbandes wurde in Bad Feilnbach ausgetragen.
  • VonPeter Strim
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Dem Bayerischen Bob- und Schlittenverband drohen große Schwierigkeiten im Nachwuchsbereich. Grund dafür ist die zerstörte Kunsteisbahn am Königssee.

Bad Feilnbach – Der Bayerische Bob- und Schlittensportverband (BBSV) leistet als Dachorganisation der bayerischen Vereine in den Disziplinen Rennrodeln auf Kunsteis- und Naturrodelbahnen, Bob und Skeleton einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung des Kufensports. Dies gilt für sowohl für den Leistungs- als auch für den Breitensport. Allerdings hat der überaus engagierte Verband mit Sorgen und Herausforderungen zu kämpfen, wie aus den Rechenschaftsberichten in der 74. Generalversammlung hervorging. Das Präsidium mit ihrem Präsidenten Hans Wolf von Schleinitz, Geschäftsstellenleiter Dr. André Sandner, Vizepräsidentin Finanzen Barbara Schrödl, Vizepräsident Sport Wolfgang Dostthaler, Jugendwartin Rennrodel Maria Loch, Vorsitzender RA Peter Grimm sowie Michael Dostthaler hatte dazu in den Kistlerhof nach Bad Feilnbach geladen.

Positives Bild durch neue Strukturen

Als effizient bezeichnete Hans Wolf von Schleinitz die Arbeit in den neu geschaffenen Strukturen des Landesverbandes, die in der Zusammenarbeit ein positives Bild widerspiegle. Deutlich und vor allem wichtig war das konstruktive und gute Miteinander während der Corona-Pandemie, welche sowohl Athleten als auch Trainer, Betreuer und Funktionäre bei sportlichen Wettbewerben vor Herausforderungen stellte. Dafür behaupteten sich Leistungsträger wie Tina Hermann (Skeleton), Felix Loch, Natalie Geisenberger, Dajana Eitberger und das Doppelsitzer-Duo Wendl/Arlt (Rodeln) sowie im Johannes Lochner (Zweierbob) oder Lochner/Rasp/Bauer (Viererbob) bei nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreich an der Weltspitze.

Keine Talentsichtung wegen Corona

Die Corona-Pandemie mit den Einschränkungen hatte dem Bericht des Geschäftsstellenleiters Dr. André Sandner zur Folge starke Ausprägungen auf die operativen Prozesse, wobei insbesondere der Sportbetrieb beeinträchtigt wurde. Auch eine Talentsichtung konnte nicht stattfinden.

Im Skeleton behauptet sich der bayerische Stützpunkt mit über 30 Sportlern bundesweit an der Spitze. Auch qualitativ stünden im Nachwuchsbereich in den nächsten Jahren sehr gute Athleten zur Verfügung.

Der Neuaufbau im Nachwuchsbereich in der Disziplin Bob entwickle nach Sandners Worten stetig weiter und mit Zern und Dostthaler konnten zwei gute Team im Herrenbereich aufgebaut werden.

Ausfall von 200 000 Euro errechnet

Die schweren Unwetter im Juli bescherten dem Verband das wohl schwerwiegendste Ereignis in seiner Geschichte, als die Kunsteisbahn am Königssee zerstört wurde. Den Verbandssprechern zur Folge sorgt die zerstörte Sportstätte für ein sportliches Desaster mit Auswirkungen auf die bis dato vorbildliche Jugend- und Nachwuchsarbeit im Rodelsport. Nach derzeitigem Stand würden drei bis vier Jahrgänge an Kinder und Jugendlichen wegbrechen. Die Suche nach Trainingsersatz zur Förderung künftiger Leistungsträger und Aufrechterhaltung des Rodelsports gestaltet sich schwierig, zumal sich Fahrten zu alternativen Sportstätten sich als sehr aufwendig abzeichnen. Eine finanzielle Hochrechnung für die Monate Oktober bis Dezember 2021 bedeute einen Ausfall von 200 000 Euro.

Finanziell steht der Verband nach Auskunft der Vizepräsidentin Finanzen gut da. Der laufende Haushalt lebt von Aktionen und Projekten, aber auch von Mitgliedern.

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