Eine Sturmreihe punktete fleißig

Eine Chance von Dimitrij Litesov im Heimspiel gegen den HC Pustertal. Ziegler

Rosenheim – Zehn Testspiele absolvierten die Starbulls als Vorbereitung auf die Saison 2019/20; nur Regensburg (zwölf) testete von den Süd-Oberligisten häufiger.

Große Überraschungen blieben dabei aus. Gegen die eine Klasse höher angesiedelten Tölzer verlor man zweimal (2:6, 4:6), die tiefer eingestuften Waldkraiburger besiegte man zweimal (9:0, 4:1). Interessant waren die sechs Begegnungen mit Teams der Alps Hockey League, der zweithöchsten österreichisch-italienischen Spielklasse, deren Spielstärke in etwa der deutschen Oberliga entspricht. Hier fiel die Bilanz mit vier Siegen bei nur zwei Niederlagen positiv aus.

18 verschiedene Spieler konnten sich in die Scorerliste eintragen, 15 davon als Torschützen. Von Beginn an stellte sich heraus, dass das Traum-Duo der zweiten Vorjahreshälfte, Alexander Höller (sechs Tore, vier Assists) und Michael Baindl (drei Tore, sieben Assists), nahtlos an die gezeigten Leistungen anknüpfen will. Der Nachfolger ihres abgewanderten Sturmpartners Chase Witala, Neuzugang Kevin Slezak, schaffte mit fünf Toren und ebenso vielen Vorlagen ebenfalls zehn Scorerpunkte. Nicht sonderlich überraschen konnte, dass Max Vollmayer mit drei Toren und fünf Assists wie letzte Saison der produktivste Blueliner war, aber auch Leihspieler Marinus Reiter stand ihm mit drei plus drei nur wenig nach.

Noch Wünsche offen blieben in der Vorbereitung bei den beiden Legionären. Vitezslav Bilek gelangen seine einzigen beiden Tore gegen den Bayernligisten, Josh Mitchell glänzte zwar gelegentlich (besonders in Überzahl) mit genialen Pässen, spielte aber noch keine so dominante Rolle, wie man sie von einem Kontingentstürmer erwarten muss. Bei einigen Spielern wie Daniel Bucheli (zwei Tore) oder Dominik Daxlberger (vier Scorerpunkte) ist sicher noch gewaltig „Luft nach oben“, während sich von den Jungen Enrico Henriquez empfehlen konnten. Routiniers wie Tobi Draxinger und Michael Fröhlich werden, falls verletzungsfrei, sicher zu den Aktivposten zählen.

Mit Lukas Steinhauer und seinem Vertreter Luca Endres wird Trainer Sicinski sicher kein Torwartproblem haben.

Während das Unterzahlspiel über weite Strecken schon hervorragend funktonierte, gab das Powerplay, eine der Hauptschwächen letzte Saison, mit zehn Treffern in zehn Spielen noch nicht unbedingt Grund zur Euphorie. Gerade hier könnte ein Stratege mit Übersicht wie Mitchell einen großen Vorteil bedeuten.

Ein Blick über den Tellerrand zu den Kontrahenten: Wie die Starbulls verzichteten auch Höchstadt und Selb auf Testspiele gegen Ligakonkurrenten, während Peiting und Sonthofen (je fünf Spiele) den intensivsten Spielverkehr mit den kommenden Gegner pflegten. Die beste Testspielbilanz hatten übrigens die Memminger Indians mit sechs Siegen aus sieben Partien sowie Füssen (vier von sechs gewonnen) und Riessersee (sechs von neun). Die wenigste Freude bescherten ihren Fans die Selber Wölfe (vier von fünf verloren) und Weiden (sechs von acht verloren).

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