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Er spielte in der NHL, KHL und Extraliga

„Einer wie Norm Maracle“: Dieser DEL-Torhüter soll den Starbulls zum Aufstieg verhelfen

Er ist der neue Starbulls-Keeper und soll den Rosenheimern zum Aufstieg verhelfen.
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Er ist der neue Starbulls-Keeper und soll den Rosenheimern zum Aufstieg verhelfen.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    VonHans-Jürgen Ziegler
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Mit dieser Verpflichtung hat sicher kaum ein Rosenheimer Eishockeyfan gerechnet. Die Starbulls überraschen die Oberliga mit einem, sensationellen Transfer auf der Torhüterposition. Der neue Keeper spielte schon zweimal in der NHL, in der KHL und über 200-mal in der DEL.

Rosenheim – Mit einem weiteren Sensations-Transfer unterstreichen die Verantwortlichen der Starbulls Rosenheim einmal mehr, dass man unbedingt in die DEL 2 aufsteigen will. Nicht irgendwann, sondern in dieser Saison: Die Starbulls-Verantwortlichen haben sich dazu entschlossen einen weiteren Torhüter zu holen und sein Name bürgt für Qualität.

Vier Jahre stand Tomas Pöpperle für die Fischtown Pinguins Bremerhaven in der DEL im Tor. Hier pariert er gegen Krefelds Filips Buncis.

Erstes Training bereits am Mittwoch

„Er ist einer wie Norm Maracle“, sagt Starbulls-Vorstand Christian Hötzendorfer über Tomas Pöpperle (38), der ab sofort für die Starbulls spielberechtigt ist. Zur Erinnerung: Norm Maracle kam 2010 nach dem Aufstieg in die DEL 2 zu den Starbulls und verzauberte die Rosenheimer Eishockey-Fans zwei Jahre mit überragenden Leistungen.

Pöpperle wird bereits am Mittwoch das erste Mal mit seiner neuen Mannschaft trainieren. Spielen wird er wohl erst in zwei bis drei Wochen, weil er in den letzten Monaten vereinslos war.

Die Nummer eins und zwei der Oberliga-Keeper

Auf den ersten Blick scheint es nur schwer nachvollziehbar, warum die Rosenheimer ausgerechnet auf der Torhüterposition nachlegen, haben sie doch mit Christopher Kolarz und Andreas Mechel die Nummer eins und zwei in der Rangliste der Oberliga Süd-Torhüter. Die Sache hat allerdings einen Haken: Der junge Christopher Kolarz gehört Red Bull München, und wenn der DEL-Tabellenführer einen Torhüter benötigt ‒ und das war in dieser Saison schon mehrfach so ‒ muss Christopher Kolarz in München antreten.

„Im Endeffekt hatten wir bis jetzt eineinhalb Torhüter, aber wir können uns nicht darauf verlassen, dass München im Saisonendspurt beziehungsweise in der Play-off-Runde keine Torhüter-Probleme bekommt. Außerdem ist Christopher Kolarz mittlerweile so gut, dass er auch in München spielen kann. Deshalb mussten wir reagieren und das ist mit Sicherheit nichts gegen Andi Mechel oder Christopher Kolarz, sondern nur für unseren Verein und die Starbulls Rosenheim“, erklärt Christian Hötzendorfer, der wie seine Mitstreiter und Trainer Jari Pasanen genau weiß, was sie in der bisherigen Saison an ihren beiden Keepern hatten und haben .

„Wir brauchen auch Andi Mechel und Christopher Kolarz“

„Wir brauchen einen starken Andi Mechel, einen starken Christopher Kolarz und um definitiv keine Probleme zu bekommen, haben wir eben jetzt Tomas Pöpperle geholt. Ich bin mir sicher, dass er zu den zwei stärksten Torhütern beider Oberligen gehört.“ Damit hat Hötzendorfer sicher nicht unrecht, denn immerhin spielte Pöpperle letzte Saison noch in der DEL für die Kölner Haie.

„Verletzung hat uns nachdenklich gemacht“

„Ich möchte betonen, dass wir zu 100 Prozent hinter Andi Mechel und Christopher Kolarz stehen. Beide haben ihre Fähigkeiten in dieser Saison mehrfach unter Beweis gestellt. Die Verletzung von Chrissy (Christopher Kolarz) im Dezember hat uns allerdings aufgezeigt, wie schnell es gehen kann. Zudem haben wir mit der Förderlizenz von RedBull München keine 100-prozentige Planungssicherheit für die Playoffs, auch wenn hier die Zusammenarbeit super funktioniert. Bei dem sportlichen Investment, das diese Saison betrieben wird, möchten wir an dieser so wichtigen Position keinerlei Risiko eingehen“, so Starbulls-Geschäftsführer Daniel Bucheli.

Eine Bereicherung für das ganze Team

Headcoach Jari Pasanen sieht Tomas Pöpperle als eine Bereicherung für das ganze Team: „Die sportlichen Fähigkeiten stehen bei Tomas außer Frage. Das Alter von 38 Jahren ist auf der Torhüterposition kein KO-Kriterium – schließlich hat er letzte Saison auch noch in der DEL gespielt. Er bringt einen enormen Erfahrungsschatz mit und entfacht den Kampf um die Torhüterposition natürlich neu, was nur eine Bereicherung für das gesamte Team im Sinne unseres Ziels sein kann.“

„Stelle mich der Herausforderung“

Pöpperle selbst freut sich auf die neue Herausforderung: „Ich war schon beeindruckt vom Standort. Das erwartet man nicht in der Oberliga, auch wenn man schon viel Positives über die Entwicklung in Rosenheim gehört hat. Das Ziel, aber auch die Konkurrenz auf der Position ist natürlich eine Herausforderung – eine Herausforderung auf die ich mich freue und der ich mich stellen möchte.“ Die Vita des Deutsch-Tschechen ist überragend. Von der NHL über die KHL, die tschechische Extraliga bis hin zur tschechischen Nationalmannschaft und der DEL ist alles dabei, was das Eishockey-Herz begehrt.

Vom Standort Rosenheim begeistert

Vom Standort Rosenheim war Pöpperle von der ersten Minute an begeistert. Die Starbulls stehen schon seit längerem in Kontakt mit dem deutschstämmigen Keeper, der vor eineinhalb Wochen in Rosenheim war und sich alles zeigen ließ.
Jetzt soll er zeigen, dass er aus dem Torhüter-Trio der richtige Keeper ist, mit dem Rosenheim den Aufstieg schaffen kann.

Mit dem Meisterschaftspokal fuhr Eisbären-Torwart Tomas Pöpperle im April 2006 im Wellblechpalast in Berlin durch die Halle.

Das ist Tomas Pöpperle

Tomas Pöpperle wurde am 10. Oktober 1984 in Broumov (Braunau) in Tschechien geboren und ist von deutscher Abstammung. Letzte Saison spielte er noch bei den Kölner Haien in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Im Sommer 2005 wechselte er erstmals nach Deutschland zu den Eisbären Berlin, mit denen er am 17. April 2006 die Deutsche Meisterschaft gewann.

NHL-Spiele für Columbus Blue Jackets

Im September 2006 absolvierte er beim NHL-Team Columbus Blue Jackets, die ihn während des NHL Entry Draft 2005 in der fünften Runde an Position 131 ausgewählt haben, ein Vorbereitungsspiel. Ende Januar 2007 wurde er zum ersten Mal ins NHL-Team berufen und am 2. Februar 2007 kam Pöpperle zum ersten Mal in der NHL zum Einsatz. Pöpperle spielte danach wieder in der Extraliga, in der Kontinentalen Hockey-Liga (KHL) und zur Saison 2017/2018 wechselte der 1,87 Meter große Pöpperle nach Deutschland zu den Fischtown Pinguins Bremerhaven in die DEL.

Pöpperle bestritt in neun Jahren knapp 400 Spiele in der tschechischen Extraliga, in sechs Jahren über 200 Spiele in der DEL, in zwei Jahren knapp 100 Spiele in der KHL, 66 AHL-und zwei NHL-Spiele. Dazu kommen noch etliche internationale Einsätze.

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