„Das war einfach nur peinlich“

Bad Aibling – In einem enorm wichtigen Spiel um den Klassenerhalt in der Regionalliga Süd-Ost halten die Fireballs Bad Aibling dem Druck nicht stand und unterliegen deutlich mit 67:90 gegen Herzogenaurach.

„Wir hatten uns so viel vorgenommen und dann kommt so eine Leistung zustande. Ich verstehe einfach nicht, wie das passieren konnte. Das war einfach nur peinlich“, resümiert Mario Hack-Vazquez nach Spielende. Was die Fans im gut gefüllten FireDome zu sehen bekamen, war tatsächlich keine Glanzleistung und wahrscheinlich das schlechteste Heimspiel des TBA in der Regionalliga 1.

Vor allem in der Offensive sollte gar nichts funktionieren. „Der Gegner hat uns durch seine enge und tief stehende Zonenverteidigung eigentlich genau das gegeben, was wir wollen: Platz für freie Distanzwürfe. Das ist unser bevorzugtes Spiel, offensichtlich hat das nicht funktioniert,“ sagte Coach Guggenhuber nach Spielende.

Die Gäste zwangen die Fire balls von Beginn an, freie Distanzwürfe zu nehmen und vor allem in den Anfangsminuten wollte einfach kein Ball den Weg durch die Reuse finden. Schnell lag der TBA 0:9 zurück, erst nach einer frühen Auszeit fing sich das Team um Kapitän Simon Bradaric etwas, konnte aber offensiv auch weiterhin nicht ausreichend Akzente setzen. In der Defense wurde bis dahin aber ordentlich gearbeitet und so lag man trotz desaströser Wurfquote „nur“ 9:19 in Rückstand.

Da Herzogenaurach die Zone nun immer enger schnürte und so kein Platz für Zug zum Korb bestand, nahmen die Fireballs auf Anweisung des Trainers weiterhin die freien Dreier – ohne Erfolg. Trotz hervorragender Schützen wie Mio Mirceta, Simon Bradaric oder Mario Hack-Vazquez stand man am Ende der ersten Halbzeit bei einer Feldwurfquote von knapp 20 Prozent.

Trotz deutlicher Worte von Coach Guggenhuber verschliefen die Fireballs auch das dritte Viertel und so war die Begegnung bereits nach 30 Minuten entschieden. Zwar kämpften die Mannen um Top-Scorer Justin Kaifosch (14) und Jo Wießnet (10/13) aufopferungsvoll, doch die schlechte Quote und die fahrlässigen Entscheidungen in der Defensive ließen keine Aufholjagd mehr zu. Die Gäste spielten die Partie nun routiniert zu Ende und hatten keine großen Schwierigkeiten mit 90:67 zu gewinnen.

Guggenhuber nach der Partie: „12 von 54 Dreier sprechen eine deutliche Sprache, vor allem da mindestens 30 dieser 54 Dreier komplett frei oder gute Würfe waren. Unsere Stärke wurde heute zu unserer Schwäche.“

Kommentare