5:2-ERFOLG GEGEN REGENSBURG

Einsatzfreude, Teamgeist und Moral – Verdienter Starbulls-Sieg im Spitzenspiel

Die Starbulls jubelten nicht nur nach dem ersten Tor von Alexander Höller sondern auch nach dem Spiel. Hinten Kapitän Michael Baindl.
+
Die Starbulls jubelten nicht nur nach dem ersten Tor von Alexander Höller sondern auch nach dem Spiel. Hinten Kapitän Michael Baindl.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
    schließen

Die Starbulls Rosenheim sind in der Eishockey-Oberliga Süd weiter auf dem Vormarsch. Nach einer bärenstarken Leistung behielt die Mannschaft von Trainer John Sicinski im Top-Spiel gegen die Eisbären Regensburg mit 5:2 die Oberhand und hat damit ihre Ambitionen auf einen der Spitzenplätze mehr als untermauert.

Rosenheim – Nach einer bärenstarken Leistung und einem 5:2-Heimsieg gegen Regensburg im Spitzenspiel der Oberliga Süd setzten die Starbulls Rosenheim ihre Serien fort und feierten den achten Sieg hintereinander und den siebten Heimerfolg am Stück. Mit dem Sieg im Rücken können sie nun am Dienstag auch selbstbewusst zum Nachholspiel nach Regensburg fahren.

„Das ganze Spiel war bis zum 4:2 auf der Kippe“

Im Heimspiel gegen die Oberpfälzer triumphierten die Starbulls letztlich verdient, wenn es auch knapp war und Regensburg zwischenzeitlich sogar mit 2:1 in Führung lag. „Das ganze Spiel war bis zum 4:2 auf der Kippe“, meinte Sicinski. Erst ein Zwei-Tore-Vorsprung hätte beim Rosenheimer Coach für etwas Beruhigung gesorgt. „Es war wirklich eng“, betonte Sicinski noch einmal.

Das könnte Sie auch interessieren: Der Live-Ticker zum Nachlesen

Eine nahezu perfekte Mannschaftsleistung

Verdient war es aber, weil die Gastgeber einer nahezu perfekten Mannschaftsleistung sehr nahe gekommen waren. Von der ersten Sekunde an spielten die Starbulls hochkonzentriert und damit der Bedeutung der Partie genau bewusst, waren läuferisch voll auf der Höhe – egal, ob es beim Forechecking oder in der Rückwärtsbewegung war – und in den einzelnen Reihen und Mannschaftsteilen hervorragend aufeinander abgestimmt. Und so kam ein Auftritt heraus, der bei vielen intensiven Läufen und einer Unmenge an verbissen geführten Zweikämpfen sehr viele positive Aspekte und nur ganz wenige negative Aussetzer zu bieten hatte.

Fotostrecke: Starbulls gewinnen gegen Regensburg mit 5:2 und sind jetzt Spitzenreiter

Starbulls Rosenheim besiegen Regensburg 5:2
Starbulls Rosenheim besiegen Regensburg 5:2
Starbulls Rosenheim besiegen Regensburg 5:2
Starbulls Rosenheim besiegen Regensburg 5:2
Fotostrecke: Starbulls gewinnen gegen Regensburg mit 5:2 und sind jetzt Spitzenreiter

Zwei Powerplay-Treffer der Gäste

Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann die vergebenen Möglichkeiten zu Beginn des zweiten Drittels (Sicinski: „Da bauen wir unsere Führung nicht auf 2:0 auf“) und die zehn Minuten im Mittelabschnitt, als Regensburg zu viel Zugriff hatte und durch zwei Powerplay-Treffer von Tomas Schwamberger und Richard Divis eine 2:1-Führung herausschoss.

Aber dann kam ein weiterer Aspekt der Rosenheimer Teamleistung zum Tragen: Die vergebenen Chancen zum 2:0? Abgeschüttelt. Der Rückstand? Schnell verdaut. Die Starbulls haderten nicht, sondern legten gleich wieder den Schalter um. 96 Sekunden dauerte es, ehe Kyle Gibbons mit einer hervorragenden Einzelleistung den Ausgleich herstellte.

Torjäger Kyle Gibbons war zweifacher Torschütze

Gibbons war zweifacher Torschütze und drückte damit auch in Zahlen aus, dass das nordamerikanische Sturmduo der Starbulls den Vergleich mit den beiden tschechischen Top-Angreifern der Oberpfälzer für sich entschieden hatte. Und, wie bereits in der Vorschau auf das Top-Spiel als möglicherweise entscheidend eingestuft: Die Angreifer neben den Kontingentspieler. Beim „secondary scoring“ waren die Rosenheimer zur Stelle. Die ständig präsente Reihe mit Alex Höller, Michael Baindl und Enrico Henriquez zeichnete für drei Tore verantwortlich. Höller erzielte in Unterzahl die 1:0-Führung im ersten Drittel, Henriquez stellte mit dem 3:2 nach gewonnenem Zweikampf, Alleingang und ins kurze Eck reingepressten Schuss die Weichen auf Sieg. Und dann machte der Sturm noch im Powerplay mächtig Betrieb vor dem Regensburger Gehäuse, als Dennis Schütt zum 4:2 erfolgreich war.

Weitere Artikel zu den Starbulls finden Sie auf unserer Themenseite.

Die Starbulls gingen weiter drauf

Weil die Defensivabteilung der Starbulls nach dem 2:2 nicht mehr viel anbrennen ließ, weil Gibbons noch seinen zweiten Treffer drauflegte und die Hausherren auch trotz des Vorsprungs weiter draufgingen und den Regensburgern keine Ruhe ließen – besonders „nervtötend“ agierte die dritte Sturmreihe mit den pfeilschnellen Tobias Meier und Sebastian Stanik und den universellen Simon Heidenreich – blieben die Punkte in Rosenheim. Damit glückte den Starbulls die Revanche für die Niederlage in Regensburg im November und man ist gerüstet für das dritte Duell in dieser Saison.

Spielstatistik: Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg 5:2 (1:0, 1:2, 3:0). Starbulls: Mechel (Stettmer) – Vollmayer, Krumpe; Kolb, Schütt; Draxinger, Frank; Gottwald – Henriquez, Baindl, Höller; Daxlberger, Leinweber, Gibbons; Meier, Stanik, Heidenreich; Steinmann, Bakos, Lode.

Tore: 1:0 (19.) Höller/Baindl, Krumpe – SH1, 1:1 (27.) Schwamberger/Vogel, Herrmann – PP1, 1:2 (34.) Divis/Schwamberger, Gajovsky – PP1, 2:2 (35.) Gibbons/Baindl, Vollmayer, 3:2 (44.) Henriquez/Höller, Vollmayer, 4:2 (47.) Schütt/Höller, Baindl – PP1, 5:2 (55.) Gibbons/Daxlberger, Kolb.

Schiedsrichter: Lajoie/Paule;

Strafminuten: Rosenheim 12, Regensburg 12 plus je 10 Disziplinarstrafe für Divis und Tippmann.

Der fünfte Starbulls-Treffer und zugleich das zweite Tor von Torjäger Kyle Gibbons, der einen Abpraller verwertete.
Starbulls-Keeper Andreas Mechel stoppt einen Alleingang von Lukas Heger.

Kommentare